Montag, 24.10.2011
 
 
2. Deutscher Israelkongress ein voller Erfolg
 


 

Unter dem Motto „Frieden durch Sicherheit – Sicherheit durch Frieden“ hat am Sonntag der 2. deutsche organisationsübergreifende Israelkongress in Frankfurt am Main stattgefunden.

Laut Veranstaltern kamen knapp 3000 Menschen im Kongresszentrum an der Messe zusammen, um ein Zeichen der Solidarität mit Israel zu setzen. Fast 200 Israel-solidarische Organisationen, Städte, Gemeinden und Städtepartnerschaften aus ganz Deutschland waren vor Ort vertreten, stellten ihre Arbeit vor und sorgten für gute Stimmung bei diesem einzigartigen Event.

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Peres telefoniert mit Gül nach Erdbeben

1 € - 5.0480 NIS (0.576%)
1 CHF - 4.1105 NIS (0.632%)
1 £ - 5.8038 NIS (0.778%)
1 $ 3.6440 NIS (-0.055%)

(Bank Israel, 24.10.11)



Teils wolkig

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[UEBERSCHRIFT]
Wahrscheinlich Anschlag in Jerusalem

Ein 17-jähriger jüdischer junger Mann wurde am Samstagnachmittag von einem arabischen Mann mit einem Messer angegriffen.  weiter
Shalit und die israelische Öffentlichkeit


Von Fania Oz-Salzberger

Die Diskussion über den Deal ist ein Beweis für die funktionierende Zivilgesellschaft.

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Peres telefoniert mit Gül nach Erdbeben

Präsident Shimon Peres hat am Sonntag mit dem türkischen Präsidenten Abdullah Gül telefoniert, um ihm nach dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei israelische Unterstützung anzubieten und sein Beileid für die Opfer auszusprechen.

Präsident Peres erklärte gegenüber seinem türkischen Amtskollegen: "Der Staat Israel teilt Ihren Kummer über das Erdbeben, das in Ihrem Volk Opfer gefordert hat. Ich spreche als Mensch, als Jude und als Israeli, der sich an die Tiefe der historischen Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern erinnert und sich ihrer sehr bewusst ist. Daher möchte ich der gesamten Nation mein Beileid aussprechen und besonders den Familien derer, die ihr Leben verloren haben. In dieser schwierigen Zeit ist der Staat Israel bereit, jeder Zeit jedwede Unterstützung, die in der Türkei gebraucht wird, zu gewähren."

Der türkische Präsident Gül dankte Präsident Peres für seinen Anruf, sein Beileid und das Hilfsangebot und übermittelte ihm die neuesten Erkenntnisse zu den Schäden, die das Erdbeben verursacht hatte sowie der Zahl der Verletzten. Er betonte, dass, so wie es gegenwärtig aussehe, er hoffe, dass die türkischen Rettungskräfte selbst mit der Situation zurechtkommen würden.

(Außenministerium des Staates Israel, 23.10.11)

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2. Deutscher Israelkongress ein voller Erfolg

Unter dem Motto „Frieden durch Sicherheit – Sicherheit durch Frieden“ hat am Sonntag der 2. deutsche organisationsübergreifende Israelkongress in Frankfurt am Main stattgefunden. Laut Veranstaltern kamen knapp 3000 Menschen im Kongresszentrum an der Messe zusammen, um ein Zeichen der Solidarität mit Israel zu setzen. Fast 200 Israel-solidarische Organisationen, Städte, Gemeinden und Städtepartnerschaften aus ganz Deutschland waren vor Ort vertreten, stellten ihre Arbeit vor und sorgten für gute Stimmung bei diesem einzigartigen Event.


Ayalon spricht beim Kongress

Der Kongress, der unter der Schirmherrschaft des Botschafters des Staates Israel in Deutschland Yoram Ben-Zeev, des Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, sowie Frau Regine Sixt von der SIXT AG stand, ist europaweit das größte pro-israelische Treffen, moderiert von Melody Sucharewicz. 


Während der Rede von Botschafter Ben-Zeev

Die Begrüßung aller Gäste nahmen Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker sowie der hessische Innenminister Boris Rhein vor, die starke Statements zu Israels Bedürfnis nach Israels Sicherheit und Deutschlands Verantwortung dafür gaben. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger beschrieb in seiner Begrüßungsrede die Möglichkeiten fern von Politik, die deutsch-israelischen Beziehungen zu stärken. Dies tat ebenso Schirmherrin Regine Sixt in ihrer Ansprache, die mit ihrem Unternehmen und Engagement zahlreiche Projekte unterstützt.


