Mittwoch, 09.06.2010




Netanyahu setzt auf israelisches High-Tech
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Dienstag auf der Jahreskonferenz des israelischen High-Tech-Industrieverbandes in Jerusalem ein Loblied auf die freie Marktwirtschaft gesungen und dabei Perspektiven für die weitere Zukunft der Branche aufgezeigt.


Foto: GPO

„Wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Wir wissen, dass wir das israelische High-Tech im kommenden Jahrzehnt  weiter entwickeln und auch in andere Bereiche transformieren sowie es diversifizieren müssen. Wir sind sehr stark im IT-Bereich; wir werden uns auch auf andere Gebiete verlegen müssen: Biotechnologie, Nanotechnik, Solarenergie, alternative Energien vor allem für Öl, Transportwesen – darum will sich die Regierung kümmern – und viele viele mehr.

Wir denken, dass wir potentiell sehr stark in den Lebenswissenschaften sind. Wir haben medizinische Instrumente hier, aber wir haben auch Hirnforschung, und wir haben Minisatelliten, wir haben, was immer einem einfällt. Aber wir wollen in der Lage sein, eine Struktur zu schaffen, sowohl was Ideen als auch Menschen angeht, und Geld, damit diese Ideen sich in konkrete Unternehmen verwandeln, in Produkte und Dienstleistungen, die in Israel bleiben.

Wenn wir sagen ‚in Israel’ bleiben, wollen wir doch auch eine sehr starke internationale Komponente, eine sehr enge Zusammenarbeit mit anderen Staaten und anderen Regierungen. Ich bin gerade aus Kanada zurückgekehrt, und wir werden mit der kanadischen Regierung über eine gemeinsame Innovationskonferenz sprechen. Wir würden dies sehr gerne mit vielen Staaten  auf der Welt tun. Ich freue mich sehr, dass wir hier Vertreter aus Nordamerika, aus Westeuropa, aus anderen Teilen Europas, aber besonders auch aus Asien haben. Ich weiß, dass hier sehr große Delegationen aus Indien und aus China sind. Wir heißen Sie in Jerusalem willkommen. Wir denken, wir können eine Menge gemeinsam tun. Ich denke nicht, dass Israel mit China und Indien um Größe konkurrieren kann. Aber ich denke, wir müssen auch gar nicht konkurrieren. Ich denke, wir können kooperieren. Ich denke, wir können uns in zahlreichen gegenseitigen Bedürfnissen, die wir haben, ergänzen. Sie haben große Talente; Sie haben große Märkte; Sie haben in jedem Bereich große Fähigkeiten. Auch wir haben bestimmte Fähigkeiten. Sie können diesen Bedürfnissen entsprechen, und ich denke, das gilt für jedes Land, das hier vertreten ist, und für jedes wirtschaftliche Interesse, das hier repräsentiert wird.“

Die vollständige Rede gibt es unter dem folgenden Link: http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/PMSpeaks/speechtech080610.htm

(Amt des Ministerpräsidenten, 08.06.10)