Mittwoch, 04.08.2010




Israelische Stellungnahmen zum Grenzvorfall
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu:

„Israel betrachtet diesen Angriff auf israelische Soldaten mit allergrößtem Ernst. Dies war ein krasser Verstoß gegen die UN-Sicherheitsratsresolution 1701. Ich sehe die libanesische Regierung als direkt verantwortlich für diese gewaltsame Provokation gegen Israel an. Israel hat aggressiv geantwortet und wird dies auch in Zukunft bei jedem Versuch tun, die Ruhe an der Nordgrenze zu stören und Einwohner Nordisraelis sowie die Soldaten, die sie beschützen, anzugreifen.“


Verteidigungsminister Ehud Barak:

 „Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte werden weiter energisch und entschlossen handeln, um Israels Bewohner und seine souveränen Grenzen zu schützen. Israel strebt nach Frieden und hat dies beweisen, als es seine Truppen im Jahr 2000 hinter die internationale Grenze zurückzog. Jedoch wird Israel keinerlei Angriffe auf Soldaten und Bürger auf seinem Territorium billigen.“

(Außenministerium d es Staates Israel, 03.08.10)


Botschafter Yoram Ben-Zeev (Berlin):

„Der gestrige Vorfall an der israelisch-libanesischen Grenze wurde ausgelöst durch eine schwere Provokation des Libanon gegenüber Israel und stellt eine eindeutige Verletzung der UNO-Resolution 1701 dar.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) waren am 3. August 2010 mit Instandhaltungsarbeiten, die sie routinemäßig an dieser Stelle ausführen, beschäftigt. Die IDF agierten dabei auf der israelischen Seite der „Blue Line“ auf dem Gebiet des Staates Israel und hatten ihr Vorgehen wie üblich im Vorfeld mit der UNIFIL abgestimmt. Die libanesische Armee wurde von der UNIFIL drei Stunden vor Beginn der Arbeiten informiert. Trotzdem wurden die Soldaten der IDF von libanesischen Scharfschützen beschossen.

Israel sieht die libanesische Regierung als verantwortlich für den Vorfall an. Israel fordert die Weltgemeinschaft auf, das Vorgehen des Libanon zu verurteilen und den Libanon als den Verantwortlichen für die Eskalation der Lage zu benennen.“

(Botschaft des Staates Israel Berlin, 04.08.10)