Freitag, 22.10.2010




Botschafter Ben-Zeev in der Thüringer Allgemeinen
Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat sich in einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen zum aktuellen Stand des Nahostfriedensprozesses geäußert und auch auf Fragen zur deutschen Integrationsdebatte Antworten gegeben.

„Nun, die drei [Judentum, Christentum, Islam] gehören als monotheistische Religionen doch alle zur selben Tradition. Dem Bundespräsidenten ging es um Integration. Wir sind ein Land der Einwanderer - aus der ganzen Welt sind Juden nach Israel geströmt. Es ist wichtig, dass nun auch Deutschland diese Frage öffentlich diskutiert. Dabei darf es keine Tabus geben.”

„Ich möchte Deutschland nur ungern Ratschläge erteilen, gerade weil das Thema hierzulande so sensibel ist. Aber ich sehe es so: Wenn ich in einem Land leben möchte, Teil dessen sein möchte, dann muss ich das Land doch auch akzeptieren.“

Wenn die Integrationsdebatte nicht in Rassismus und Radikalismus abgleitet, dann gibt es keinen Grund für Misstrauen - und ich glaube, die hiesige demokratische Tradition würde das auch nicht zulassen.“

Das vollständige Interview gibt es unter dem folgenden Link: http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Israelischer-Botschafter-Frieden-braucht-Verlaesslichkeit-238166149

(Thüringer Allgemeine, 22.10.10)