Montag, 22.08.2011




„Google Street View“ bald auch in Israel

Die Abteilung für Technologie- und Informationsrecht im Justizministerium hat am Wochenende Google die Erlaubnis erteilt, mit seinen mit Rundum-Kameras ausgestatteten Autos Straßen in Israel abzufotografieren und die Fotos anschließend über seinen Dienst „Google Street View“ Internetnutzern zur Verfügung zu stellen.

Das Justizministerium wies darauf hin, dass Google verpflichtet sei, die Privatsphäre der Nutzer zu achten. So wurde die Erlaubnis an eine Reihe von Bedingungen gekoppelt. Google Israel etwa musste sich verpflichten, Israel als Gerichtsstand anzuerkennen. Nutzer, die die Firma verklagen wollen, können dies damit vor israelischen Gerichten tun. Auch wurde ausdrücklich die Möglichkeit rechtlicher Schritte des Justizministeriums gegen Google nicht ausgeschlossen.


Google-Auto mit Kamera (Foto: Bloomberg)

Ein weiteres Zugeständnis, das Google gemacht hat, besagt, dass Nutzer nachträglich verlangen können, bestimmte Details oder Bilder unkenntlich zu machen.

Bei der Debatte über die Einführung von „Google Street View“ in Israel hatte das Justizministerium erstmals Bürgern die Möglichkeit gegeben, im Internet ihre Bedenken, etwa zum Datenschutz, kundzutun. Diese wurden dann gesammelt und an die Kommission weitergeleitet. 1400 Internetnutzer beteiligten sich an dieser Initiative.

(Haaretz, 21.08.11)