Mittwoch, 17.10.2007




Israelische Armee skeptisch gegenüber palästinensischer Terrorbekämpfung

Im Vorfeld des Nahost-Friedensgipfels, der Ende November in Annapolis stattfinden soll, zeigt man sich innerhalb der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) besorgt über die Sicherheitslage. So schätzt der Militärgeheimdienst (AMAN) die Fähigkeit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Terroranschläge gegen Israel zu verhindern, gering ein. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass die palästinensische Seite auf dem Gipfel auf sofortige Zugeständnisse drängen werde, ohne gleichzeitig ihren Verpflichtungen gegenüber Israel, v.a. bei der Terrorbekämpfung,  nachzukommen. Noch immer sei es im wesentlichen allein die israelische Armee, die in den Städten des Westjordanlandes wirksam gegen Terroristen vorgehe.

AMAN-Chef General Amos Yadlin sagte auf der dieswöchigen Kabinettssitzung, dass die Palästinenser von einer gewissen Erfolgschance des Gipfels ausgehen, im Falle seines Scheiterns jedoch von vornherein die Verantwortung dafür Israel zuschieben würden. Desweiteren warnte Yadlin davor, dass die Hamas versuchen werde, das Treffen mit Terroranschlägen zu überschatten.

(Ha’aretz, 17.10.07)