Montag, 12.11.2007




Militärgeheimdienst: Erhöhte Terrorgefahr infolge von Annapolis

Der Chef des israelischen Militärgeheimdienstes (AMAN), General Amos Yadlin, hat der israelischen Regierung auf ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag seine Einschätzung übermittelt, dass die Hamas versuchen wird, das bevorstehende Nahost-Treffen in Annapolis zu torpedieren. Dabei sei davon auszugehen, dass ein Erfolg der Konferenz das Risiko eines Terroranschlages noch erhöhen würde.

Gleichzeitig betonte Yadlin, dass ein Scheitern der Konferenz die Extremisten unter den Palästinensern stärken und damit die Gefahr für den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas wachsen würde. Schon jetzt seien die israelischen ständig damit beschäftigt, Terroranschläge von Seiten der Hamas zu verhindern.

„Annapolis ist nicht Camp David, Annapolis ist der Beginn eines Prozesses, und Annapolis muss einen Horizont weisen“, so Yadlin. „Die Tatsache, dass Abu Mazen [Abbas] und sein Lager relativ schwach sind, ist bekannt. Aber die Ratio von Annapolis muss darin bestehen, genügend Fortschritte zu erzielen, mit denen er sein Lager stärken kann.“

(Haaretz, 12.11.07)