Mittwoch, 18.07.2007




Israelische Armee nimmt Verhaftungen im Westjordanland wieder auf

Nach einer fünftägigen Pause hat die israelische Armee heute Morgen wieder ihre Verhaftungsaktion im Westjordanland aufgenommen. Dabei wurden in Bethlehem, Hebron, Ramallah und Nablus insgesamt 19 militante Palästinenser festgenommen.

Die Verhaftungen konzentrierten sich auf Terroristen, die nicht zu den 178 Personen gehören, denen Israel im Austausch für das Versprechen, terroristische Aktivitäten einzustellen, Amnestie gewährt hat. Palästinensischen Quellen zufolge haben insgesamt 93 Mitglieder der Al-Aqsa-Brigaden das Abkommen unterzeichnet und ihre Waffen abgegeben, darunter Zakariya Zubeida, der Kommandant der Terrororganisation.

Die Unterbrechung der Verhaftungen im Westjordanland war ein Teil jener Geste des guten Willens, mit der Israel die Stellung des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas stärken will. Dazu gehört an vorderster Stelle die gestern vom Kabinett bewilligte Entscheidung, 256 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen zu entlassen.

(Ha’aretz, 18.07.07)