Dienstag, 29.06.2010




Total stoppt Benzinlieferungen an Iran
Der französische Ölkonzern Total hat seine Benzinverkäufe an den Iran eingestellt und sich damit in eine immer länger werdende Reihe von Unternehmen gestellt, die die internationalen Bemühungen zur Eindämmung des iranischen Atomprogramms unterstützen.

„Total hat seine Verkäufe von Benzin und raffinierten Produkten an den Iran eingestellt“, teilte die Firma mit, ohne auf die Frage einzugehen, ob dieser Schritt etwas mit den neuen unilateralen Sanktionen zu tun habe, die der US-Kongress über Unternehmen, die Geschäfte mit Teheran machen, verhängt hat.

Der Iran ist von Benzinimporten abhängig, da er selbst nicht über ausreichende Raffinationsmöglichkeiten verfügt.

Zu internationalen Ölkonzernen, die ihre Benzingeschäfte mit der Islamischen Republik eingestellt haben bzw. keine neuen Handelsabkommen mehr schließen, gehören Royal Dutch Shell, BP, Reliance Industries und Glencore.


Unterdessen hat der Vorsitzende der US-amerikanischen Chiefs of Staff, Admiral Michael Mullen, betont, er gehe fest davon aus, dass der Iran weiter auf Atomwaffen hinarbeite. Es bestehe keinerlei Grund dazu, den Beteuerungen Teherans zu glauben, wonach das Atomprogramm nur zivile Zwecke verfolge.

(Yedioth Ahronot, 29.06.10)