Freitag, 16.07.2010




Palästinensischer Automarkt im Aufschwung
Der Aufschwung des palästinensischen Automarktes bringt die positive Entwicklung der Wirtschaft im Westjordanland zum Ausdruck. Während das Palästinensergebiet sich in den 90er Jahren vor allem als Versteck für gestohlene Autos einen Namen gemacht hatte, sind die Straßen nun voll von gekauften Neuwagen.

Palästinensische und arabische Banken bieten Kredite an, die die Anschaffung eines neuen Autos sehr erleichtern. Jeder Berufstätige kann bei einer Anzahlung von 10% der Kaufsumme auf einen Kredit von 90% rechnen, der dann über fünf bis sechs Jahre zurückgezahlt werden soll.

Besonders populär sind wegen der Niedrigpreise die koreanischen Automarken Kia und Hyundai; aber auch angesehene europäische Marken verkaufen sich gut. Das Autohaus Al-Bustami in Nablus etwa bietet ausschließlich deutsche Autos wie Mercedes, BMW und Volkswagen an.

Der Mitsubishi-Händler A’alab Al-Hafi berichtet: „Vor 2000 habe ich etwa 20 Autos im Monat verkauft. Danach, bis 2007, wurden fast keine Autos verkauft. Seitdem ist eine erhebliche Verbesserung eingetreten, sowohl in der Wirtschaft als auch in der Sicherheit.“

„Die Verkaufsvertretungen sind erneuert worden und bieten neue Ware“, so Al-Hafi. „Wir verkaufen Autos aus aller Welt.“

(Haaretz, 16.07.10)