Mittwoch, 10.11.2010




Israelische Armee bereitet sich auf Einstellung von Verhaftungen im Westjordanland vor
Die israelische Armee bereitet sich auf die Möglichkeit vor, dass die politische Ebene entscheidet, der Forderung der Palästinenser nachzugeben und Verhaftungsaktionen in den Städten des Westjordanlands einzustellen. Man geht davon aus, dass dies ohne größere Sicherheitsrisiken geschehen könnte.

Obwohl die wichtigen palästinensischen Städte Ramallah, Nablus, Hebron, Bethlehem, Tulkarem, Kalkilya, Jenin und Jericho der A-Zone zugerechnet werden, die unter palästinensischer Autonomie steht, werden sie beinahe jede Nacht von Soldaten der israelischen Armee betreten, um gesuchte Terroristen gefangen zu nehmen. Dies läuft gewöhnlich unter stillschweigender Übereinkunft mit den palästinensischen Sicherheitskräften ab, die eine Berührung mit den israelischen Truppen vermeiden. Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde und auch der US-Regierung haben jedoch in letzter Zeit wiederholt eine Beendigung dieses Zustands gefordert.

Offiziere der Judäa-und Samaria-Division haben wiederholt darauf hingewiesen, dass dies aufgrund der verbesserten Koordination mit den palästinensischen Sicherheitsbehörden sicherheitspolitisch zu vertreten sei. „Die Kontrolle der Sicherheitskräfte über die Städte ist derzeit sehr gut“, sagte einer der Offiziere.

(Haaretz, 10.11.10)