Freitag, 19.08.2011




Eskalation im Süden: Acht Tote, fast 50 Verletzte

Bei der gestrigen Anschlagsserie im Süden Israels sind acht Menschen getötet worden. 41 wurden verletzt.

In der Nacht und am Morgen setzten sich die Angriffe auf Zivilisten fort. Mehr als zehn Raketen wurden auf Südisrael abgefeuert . Dabei wurden sieben Menschen verletzt, mindestens einer davon schwer. Eine Schule und eine Synagoge in der Stadt Ashdod wurden getroffen. Vier der Raketen wurden von dem Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen.

Zunächst hatten gestern gegen Mittag Terroristen das Feuer auf einen Linienbus eröffnet, der von Be’er Sheva nach Eilat unterwegs war. Gleichzeitig wurde das Feuer auf zwei Privatautos und einen weiteren Linienbus eröffnet.


Nach dem Anschlag (Foto: IDF)

Kurze Zeit später explodierte ein Sprengsatz in der Nähe einer Einheit  der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die zum Ort des Anschlags gekommen war.

Später feuerten Terroristen Mörsergranaten auf Routinebauarbeiten am Grenzzaun zwischen Israel und Ägypten ab.

Alle Anschläge dieser Serie, die einem neuen Muster folgte, ereigneten sich ca. 20 km nördlich der Stadt Eilat. Unter den Toten sind sechs Zivilisten, ein Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und ein Polizist.

ZAHAL verfolgte die Terroristen, die die Anschläge ausgeführt haben. Bei anschließenden Kampfhandlungen wurden mehrere Terroristen getötet.

Als Reaktion auf die Angriffe sowie den Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen flog die Israelische Luftwaffe in der Nacht Angriffe gegen Ziele, die den Terroristen im Gaza-Streifen zur Planung und Durchführung von Terrorangriffen dienen.
 
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hatte in einem Statement zunächst den Angehörigen der Getöteten sein Beileid ausgesprochen.

Er erklärte: „Wir wurden heute alle Zeuge eines Versuches der Terroristen, ihren Krieg gegen Israel durch Angriffe aus dem Sinai zu verschärfen. Wenn jemand glaubt, dass der Staat Israel sie damit durchkommen lässt, hat er sich geirrt.“

Netanyahu fügte hinzu: „Wenn die Bürger Israels angegriffen werden, reagieren wir sofort und mit Härte. Diejenigen, die den Befehl gaben, unsere Zivilisten zu töten, während sie sich im Gaza-Streifen versteckt hielten, weilen nicht mehr unter den Lebenden.“

Verschiedene Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland haben die Anschläge verurteilt.

Neben der Jüdischen Gemeinden zu Berlin und der Israelitischen Kultusgemeinde München, dem Städtepartnerschaftsverein Wuppertal - Beer Sheva, dem Berlin-Büro des AJC, und der Ben-Gurion-Stiftung in Hamburg erreichten die Botschaft zahlreiche Schreiben von Organisationen und Privatpersonen, die ihr Mitgefühl mit den Opfern und deren Angehörigen sowie ihr Entsetzen über die Terroranschläge zum Ausdruck bringen.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann erklärte in einer Pressemitteilung: „Wir trauern um die Ermordeten; ihren Familien gilt unsere Anteilnahme. Wir beten um volle Genesung der Verwundeten. Die mörderischen Anschläge beweisen erneut, dass der Frieden im Nahen Osten nur dann erreichbar sein wird, wenn Terroristen und ihren Drahtziehern, die den Staat Israel auslöschen wollen und die in der Ermordung von Juden ein Ziel an sich sehen, das Handwerk gelegt werden kann. Dazu bedarf es des aktiven Engagements von Israels Nachbarn ebenso wie der Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft.“

Die vollständige Presseerklärung können Sie hier einsehen: http://issuu.com/botschaftisrael/docs/pekzentralrat

Die Hohe Kommissarin für Außenpolitik und Vizepräsidentin der Kommission Catherine Ashton, erklärte:

„Ich verurteile solche Anschläge uneingeschränkt und spreche den Familien der Opfer, die in diesen Anschlägen ihr Leben verloren haben, mein Beileid aus. Den Verletzten wünsche ich eine vollständige und schnelle Genesung.“