Donnerstag, 30.06.2011




Frankreich: „Flottille ist eine schlechte Idee“
Die Ausfahrt der geplanten Gaza-Flottille verzögert sich weiter, hauptsächlich aufgrund des Streiks im Hafen von Athen und bürokratischer Hürden.

Die Organisatoren erklärten am Mittwoch, es werde noch mehrere Tage dauern, bis die Flottille zum Auslaufen bereit sei. Die Zahl der Teilnehmer hat sich in der Zwischenzeit Schätzungen zufolge von zunächst ca. 1500 auf nunmehr 350 verringert, die sich auf zehn Schiffe verteilen werden.

Das Französische Außenministerium hat gestern die Flottille in einer offiziellen Stellungnahme als „schlechte Idee“ bezeichnet, „die nur die Spannung verstärken und zu neuen Konflikten führen wird“. Das Ministerium drückte seine Besorgnis darüber aus, dass auch zwei französische Schiffe an der Flottille teilnehmen wollen.

„Die Ereignisse des letzten Jahres haben gezeigt, dass solche Initiativen die Gefahr einer Konfrontation in sich bergen“, so die Erklärung. „Aus diesem Grund rufen wir alle dazu auf, Verantwortung zu zeigen und eine Wiederholung dieser Ereignisse zu vermeiden.“ Paris habe allerdings keine rechtlichen Mittel, um die Schiffe davon abzuhalten, französische Häfen zu verlassen.

Ekmeleddin Ihsanoglu, Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz, wurde am Dienstag in türkischen Medien mit der Aussage zitiert: „Eine Wiederholung der Ereignisse vom letzten Jahr kann zu Problemen führen, die nicht gelöst werden können. Dies ist unnötig.“ Er erklärte, humanitäre Hilfe werde weiterhin auf dem Landweg in den Gaza-Streifen eingeführt. Die israelischen Erleichterungen der Blockade wertete er positiv.

(Jerusalem Post, 30.06.11)

Das Jerusalem Center for Public Affairs hat eine Zusammenstellung zu den Hintermännern der Gaza-Flottille veröffentlicht. Darin heißt es:

„Die zweite Flottille wird von Muhammad Sawalha koordiniert, einem in Großbritannien lebenden Mitglied der Muslimbruderschaft mit Verbindungen zur Hamas. Viele der teilnehmenden Organisationen stehen in direkter Verbindung zur Union of God (UoG), einem Zusammenschluss europäischer Wohltätigkeitsorganisationen, die ebenfalls mit den Muslimbrüdern zusammenhängen. Diese wurden 2008 von den USA zur Terrororganisation erklärt, nachdem Überweisungen an die Hamas aufgedeckt worden waren.

Weitere wichtige Organisatoren sind die antiisraelische Organisation „International Solidarity Movement“ (ISM) und Linksaußen-Gruppierungen aus Europa und den USA. Viele der Hauptorganisatoren der Flottille haben erklärt, dass ihr Hauptziel sei zu provozieren und Israels Image Schaden zuzufügen.“

Zum vollständigen Text geht es hier:

http://jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DRIT=0&DBID=1&LNGID=1&TMID=111&FID=378&PID=0&IID=7745&TTL=Who_Is_Behind_the_Second_Gaza_Flotilla?