Montag, 01.11.2010




Haifa 21? Bürgermeister und Umweltschützer setzen sich gegen israelische Bahn durch
Der Bürgermeister der Stadt Haifa, Yona Yahav, und diverse Umweltschutzorganisationen haben einen Sieg über die israelische Bahn davongetragen. Das Küstenschutzkomitee der Nationalen Planungs- und Baukommission verbot nun Israel Railways, entlang einem nahe der Meeresküste gelegenen Streckenabschnitt Überlandleitungen zu verlegen. Als Grund nannte die Kommission den zu erwartenden ästhetischen Schaden für den Küstenblick.



Bürgermeister Yahav zeigte sich erfreut über die Entscheidung und teilte mit: „Dies ist ein historischer Wendepunkt, der in Haifa zu einer Art von Entwicklung führen wird, wie sie keine israelische Stadt bislang erlebt hat.“

Israel Railways ließ verlauten, dass die Entscheidung das Bahnelektrifizierungsprogramm im ganzen Land verzögern könnte und die Elektrifizierung der Akko-Carmiel-Linie gefährde, die 2015 in Betrieb genommen werden soll.

Durch Haifa verläuft ein 20 Kilometer langer Streckenabschnitt, darunter sieben Kilometer an dem sensiblen Mittelmeerufer.

(Globes, 31.10.10)