Freitag, 12.11.2010




Israelis sollen mehr von Gas- und Öleinkünften profitieren
Die Einkünfte aus den Öl- und Gasvorkommen sollen in Zukunft in weit höherem Maße der israelischen Öffentlichkeit zugute kommen. Dies erklärte das für die Frage eigens eingerichtete Komitee unter Vorsitz des Ökonomen Eytan Sheshiski am Mittwoch.

Bislang erhält der Staat vertragsgemäß 30% der Einkünfte aus den Bohrungen, die ein Konsortium unter Führung des US-Energiekonzerns Noble-Energy vor der israelischen Mittelmeerküste durchführt. In Zukunft soll der Anteil sich mehr als verdoppeln und bis zu 66% betragen.

Die gegenwärtige Lizenzgebührenrate wird mit 12.5% unverändert bleiben. Die vermehrten Einkünfte für die israelische Öffentlichkeit werden über die Hinzufügung einer progressiven Mehrbesteuerung der Energiekonzerne ermöglicht.

Die bisherige Regelung geht auf ein Gesetz von 1952 zurück. Inzwischen haben sich aber die Umstände aufgrund der Exploration erheblicher Öl- und Gasvorkommen sowie der Öffnung für ausländische Investoren von Grund auf geändert.

Die Empfehlungen des Komitees werden frühestens Anfang 2011 Gesetzeskraft erlangen.

(Haaretz, 11.11.10)