Donnerstag, 16.09.2010




Israelische Polizeischüler zum Training bei der sächsischen Polizei
DIG-Vize Claudia Korenke vermittelt Aufenthalt für Kinder- und Jugendaliyah

12 jugendliche Polizeischüler aus Kanot, einem Dorf der  Kinder- und Jugend-Aliyah waren jetzt zu Gast bei der sächsischen Polizei. Vermittelt hatte diese interessante Fortbildungsmaßnahme Claudia Korenke, Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.


Gruppenbild

 In enger Abstimmung der Polizei  in  Dresden, der  Wasserschutzpolizei Sachsens,  des Aus- und Fortbildungsinstitutes der Polizei  in Bautzen sowie der Polizeifachschule Chemnitz wurde ein umfangreiches Fachprogramm erarbeitet. Die israelischen Jungen und Mädchen erhielten die Möglichkeit, tief in die Welt der deutschen Polizei einzutauchen, Praxis zu erleben und Fragen zu stellen. Am Beginn des Aufenthaltes in Deutschland stand jedoch ein Ausflug in das Nachbarbundesland Thüringen, in die KZ-Gedenkstätte Buchenwald.
In Dresden besuchten die Israelis die Polizeidirektion, erlebten eine Führung durch die polizeigeschichtliche Sammlung und begegneten der  Diensthundestaffel und der Wasserschutzpolizei bei einer Hafenrundfahrt.

Auf dem Programm stand auch die Gedenkstätte der Bundesbehörde für Stasiunterlagen in Dresden, eine Technikschau mit Fahrzeugen und Körperschutzausrüstung wie Schutzschild und Schlagstock. In einer Gesprächsrunde wurde über Einsatzgeschehen, Beweissicherungs und Festnahmen informiert.  Zu den Höhepunkten gehörte ein Volleyballspiel der jungen Israelis gegen deutsche Polizeibeamte in der  Sporthalle des Landeskriminalamtes.

„Ich bin außerordentlich dankbar, dass die sächsische Polizei es ermöglicht hat, den israelischen Jungpolizisten ein attraktives Programm mit spannenden Lehrinhalten anzubieten. Nur mit solchen Initiativen lassen sich Vorurteile, die oftmals in Deutschland über die israelische Gegenwart und genauso oft in Israel von in Deutschland vermeintlich nicht überwundener Vergangenheit herrschen, beseitigen“, so Claudia Korenke.


Jugendliche trainieren mit deutschen Polizisten

Pava Raibstein, Geschäftsführerin der Kinder- und Jugend-Aliyah engagiert sich seit Jahren, um den Heranwachsenden aus den Jugenddörfern ihrer Organisation Ausbildungs- oder Konzertreisen nach Deutschland zu ermöglichen. „Diese jungen Leute haben nicht die Mittel, ein anderes Land kennen zulernen. Daher fehlt eine wichtige Komponente der Erziehung zu Weitsicht und Toleranz. Umso mehr haben wir uns über die einmalige Chance für unsere Polizeischüler, mit künftigen Kollegen in Sachsen zusammen zu sein, gefreut.“

Es ist auch Pava Raibstein zu verdanken, dass angehende Kfz-Mechaniker und -Meister aus Israel in jedem Jahr an der Kfz-Schule in Frankfurt/M. eine mehrwöchige Ausbildung absolvieren können, die in Israel ein hohes Ansehen hat. Die DIG Frankfurt  und ihre Vorsitzende Claudia Korenke sorgen für  jeweils für ein Freizeitprogramm für die israelischen Kfzler.