Mittwoch, 09.06.2010




Iran umgeht Sanktionen auf See

Während der UN-Sicherheitsrat noch über eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran berät, ist nun bekannt geworden, dass die Islamische Republik Wege gefunden hat, jene Sanktionen, die bereits in Kraft sind, buchstäblich zu umschiffen.

Wie Nachforschungen der New York Times ergeben haben, hat die staatliche iranische Schifffahrtsgesellschaft Irisl einen großen Teil ihrer Schiffe an ausländische Strohfirmen in Staaten abgegeben. Diese sind etwa in Malta, Zypern, Hongkong, auf der Isle of Man, aber auch in Deutschland angesiedelt.

Durch das Austauschen von Flaggen, Namen und Inhaberschaften gelingt es den Ayatollahs auf diese Weise weiterhin, indizierte Waren, wie etwa Waffen, ins Land zu bringen.

Den Bericht der New York Times gibt es unter dem folgenden Link: http://www.nytimes.com/2010/06/08/world/middleeast/08sanctions.html?sq=&st=nyt&scp=9&pagewanted=print

(Yedioth Ahronot, 08.06.10/The New York Times, 07.06.10)