Mittwoch, 17.08.2011




Prosor: „Eine Konfrontation vor der UNO wäre für beide Seiten schlecht“

Israel hofft weiterhin, dass die Palästinenser von ihrem Plan, in der Vollversammlung der Vereinten Nationen um eine einseitige Anerkennung eines Staates zu ersuchen, ablassen werden. Dies erklärte der Botschafter Israels bei der UNO, Ron Prosor.

Die Palästinenser seien „höher und höher auf einen Baum gestiegen“, so Prosor. „Und je höher sie kommen, desto mehr rufen sie nach einer Leiter. Am Ende werden sie herunterfallen und nicht nur sich selbst sondern auch alle anderen um sich herum verletzten“, fügte der Botschafter hinzu.

Abgesehen davon würde ein Versuch der Palästinensischen Autonomiebehörde, als Mitgliedsstaat in die UNO aufgenommen zu werden aller Wahrscheinlichkeit nach fehlschlagen, da die USA zugesagt hätten, im Sicherheitsrat ihr Veto gegen eine Aufnahme einzusetzen.

„Die Vereinigten Staaten haben eindeutig erklärt, dass sie gegen eine solche Resolution ihr Veto einlegen würden. Aus diesem Grund ist es unmöglich, dass die Palästinenser Mitglied in der UNO werden“, so Prosor. „Eine Abstimmung in der Generalversammlung über eine Verbesserung des Status‘ der Palästinenser ist zwar möglich, doch dies würde faktisch nichts verändern außer innerhalb der UNO selbst.“

Prosor erklärte außerdem, er hoffe auf einen Erfolg bei den Hintergrundgesprächen, die der ehemalige britische Premierminister Tony Blair mit den Palästinensern führe. Hier gebe es bereits Fortschritte. Doch „wenn Sie unter Fortschritten Erfolg verstehen, dann hat er noch keinen erzielt“, so Prosor.

Auf die Frage, ob der Versuch einer einseitigen Staatsanerkennung durch die Palästinenser auch positive Aspekte haben könnte, antwortete der Botschafter mit einem einfachen „Nein“.

Prosor äußerte sich auch zur für den 21. September geplanten Konferenz „Durban III“, eine Nachfolgekonferenz der von Israel und den USA wegen ihrer einseitigen Fokussierung auf Israel verurteilten „Anti-Rassismus-Konferenz“ von 2001. Prosor bezeichnete die geplante Veranstaltung als „antisemitisch und rassistisch“ und rief weitere Länder dazu auf, sich dem von den USA, Kanada, der Tschechischen Republik, Italien und den Niederlanden erklärten Boykott anzuschließen.

(Jerusalem Post, 17.08.11)