Freitag, 25.02.2011




Iran erweitert Jagd nach Uran
Der Iran hat seine globalen Bemühungen um vermehrten Zugriff auf Uran in letzter Zeit noch intensiviert. Wie aus einem neuen Geheimdienstbericht hervorgeht, richtet die Islamische Republik ihr Augenmerk derzeit vor allem auf Simbabwe.

Der von einem Mitgliedsstaat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) stammende Bericht teilt mit, dass der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi sich im vergangenen Monat im Geheimen mit hochrangigen Vertretern der simbabwischen Bergbauindustrie getroffen hat, um Verhandlungen über den Erwerb von Uran aufzunehmen.

Zuvor hätten iranische Ingenieure Uranvorkommen in Afrika lokalisiert und ihren Umfang eruiert, heißt es in dem zweiseitigen Dokument, das am Dienstag in den Besitz von Associated Press gelangte.

Der frühere US-Unterstaatssekretär für Nonproliferation Mark Fitzpatrick verweist darauf, dass die Uranerzvorkommen im Iran begrenzt und von minderer Qualität seien. Da die Vollendung eines iranischen Atomreaktornetzwerks noch Jahrzehnte entfernt ist, könnte Teheran noch andere dringliche Gründe haben, um sich um wiederauffüllbare Erzreserven zu kümmern

Neben Afrika sucht das iranische Regime auch in Asien und Südamerika nach Möglichkeiten zur Deckung des Uranbedarfs für sein Atomprogramm, dessen mögliche militärische Komponente seit Jahren für internationale Beunruhigung sorgt.

(Yedioth Ahronot, 24.02.11)