Mittwoch, 18.05.2011




Zivilverwaltung im Westjordanland genehmigt Straße nach Rawabi
Die israelische Zivilverwaltung im Westjordanland wird den Bau einer Zugangsstraße zu der geplanten neuen palästinensischen Stadt Rawabi genehmigen. Dem Beschluss waren Feinabstimmungen vorausgegangen, um Widerstand von Seiten der Rechten abzuwenden.

Der Schritt wird als Geste des guten Willens gegenüber der Palästinensischen Autonomiebehörde betrachtet.

Das nördlich von Ramallah entstehende Rawabi liegt in der völlig unter palästinensischer Verwaltung stehenden A-Zone, die ursprünglich geplante Straße sollte jedoch durch die ausschließlich von Israel kontrollierte C-Zone führen. Um Behinderungen durch Siedler zuvorzukommen, wurde der Verlauf dann so verändert, dass die Straße nur noch durch die Zonen A und B führt.

(Haaretz, 18.05.11)

Unterdessen eröffnete die Zivilverwaltung am Montag einen Notfallbehandlungsraum, der täglich rund um die Uhr verschiedene medizinische und humanitäre Angelegenheiten regeln soll. So werden etwa die Ausreise von Krankenwagen und Patienten nach Israel und Jordanien sowie der Transport von Leichen beschleunigt.

Das Personal besteht aus Soldaten der israelischen Armee, die einen Koordinations- und Liaisonkurs absolviert haben und für die speziellen Anforderungen ausgebildet wurden. Unter der Leitung der Koordinatorin der Zivilverwaltung für Gesundheitswesen, Dalia Basa, wird man in ständigem Kontakt mit den Sicherheitskräften, israelischen Krankenhäusern, dem Roten Davidstern und dem Roten Halbmond stehen.

Basa teilte mit: „Dies ist ein weiterer Schritt, der darauf abzielt, Leben zu retten du angemessene Behandlung zu bieten; dies steht an der Spitze der Prioritätenliste der Zivilverwaltung.“ 2010 seien mehr als 180 000 palästinensische Patienten aus dem Westjordanland in israelischen Krankenhäusern behandelt, und mehr als 3600 per Krankenwagen nach Israel evakuiert worden.

(Außenministerium des Staates Israel, 17.05.11)