Montag, 14.03.2011




Israelisches Jugendeishockeyteam holt Gold
Ein Team von israelischen Jugendlichen im Alter zwischen elf und 13 Jahren hat bei dem kanadischen Jugendeishockey-Turnier Quebec International Pee-Wee Tournament 2011 den Sieg davon getragen – ohne zuvor kaum jemals Eis unter den Füßen gehabt zu haben.

Die hauptsächlich aus Bat-Yam und Rishon Lezion stammenden Kinder hatten davon geträumt, endlich einmal Eishockey auf wirklichem Eis spielen zu können. Bedauerlicherweise befindet sich Israels einzige Hockey-Eisbahn im nordisraelischen Metula, weswegen der „Bat Yam Club“ beim Trainieren stets Rollerblades anstelle von Schlittschuhen benutzt.

Die meisten der Teams bei dem Turnier in Quebec stammten aus Staaten, wo Eishockey ein weit verbreiteter Sport ist: Kanada, USA, Finnland, Slowakei, Tschechische Republik u.a.

Aaron Aharonovich, der Vorsitzende des Hockey-Clubs von Rishon Lezion, der mit seinem Kollegen Evgey Gusin aus Bat Yam die israelische Delegation organisierte, zeigte sich selbst überrascht: „Wir hatten fünf Matches, einschließlich des Finales, und wir haben sie alle gewonnen. Die Organisatoren des Turniers konnten nicht glauben, dass diese Kinder fast nicht wussten, wie richtiges Eishockey überhaupt aussieht.“

„Wir waren definitiv  das Gesprächsthema des Tages bei dem Turnier: ‚Wie konnten diese Kerle aus dem Nahen Osten, von denen die meisten kaum jemals in ihrem Leben Schnee gesehen haben, es schaffen, die Eis-Supermächte zu schlagen und die Trophäe zu holen?‘“, erzählt Aharonovich.

(Yedioth Ahronot, 13.03.11)