Dienstag, 22.06.2010




Libanesischer Flottillen-Organisator droht Israel
Yasser Qashlak, einer der Hauptorganisatoren der libanesischen Gaza-Flottille, die in den nächsten Tagen in See stechen soll, hat in einem Interview mit dem Hisbollah-Sender al-Manar wüste Drohungen gegen Israel ausgestoßen.


Yaeer Qashlar

„Ich hoffe, eines Tages werden diese Schiffe die europäischen Flüchtlinge [gemeint sind die Israelis] in ihre Heimatländer zurückbringen. Ich rufe die Israelis dazu auf, das zu tun“, so der palästinensische Geschäftsmann. „Gilad Shalit muss nach Paris zurückkehren, und der Rest der Mörder muss nach Polen zurückkehren.“

Qashlar nannte den Staat Israel einen „leprainfizierten Hund, der in die Region geschickt wurde, um den Arabern Angst zu machen“, und ließ die Bürger Israels wissen, dass sie nicht an die „Illusion eines Friedens, wie sie von modernen arabischen Führern“ geschaffen worden sei, glauben sollten: „Selbst wenn unsere Führer Friedensabkommen unterzeichnen, werden wir sie nicht respektieren. Unsere Kinder werden nach Palästina zurückkehren.“

Wiederholt beschwor er: „Ich schwöre, wir werden die Zionisten überall auf der Welt für die Verbrechen verfolgen, die sie an unseren palästinensischen Brüdern begangen haben.“

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 21.06.10)

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich unterdessen in New York mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon getroffen und ihn darum gebeten, die Forderung nach einer internationalen Untersuchung des israelischen Marineeinsatzes gegen die letzte Gaza-Flottille zurückzunehmen. Es sei unverantwortlich, derartiges zu fordern, während den Terror unterstützende Organisationen versuchen würden, weitere Schiffe nach Gaza zu schicken.

„Wir werden kein direktes Ansteuern Gazas erlauben“, so Israels Verteidigungsminister, wobei er noch hinzufügte: „Wir betrachten den Libanon als verantwortlich für die Konsequenzen. Dies könnte zu Gewalt führen.“

(Yedioth Ahronot, 22.06.10)