Donnerstag, 08.09.2011




Gemeinsam für die Rettung von Menschenleben

Ein orthodoxer Jude in typischer schwarzer Kleidung kommt in ein arabisches Viertel in Jerusalem, um Menschenleben zu retten. Einige Stunden später sieht man, wie ein Araber in dem ultraorthodoxen Viertel Mea Shearim einen Notfall behandelt.

Dies ist der Alltag von Hezy und Fadi, zwei Mitgliedern von „Ichud Hatzalah“, einer Notfallorganisation ähnlich dem Magen David Adom. Hezy ist orthodoxer Jude und Fadi Araber, beide leben in Jerusalem.

Seit einiger Zeit haben Araber aus Jerusalem begonnen, sich vermehrt in der Organisation zu engagieren, in der bereits 1.800, meist orthodoxe, Volontäre tätig sind.


Das Rettungsteam in Jerusalem (Foto: A. Awisat)

Fadi hatte darum gebeten, mit einem orthodoxen Juden zusammen ein Team bilden zu dürfen. So lernte er Hezy kennen.

Für die großen Krankenwagen des Magen David Adom ist es häufig schwer, die schmalen Gassen sowohl in den orthodoxen als auch in den arabischen Vierteln zu durchqueren. Auch sind die Sanitäter häufig ängstlich, ob sie wohl in der ungewohnten Umgebung Feindseligkeiten ausgesetzt wären.

Das interreligiöse Team hat diese Probleme nicht: sie sind auf Motorrädern unterwegs und kennen sich sowohl in den arabischen als auch in den orthodoxen Vierteln hervorragend aus.

(Jerusalem Post, 08.09.11)

Zur Homepage von Ichud Hatzalah geht es hier: www.unitedhatzalah.org