Mittwoch, 22.06.2011




Peres: Keine Alternative zu Friedensverhandlungen
Gestern wurde die dritte „Israeli Presidential Conference“ in Jerusalem eröffnet. Die diesjährige Konferenz steht unter dem Motto „Facing Tomorrow”. Bei der Eröffnung sprach Präsident Shimon Peres über den Stillstand der Friedensverhandlungen. Er betonte, dass es zu Verhandlungen keine Alternative gebe und fügte hinzu: “Der Prozess nimmt mehr Zeit in Anspruch als gedacht, aber das glückliche Ende steht nun einmal nicht am Anfang.“ Peres unterstrich die Wichtigkeit der Friedensabkommen mit Ägypten und Jordanien und rief die Palästinenser dazu auf, zu direkten Verhandlungen mit Israel zurückzukehren.

„Während wir nach Frieden streben, dürfen wir die bestehenden Gefahren nicht ignorieren“, erklärte Peres und betonte, die größte Gefahr bestehe durch „das korrupte iranische Regime, das sich die nukleare Option offenhält, zur Vernichtung Israels aufruft, Hamas und Hizbollah finanziert und bewaffnet und jeden Versuch, die Region zu retten, überschattet.“

Peres erinnerte auch an den entführten Soldaten Gilad Shalit und erklärte: „Wir müssen alles tun, damit dieser junge Mensch wieder sicher nach Hause zurückkehrt.“

Die „Presidential Conference“ fand zum ersten Mal 2008 anlässlich der Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Staates Israel statt. In diesem Jahr beschäftigt sie sich mit so unterschiedlichen Themen wie dem Friedensprozess, jüdischem Mäzenatentum und der unterschiedlichen Bedeutung einer jüdischen Identität für Jugendliche und die ältere Generation.


Piqué, Shakira und Silverman bei der Eröffnung, Foto: Ynet

Zahlreiche ausländische Gäste haben ihre Teilnahme angekündigt, Höhepunkt des gestrigen Tages war die gemeinsame Pressekonferenz von Präsident Shimon Peres und der Sängerin Shakira. Shakira erklärte: „Vom ersten Moment an wurde ich herzlich aufgenommen. Israel ist bereits seit vielen Jahren ein Vorbild für Kultur und Spiritualität.“ An der Eröffnungsveranstaltung nahm zahlreiche internationale Prominenz teil, neben Shakira auch ihr Lebenspartner, der Spieler des FC Barcelona Gerard Piqué, die amerikanisch-jüdische Komikerin Sarah Silverman und Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Piqué und Shakira hatten bereits am Montag zusammen die Klagemauer besucht.

(Ynet/Haaretz, 21.06.11)