Dienstag, 02.11.2010




Ayalon eröffnet internationale Heimatschutz-Konferenz
Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon hat am Montag in Tel Aviv die erste internationale Konferenz zum Heimatschutz in Israel eröffnet. Die noch bis zum Donnerstag andauernde Veranstaltung wurde vom israelischen Exportinstitut in Kooperation mit mehreren Regierungsministerien organisiert.

Ayalon wies in seiner Rede auf die besondere Bedeutung der Konferenz angesichts der aktuellen Terrorbedrohungen hin. Der Schlüssel zur effektiven Bekämpfung des Terrors sei ein vereintes Vorgehen der internationalen Gemeinschaft.

In diesem Sinne solle die Konferenz dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Staaten beim Informationsaustausch und im Bereich der Technologie zu stärken. Als Modell für eine erfolgreiche Kooperation nannte er die zwischen Israel und den USA, welche auch auf weitere Staaten ausgedehnt werden müsse.

(Außenministerium des Staates Israel, 01.11.10)


Der Direktor von Israels Allgemeiner Sicherheitsbehörde (SHABAK), Yuval Diskin, warnte auf der Heimatschutz-Konferenz vor den Gefahren, die sich aus der Verwendung des Internets und neuer Kommunikationstechnologien durch Terrororganisationen ergeben würden.

„Neben einem bequemen Leben ermöglichen es die Technologien auch dem Terror, viel globaler zu werden, über Grenzen und Kontinente hinweg“, so Diskin, der u.a. auf die erleichterte Informationsbeschaffung mittels der technologischen Innovationen hinwies, die sich Terroristen zunutze machen könnten.

Zugleich betonte der Chef von Israels Inlandsgeheimdienst, dass das 21. Jahrhundert von einem Wegfall psychologischer Hemmschwellen im Kreis von (potentiellen) Terroristen gekennzeichnet sei.

Dennoch erklärte Diskin: „Man kann den Terror erfolgreich bekämpfen und bei diesem Feldzug auch besiegen.“ Dafür sei jedoch globale Zusammenarbeit unabdingbar.

Bezüglich der Situation in Israel berichtete Diskin, dass im Jahr 2009 15 israelische Bürger bei Terroranschlägen ums Leben kamen; 2002 waren es noch 452. Im letzten Jahrzehnt habe man Hunderte von Terroristen verhaftet, darunter 120, die auf dem Weg waren, einen Terroranschlag zu verüben.

(Maariv, 01.11.10)