Freitag, 25.02.2011




Umberto Eco verurteilt Boykottaufrufe gegen Israel
Der weltbekannte israelische Schriftsteller und Semiotiker Umberto Eco hat sich entschieden gegen jegliche Aufrufe zur Boykottierung Israels ausgesprochen. Eco äußerte sich dazu auf einer Pressekonferenz im Rahmen der derzeitigen Jerusalemer Buchmesse.

Das Thema kam auf, da der diesjährige Laureat des Jerusalem-Preises, der britische Schriftsteller Ian McEwan, von Kollegen in seiner Heimat dazu gedrängt worden war, den Preis abzulehnen, was er allerdings nicht tat.

Eco berichtete, anders als Ewan sei auf ihn keinerlei Druck ausgeübt worden, der Jerusalemer Buchmesse fernzubleiben, und betonte: „Ich halte es für absolut verrückt und im Grunde für rassistisch, einen Gelehrten, einen Privatmann, mit der Politik seiner Regierung zu identifizieren.“

Auf seine Meinung zu Israels Regierung angesprochen, bemerkte der Autor lediglich, er habe zu viel gegen die italienische Regierung zu sagen, um noch über die israelische zu sprechen.

(Haaretz, 24.02.11)