Donnerstag, 01.07.2010




Gethsemane-Fresko wird im Israel-Museum ausgestellt
Ein eindrucksvolles Wandgemälde aus der Kreuzfahrerzeit, das Archäologen der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) vor einigen Jahren im Gethsemane-Garten am Jerusalemer Ölberg entdeckten, wird ab Ende des Monats im neu renovierten Israel-Museum zu bewundern sein.

Die IAA führte 1999 Bergungsausgrabungen im Kidron-Tal nahe dem Garten Gethsemane durch, wobei einige Gebäude aus dem 12. Jh. n. Chr. – die meisten zerstört von Saladin - freigelegt wurden. Dabei stießen die Archäologen auf eine neun Meter lange Mauer, die mit einem Gemälde von außergewöhnlicher Schönheit dekoriert war.


Fotos: IAA

Das Fresko – eine Deësis  - wurde nun restauriert und wird ab 26. Juli in der neuen Kreuzfahrerzeit-Galerie des Israel-Museums ausgestellt. Es war ursprünglich wohl mehr als neun Meter hoch; erhalten ist aber nur noch der untere Teil.



Jacques Nar, der zuständige Konservator der IAA, äußert sich begeistert über das Wandbild: „Dies ist eines der bedeutendsten Gemälde, die aus der Kreuzfahrerperiode in Israel erhalten sind. Niemals ist ein größeres bei einer archäologischen Ausgrabung im Land gefunden worden, und die Behandlung, die es in den Laboren der IAA durchlief, gehört aus konservatorischer Sicht zu den schwierigsten, die je hier unternommen wurden.“

(Außenministerium des Staates Israel, 29.06.10)