Montag, 10.05.2010




Libanon gegen Entwaffnung der Hisbollah
Der libanesische Präsident Michael Suleiman hat mitgeteilt, nicht auf eine Entwaffnung der Hisbollah hinwirken zu wollen. Am Samstag sagte er explizit, der Libanon „könne und dürfe“ der schiitischen Terrororganisation nicht auftragen, sich zu entwaffnen, bevor ein Abkommen über eine Verteidigungsstrategie erzielt sei, die auch zukünftige israelische Angriffe betreffe.

Laut dem von der UN vermittelten Waffenstillstandsabkommen zur Beendigung des zweiten Libanonkriegs im Sommer 2006 ist die Hisbollah verpflichtet, ihre Waffen abzugeben. Die libanesischen Politiker haben sich bislang jedoch als unfähig erwiesen, eine nationale Verteidigungsstrategie zu entwickeln, die die Waffen der Terrororganisation in den Bestand der regulären libanesischen Streitkräfte zu überführen.

In israelischen Sicherheitskreisen hat man jüngst mit größter Dringlichkeit vor dem kontinuierlichen Waffenschmuggel von Syrien an die Hisbollah gewarnt. Durch Berichte über die Lieferung von Scud-Raketen waren die Spannungen zuletzt noch einmal angestiegen.

(Yedioth Ahronot, 08.05.10)