Freitag, 01.07.2011




Netanyahu: Iron Dome notwendig für den Frieden
Am Rande des Jüdischen Weltkongresses in Jerusalem hat Ministerpräsident Binyamin Netanyahu gegenüber drei Kongressabgeordneten aus dem Staat Kalifornien die Notwendigkeit des Raketenabwehrsystems Iron Dome erläutert. Netanyahu erklärte, dass es zwei kritische Sicherheitsaspekte in jedem Abkommen mit den Palästinensern gebe. Der erste sei eine langfristige militärische Präsenz im Jordan-Tal, um den Waffenschmuggel und das Eindringen von Terroristen in die Westbank von Jordanien aus zu verhindern. Das zweite sei die Installation des Raketenabwehrsystems Iron Dome entlang der Grenze eines zukünftigen Palästinensischen Staates, um Raketenangriffe von der Westbank auf israelische Städte zu verhindern.

Im Moment verfügt Israel über zwei Iron Dome Systeme und wird bis Ende des Jahres ein drittes erhalten.


Foto: ZAHAL

Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, Israel könne bis Mitte des Jahrzehnts dreizehn bis fünfzehn dieser Systeme verfügen, die Schutz vor Raketen und Artillerie-Geschossen mit einer Reichweite von bis zu 70 Kilometern bieten.

Iron Dome ist Teil eines dreiteiligen Raketenabwehrschildes, das den bereits funktionsfähigen Arrow einschließt, der Schutz vor ballistischen Raketen bietet und David’s Sling zum Schutz vor Mittelstreckenraketen, der sich noch in der Entwicklung befindet.

Die drei Kongressabgeordneten reisten im Anschluss an die Konferenz nach Ägypten weiter. In diesem Zusammenhang erklärte Netanyahu, es sei wichtig, dass die Abgeordneten die Wichtigkeit der Beibehaltung des israelisch-ägyptischen Friedensabkommens gegenüber den Ägyptern unterstrichen.

(Jerusalem Post, 30.06.11)