Donnerstag, 25.10.2007




Olmert will an Rabins Erbe anknüpfen

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich auf das politische Erbe Yitzhak Rabins eingeschworen. In seinem Beitrag zur Sondersitzung der Knesset anlässlich des 12. Jahrestages der Ermordung des früheren Ministerpräsidenten und Verteidigungsministers räumte er dabei anfangs an: „Ich habe seine Entscheidungen damals nicht unterstützt – ich habe gegen sie gestimmt, in eben diesem Saal. Ich dachte anders, aber ich habe seinen Mut bewundert“.

Die „Sicherheitsphilosophie“ Rabins ist für Olmert noch heute gültig: „Es ist eine einfache Philosophie: Um zu einer angemessenen Lösung des Konflikts zwischen uns und unseren Nachbarn zu kommen, muss Israel mit seinen Partnern aus einer Position der Stärke heraus verhandeln. Um die Feinde vom Schlachtfeld an den Verhandlungstisch zu bringen, müssen wir eine große Armee zur Abschreckung haben. Frieden wird, sofern er erreicht wird, zumindest in der Anfangszeit ein bewaffneter Frieden sein – und dafür muss die Stärke von ZAHAL aufrechterhalten werden. Wenn wir ein unvermeidliches Risiko eingehen müssen, werden wir es so weit wie möglich minimieren.“

Hinsichtlich der gegenwärtigen Lage schlug Olmert einen Bogen von den Osloer Verträgen zu dem herannahenden Nahostgipfel in Annapolis: „Ich weiß nicht, ob die Zeit reif ist für Frieden, aber ich weiß, dass es als Ministerpräsident meine Pflicht ist, alles dafür zu tun, dass dieser Moment erreicht oder zumindest näher gebracht wird, so wie Yitzhak Rabin es geglaubt und ersehnt hat. Darum werden wir dort sein, in Annapolis. Wir werden wachsam, besonnen und vorsichtig sein – aber bereit für jede Chance auf Beratungen zwischen uns und den Palästinensern.“

Die vollständige Rede Olmerts findet sich in englischer Sprache unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+l
eaders/2007/Address+PM+Olmert+Special+Knesset+Session+12th+anniversary+of+
murder+of+Yitzhak+Rabin+24-Oct-2007.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 24.10.07)