Dienstag, 11.10.2011
 
 
Neues Jahr beginnt mit Arbeitskämpfen
 

Rambam-Krankenhaus in Haifa heute Morgen (Foto: Haaretz)

Gehen die Sozialproteste jetzt in eine neue Runde? Verschiedene Organisationen und Gruppierungen haben Arbeitskämpfe angekündigt.

Am weitesten fortgeschritten ist die Auseinandersetzung zwischen den Assistenzärzten und dem Staat. Nach der Ankündigung einer großen Zahl von Assistenzärzten, aus Protest über die schlechten Arbeitsbedingungen ihre Stellen im öffentlichen Gesundheitswesen zu kündigen, versucht der Staat, dies durch Gerichtsbeschlüsse zu verhindern.

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1 € - 4.9434 NIS (-0.649%)
1 CHF - 4.0024 NIS (-1.334%)
1 £ - 5.7017 NIS (-1.129%)
1 $ - 3.7250 NIS (-0.241%)

(Bank Israel, 11.10.11)



Teils wolkig

Jerusalem: 17/29°C
Tel Aviv: 21/29°C
Haifa: 22/32°C
Be’er Sheva: 19/33°C
Ein Gedi: 25/37°C
Eilat: 23/38°C




[UEBERSCHRIFT]
 
 


Neues Jahr beginnt mit Arbeitskämpfen

Gehen die Sozialproteste jetzt in eine neue Runde? Verschiedene Organisationen und Gruppierungen haben Arbeitskämpfe angekündigt.

Am weitesten fortgeschritten ist die Auseinandersetzung zwischen den Assistenzärzten und dem Staat. Nach der Ankündigung einer großen Zahl von Assistenzärzten, aus Protest über die schlechten Arbeitsbedingungen ihre Stellen im öffentlichen Gesundheitswesen zu kündigen, versucht der Staat, dies durch Gerichtsbeschlüsse zu verhindern.

Ein Treffen mit dem Finanzministerium zu Verhandlungen über eine Anhebung der Gehälter verlief in der Nacht ergebnislos.

(Haaretz, 11.10.11)

Auch der Vorsitzende der größten Gewerkschaft des Landes, Ofer Eini, hat einen Arbeitskampf ausgerufen und dabei vor allem auf die Situation der Leiharbeiter hingewiesen, deren Löhne er mit Sklavenlöhnen verglich.

Er stellte dabei das Prinzip der Leiharbeit grundsätzlich in Frage und erklärte, Geld, das eigentlich den Arbeitnehmern für ihre Leistung zustünde, würde bei der Leiharbeit für die Vermittlung von Arbeitskräften gezahlt. "Im Sommer ist das Volk für soziale Gerechtigkeit auf die Straße gegangen. Soziale Gerechtigkeit wird es nicht geben, wenn wir das Thema Leiharbeit nicht angehen", so Eini.


Ofer Eini (Foto: Maariv)

Nachdem Eini offiziell den Arbeitskampf ausgerufen hat, ist die Gewerkschaft nun imstande, innerhalb von zwei Wochen in einen Generalstreik zu treten.

Schätzungen zufolge sind fünf bis zehn Prozent der Angestellten in Israel über Leiharbeitsfirmen beschäftigt. Dies liegt deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

(TheMarker, 11.10.11)

Die Ankündigung der wissenschaftlichen Mitarbeiter an den Universitäten ist bereits konkreter: Sie werden zu Beginn des neuen Studienjahres am 30. Oktober in Streik treten.


Die Hebräische Universität Jerusalem (Foto: Archiv)

Sie demonstrieren damit gegen ihre Arbeitsbedingungen und die Tatsache, dass es in ihren Verhandlungen mit den Universitätsleitungen keine Fortschritte gibt. Nach Aussage des Vorsitzenden der Studierendengewerkschaft erwägen die Studierenden, sich dem Streik aus Solidarität mit den Mitarbeitern anzuschließen.

Die wichtigsten Forderungen betreffen den Abschluss langfristiger Arbeitsverträge und eine Anhebung der Gehälter und Honorare.

(Haaretz, 11.10.11)


Pressekonferenz gestern (Foto: Haaretz)

Einen "Nationalstreik" hat dagegen Daphni Leef, eine der Anführerinnen der Sozialproteste vom Sommer, angekündigt. Die Protestierenden haben für den 29. Oktober und den 1. November Massendemonstrationen geplant, es wären die ersten seit dem "Marsch der Million" im September.

Der eintägige Streik selbst soll am 1. November stattfinden.

