Mittwoch, 09.06.2010




Hamas und UNRWA – ein problematisches Verhältnis
Die Terrororganisation Hamas und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA stehen im Gaza-Streifen in einem komplizierten Verhältnis zueinander. Noch vor der Konfrontation der israelischen Marine mit der Gaza-Flottille in der vergangenen Woche hat der Economist diesem Thema einen längeren Artikel gewidmet.

„Im Gaza-Streifen, jenem kleinen zwischen Ägypten und Israel eingezwängten Stück Land, das von der islamistischen Hamas-Bewegung beherrscht wird, können selbst Sommerlager zu Schlachtfeldern werden. Eine Bande von 30 maskierten und bewaffneten Männern hat jüngst ein UN-Jugendlager am Strand von Gaza angegriffen. Die Hamas-Sicherheitskräfte, die die Küste bewachen und sich mit der Sicherheit brüsten, die sie den Bürger Gazas gewährleisten, ließen sie gewähren.

Hinter dem Angriff steht ein Kampf um die Herzen und Seelen Gazas sowie die knappen Ressourcen. In der einen Ecke steht das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, bekannt als UNRWA, mit dem Mandat, die Bedürfnisse von 80% der 1.5 Millionen Gazaer zu befriedigen, die als Flüchtlinge (oder deren Nachkommen) aus dem Krieg hervorgingen, der auf Israels Gründung im Jahr 1948 folgte. In der anderen steht die Hamas, die Gaza, seit sie 2006 eine allgemeine Wahl gewann, zu so etwas wie einem Einparteienstaat gemacht hat. Aber beide Lager brauchen einander.“

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.economist.com/node/16219835

(The Economist, 27.05.10)