Montag, 28.03.2011




Raketenangriffe aus Gaza


Auch am Wochenende haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen ihre Raketenangriffe auf den Süden Israels fortgesetzt. Am Samstag landeten drei Kassam-Raketen im Kreis Eshkol, eine davon verursachte Gebäudeschaden. Verletzt wurde niemand.

Generalmajor Tal Russo, der Kommandant des Südkommandos der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), bemerkte bei einem Besuch in dem Haus, das schwer von einer Kassam-Rakete beschädigt wurde: „Es herrscht Anarchie innerhalb der Organisationen in Gaza und auch innerhalb der Hamas. Da drüben gibt es keine Kontrolle.“

Die israelische Luftwaffe bombardierte am Sonntag in Reaktion auf die Angriffe eine Raketenabschussbasis im Norden des Gaza-Streifens. Dabei wurden palästinensischen Angaben nach zwei Mitglieder der al-Quds-Brigaden, des militärischen Arms des Islamischen Jihad, getötet und drei weitere verletzt.

(Yedioth Ahronot, 27.03.11)

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu äußerte sich am Sonntag in der wöchentlichen Kabinettssitzung seiner Regierung im Zusammenhang mit dem neu installierten Raketenabwehrsystem ‚Eiserne Kuppel‘:

„Israel steht seit 20 Jahren, seit dem Golfkrieg, unter Raketenbedrohung. Ich möchte nicht der Illusion Vorschub leisten, dass die Eiserne Kuppel, die wir heute erstmals in Betrieb nehmen, eine komplette oder umfassende Antwort bieten wird.

Die Eiserne Kuppel befindet sich noch immer in der Versuchsphase, und wir haben nicht die Möglichkeit, Batterien zum Schutz jedes Hauses, jeder Schule, jeder Basis und jeder Einrichtung zu stationieren. Die wahre Antwort auf die Raketenbedrohung ist eine Kombination aus aggressiven und abschreckenden Maßnahmen, Schutzmaßnahmen und einer starken Haltung von Regierung und Öffentlichkeit.

In jedem Fall betrachtet Israel die Hamas als verantwortlich für alles, was aus dem Gaza-Streifen auf uns abgefeuert wird.“

(Außenministerium des Staates Israel, 27.03.11)