(Ynet, 10.10.11)

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Israelischer Horrorfilm ausgezeichnet

Der israelische Film "Kalevet" (Tollwut) hat beim "Mile High Horror Film Festival" in Denver den ersten Preis gewonnen.

Der Film von Aharon Keshales und Navot Papushado erzählt die Geschichte eines Geschwisterpaares, das sich in einem Wald versteckt und einem Psycho-Killer in die Falle geht.


Filmplakat zu "Kalevet"

In der Beschreibung heißt es: "Ein Förster und sein alter Hund, zwei apathische Polizisten, vier Tennisspieler und ein Mörder, der sich sorglos zwischen den von ihm gestellten Fallen bewegt, werden in einen Wirbelwind von Missverständnissen, Ängsten und Gewalt gezogen."

"Tollwut" hat bereits zuvor Preise bei Horrofilmfestivals gewonnen und wird noch auf weiteren Festivals zu sehen sein.

(Ynet, 10.10.11)

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Peres und Netanyahu kondolieren Erdogan

Präsident Shimon Peres und Ministerpräsident Binyamin Netanyahu haben dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan anlässlich des Todes seiner Mutter Kondolenzschreiben übersandt.

Peres schrieb am Sonntag, die Neuigkeiten seien "mit großer Traurigkeit" aufgenommen worden und er könne den "grenzenlosen Kummer" angesichts des Verlusts Erdogans nachempfinden.

Die Mutter des türkischen Ministerpräsidenten war am Freitag verstorben.

(Ynet, 10.10.11)

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Steinwürfe auf Linienbus und Straßenbahn in Jerusalem

In der Nacht zum Dienstag wurden bei zwei von einander unabhängigen Vorfällen in Jerusalem Steine auf einen Linienbus und eine Straßenbahn geworfen. Die Polizei ging zunächst von einem nationalistisch motivierten Hintergrund aus, es gibt allerdings noch keine konkreten Hinweise auf die Täter.

Der Fahrer des Busses verlor angesichts der Steinwürfe die Kontrolle über sein Fahrzeug, so dass der Bus gegen eine Wand prallte. Der Fahrer wurde leicht verletzt, der Bus beschädigt.


Die Straßenbahn in Jerusalem (Foto: Stadt Jerusalem)

Kurze Zeit später wurde eine Scheibe eines Straßenbahnzuges durch Steinwürfe beschädigt.

(Ynet, 11.10.11)

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Shalit-Illustrationen im Europäischen Parlament

Im europäischen Parlament in Brüssel wurde gestern eine ungewöhnliche Ausstellung eröffnet: Sie zeigt die Illustrationen des Buches "Als der Hai und der Fisch sich zum ersten Mal trafen", das der entführte israelische Soldat Gilad Shalit als Schüler verfasst hat.

Ziel der Ausstellung ist, internationale Aufmerksamkeit für die Situation von Gilad Shalit zu schaffen.

Die Ausstellung wird eine Woche lang in den Fluren des Parlaments zu sehen sein. Sie wurde gestern (Montag) in einer Zeremonie in Anwesenheit von Parlamentsabgeordneten aller Fraktionen und Mitgliedsländer des Parlaments eingeweiht.


Titelbild des Buches von Gilad Shalit

Redner waren der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Gabriel Albertini und Parlamentspräsident Jerzy Busek. Der Parlamentspräsident erklärte: "Shalit ist für mich ein Bürger der Europäischen Union, und ich sorge mich um ihn, als sei er eines meiner Kinder. Wir empfinden Gilad als Teil der europäischen Familie." Er rief die Hamas auf, Shalit freizulassen. Gilad Shalit hat neben der israelischen auch die französische Staatsbürgerschaft.

Initiator der Ausstellung ist der Knessetvorsitzende Rubin Rivlin, der ebenfalls in Begleitung zweier seiner Stellvertreter zur Eröffnung angereist war. Im Rahmen seines Besuches wird er auch mit Nato-Generalsekretär Rasmussen und dem Präsidenten des belgischen Senats sprechen.

Yaakov Hadas, der israelische Botschafter bei den europäischen Institutionen, erklärte, der Besuch Rivlins bei der Nato und im Europäischen Parlament sei ein Indikator für die Wichtigkeit, die Israel seinen Beziehungen zur Europäischen Union beimisst.

(Ynet, 10.10.11)

Die Geschichte " Als der Hai und der Fisch sich zum ersten Mal trafen" von Gilad Shalit können Sie hier nachlesen: www.botschaftisrael.de/wp-content/uploads/2011/08/Gilad-Shalit-Als-der-Hai-und-der-Fisch.pdf

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Wir vergessen dich nicht

Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1934 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.

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