Mittwoch, 10.08.2011




Japanisch-israelischer Tanz

„Ich bin viel israelischer geworden“, erklärt die japanische Tänzerin Mami Shimazaki, deren neues Stück „Flood“ heute Abend beim „Summer Dance Festival“ im Suzanne Dellal Zentrum in Tel Aviv uraufgeführt wird. „Ich spreche mehr, bin lauter und lache mehr“, fügt sie in fließendem Hebräisch hinzu. „Aber wenn ich arbeite, ist bis jetzt immer etwas sehr ernsthaftes japanisches herausgekommen.“

Shimazaki, geboren in Tokyo 1975, lebt seit 14 Jahren in Israel. Ende der 1990er Jahre traf sie den israelischen Choreographen Ohad Naharin in den Niederlanden, kam so nach Israel und wurde Mitglied der Batsheva Tanzkompanie.

„Ich war schockiert, wie normal hier alles aussah“, erzählt sie über ihre ersten Tage in Israel. „Ich hatte mir Wüste, Kamele und Menschen mit Kafiyya auf dem Kopf vorgestellt.“


Szene aus "Flood" (Foto: Tali Mayer)

Bis 2009 hat sie bei Batsheva getanzt, heute ist sie Tanzlehrerin an einer Schule in Kfar Saba und arbeitet parallel als Choreographin ihrer eigenen Stücke.

Das Stück „Flood“ ist in Zusammenarbeit mit den beiden israelischen Tänzern Roy Efrat und Adam Calderon entstanden. Shimazaki hat sich dafür von den kühleren, „japanischen“ Aspekten ihrer Arbeit gelöst und entschieden, auf der Bühne eine wärmere Atmosphäre zu kreieren.

(Haaretz, 08.09.11)

Zum vollständigen Artikel (auf Englisch) geht es hier: www.haaretz.com/culture/arts-leisure/inundating-the-senses-1.377701