Mittwoch, 25.08.2010




Irans neuer Reaktor – ein Grund zur Sorge
Entgegen manchen internationalen Einschätzungen stellt der jüngst in Betrieb genommene iranische Reaktor in Bushehr eine handfeste Bedrohung dar. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse, die das Washington Institute for Near East Policy in der vergangenen Woche veröffentlicht hat.

„Theoretisch verschieden vom Rest des verstörenden Atomprogramms des Regimes, bleibt der Reaktor in Bushehr eine große internationale Sorge. Das niedrig angereicherte Uran in den Brennstäben würde, wenn umgelenkt, Irans existierenden Bestand an diesem Material beträchtlich erhöhen, welches nach Ansicht vieler bereits jetzt zur Entwicklung von Atomwaffen verwendet wird. Selbst wenn sie lediglich für die Stromerzeugung genutzt würden, würden die Brennstäbe doch letztlich plutoniumreiche Rückstände hervorbringen, die auch für den Gebrauch in einer Waffe wiederaufbereitet werden könnten.“

„Nach Inbetriebnahme des Bushehr-Reaktors besteht dass Worst-Case-Szenario darin, dass der Iran seine militärischen Atomabsichten offiziell erklärt und die russischen Offiziellen der neuen Anlage verweist. Die Brennelemente enthalten mehrere Tonnen von Uran, dass zu 3.5% des spaltbaren (d.h. potentiell explosiven) Isotops U-235 angereichert ist. Wenn umgeleitet und zu Rohmaterial für die Anreicherungsanlage in Natanz umgewandelt, würde das Material die dortige Fähigkeit zur Produktion von 90-prozentig angereichertem Uran, das für eine Atombombe nötig ist, deutlich erhöhen.“

Die vollständige Analyse gibt es unter dem folgenden Link: http://www.washingtoninstitute.org/templateC05.php?CID=3240

(The Washington Institute, 18.08.10)