Montag, 20.12.2010




Sonderwirtschaftszone zwischen Israel und Zypern eingerichtet
Israel und Zypern haben eine exklusive maritime Wirtschaftszone vereinbart. Die Klärung der Seegrenze ist entscheidend für den Schutz von Israels Zugriffsrechten auf die dort lagernden Öl- und Gasreserven.

Die Seegrenze wurde in einem Abkommen zwischen beiden Ländern festgesetzt, das am Sonntagmorgen in Nikosia zwischen Israels Infrastrukturminister Uzi Landau und Zyperns Außenminister Markos Kyprianou unterzeichnet wurde.

Landau betonte während der Unterzeichnungszeremonie, die Abgrenzung des maritimen Territoriums werde Investoren die notwendige Sicherheit verschaffen und Israels Energiewirtschaft fördern.

Die exklusive Wirtschaftszone ist ein Gebiet, in dem ein Land exklusive Rechte in den Bereichen Wirtschaft und Forschung hat, ohne über die von ihm errichteten künstlichen Anlagen hinaus Souveränität in dem Gebiet inne zu haben.

Dem Abkommen sind in den letzten Monaten intensive Verhandlungen zwischen Diplomaten und Fachleuten beider Seiten vorangegangen. Es wurde unter strikter Einhaltung der Grundsätze des internationalen Rechts geschlossen.

Minister Landau: „Die Unterzeichnung spiegelt die engen Beziehungen und die andauernde Zusammenarbeit zwischen Israel und Zypern wider. In Anbetracht der jüngsten Funde beträchtlicher Naturgasvorkommen im Mittelmeer spielt die Ziehung der Seegrenze eine wichtige Rolle bei der Verankerung essentieller wirtschaftlicher Rechte des Staates im Zusammenhang mit den natürlichen Ressourcen des Meeres.“

(Yedioth Ahronot, 19.12.10)