Freitag, 15.10.2010




Ahmadinejad: Zionisten werden es nicht mehr lange machen
Bei einer Massenkundgebung in der südlibanesischen Hisbollah-Hochburg Bint Jibil hat der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad am Donnerstag erneut gegen Israel gehetzt. Nur vier Kilometer von der israelischen Grenze entfernt heizte er seine Zuhörer zum Kampf gegen den Nachbarn im Süden an, dessen Untergang er als gewiss darstellte.

„Gott segnet das libanesische Volk, seine dem Heiligen Krieg (Jihad) verpflichteten Söhne und euch – die Gerechtigkeit und Wahrheit suchen. Ihr standet an vorderster Front in der Schlacht gegen die Aggressoren und Besatzer und habt die Sicherheit des Libanons verteidigt“, predigte der Präsident.

„Ich danke euch für euren Mut und dafür, dass ihr Schwerter und Panzer mit eurer Entschlossenheit und Willenskraft geschlagen habt. Ihr habt bewiesen, dass die libanesische Nation und ihr Widerstand stärker sind als die Schwerter der Zionisten“, so Ahmadinejad weiter.

Was Israels Zukunft anbelange, versicherte der Iraner: „Die Welt sollte wissen, dass die Zionisten alsbald werden gehen müssen und es nicht mehr lange machen werden. Sie sind die Feinde der Menschheit und werden keine andere Chance haben als aufzugeben. Palästina wird befreit werden durch die Macht des Glaubens.“

Zuvor hatte Ahmadinejad bei der Entgegennahme der Ehrendoktorwürde der Libanesischen Universität in Beirut abermals bekräftigt, dass die Islamische Republik an ihrem Atomprogramm festhalten wolle.

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu sagte am Donnerstag zu dem Libanon-Besuch Ahmadinejads: „Bedauerlicherweise verwandelt sich der Libanon zusehends in einen Satelliten des Ayatollah-Regimes. Das ist tragisch für den Libanon, aber Israel wird sich selbst gegen solche Entwicklungen zu verteidigen wissen.“

(Yedioth Ahronot, 14.10.10)