Montag, 07.02.2011




Berlinale Kamera Lia van Leer
Lia van Leer, die First Lady der israelischen Filmindustrie, erhält im Rahmen der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin die Berlinale Kamera. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Berlinale Persönlichkeiten und Institutionen, denen sie sich besonders verbunden fühlt.

Lia van Leer wurde 1924 in Bessarabien geboren und wurde 1940 von ihren Eltern, die beide später im Holocaust umkamen, nach Israel geschickt. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Wim van Leer kennen, einen holländischen Ingenieur, der sich als Pilot freiwillig an Israels Unabhängigkeitskrieg beteiligte.

Zum Vermächtnis Lia van Leers gehören nicht zuletzt die Cinematheque in Jerusalem und das Israelische Filmarchiv. Außerdem war sie verantwortlich für die Gründung des Van-Leer-Instituts in Jerusalem, einer Forschungseinrichtung, die auch der Aussöhnung zwischen Juden und Arabern verpflichtet ist.

(Yedioth Ahronot, 06.02.11)