Im Foyer

Schirmherr Botschafter Yoram Ben-Zeev dankte in seiner Rede den Organisatoren und sagte: „Israel hat gute Freunde in Deutschland. Und viele der besten Freunde sind heute hier! Ich hoffe, dass der Israel-Kongress ein fester Bestandteil dieser Freundschaft bleiben wird.“ Besonders der „I like Israel e.V.“-Vorsitzende Sacha Stawski, Initiator und Chef-Organisator des Events, sei es zu verdanken, dass der Kongress so erfolgreich ein zweites Mal stattfinden kann, erklärte Ben-Zeev.


Alle Veranstaltungen waren gut besucht

Sacha Stawski bilanziert nach der facetten-, informations- und erlebnisreichen Veranstaltung, die allen Beteiligten als einmaliges Erlebnis in Erinnerung bleiben wird, dass mit ihr und auch ihrer Planung und Umsetzung dem Ziel der Stärkung der Israelsolidarität auf allen Ebenen, zwischen jüdischen, christlichen, säkularen und politischen Organisationen und ihrer eigenen Motivation, ein Schritt näher gekommen wurde. Seine Begeisterung über die wunderbare Kooperation aller auch für die zukünftige gemeinsame Solidaritätsarbeit wird jedoch auch von großer Sorge begleitet:

„Neben der Hauptbedrohung Israels durch Iran, den Terror und den direkten Vernichtungsdrohungen wächst die Gefahr eines Diffamierungstrends durch immer hemmungslosere Anschuldigungen gegen den jüdischen Staat.“ Er ruft alle Freunde Israels, aber auch die Verfechter von Demokratie und Freiheit und nicht zuletzt Medien und Politik dazu auf, die diesjährige Kongressresolution zu unterstützen.

Den vollständigen Bericht zum Kongress finden Sie hier: http://www.botschaftisrael.de/2011/10/24/der-zweite-deutsche-israelkongress-ein-voller-erfolg/

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Wahrscheinlich Anschlag in Jerusalem


Ein 17-jähriger jüdischer junger Mann wurde am Samstagnachmittag von einem arabischen Mann mit einem Messer angegriffen.

Das Opfer hatte mit einem Freund in dem Jerusalemer Viertel Ramot auf der Straße gesessen, als der Angreifer auf ihn zugekommen war und unvermittelt auf ihn einstach. Der Mann floh anschließend unerkannt. Die Polizei geht von einem nationalistischen Hintergrund aus.

Der Täter wird vor allem in dem naheliegenden Viertel Beit Iksa gesucht. Das Opfer wurde mit einer ernsthaften Verletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand hat sich inzwischen verbessert.

(Jerusalem Post, 23.10.11)

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Shalit und die israelische Öffentlichkeit

Von Fania Oz-Salzberger

Das Abkommen zur Befreiung von Gilad Shalit ist die schwerste Reifeprüfung, die die israelische Gesellschaft zurzeit zu bestehen hat, schwerer noch als die Zeltproteste. Für beide gibt es noch keine Abschlussnote, doch sie deuten auf einen tiefergehenden Prozess des israelischen Erwachsenwerdens hin. In der Mäßigung und Gewandtheit des zivilen Protestes, in dem emotionalen Mut, den die Zustimmung zum Shalit-Abkommen beinhaltet, hat sich Israel nicht nur als die am besten geführte unter den Nationen präsentiert sondern auch als eine der am besten abwägenden und vernünftigsten. Auf jeden Sprayer der "Preisschild-Aktionen" und Moscheen-Anzünder kommen Tausende Menschen, die demokratisch denken und Demokratie praktizieren. Die israelische Regierung steht heute vor einer meinungsstarken, vielstimmigen Öffentlichkeit, die sich auszudrücken weiß. Unabhängig von ihrer Meinung zu den umstrittenen Fragen sind die Israelis heute die aktivste und kommunikativste Zivilgesellschaft der Welt.

Selbstverständlich weckt die Shalit-Affäre nach beiden Seiten starke Emotionen. Doch gerade die rationalen Aspekte des Diskurses sind es, die so spannend sind. Sowohl die Unterstützer als auch die Gegner der Freilassung Tausend verurteilter Terroristen für einen einzigen Soldaten haben gewichtige Argumente. Im Schatten des Sturms der Gefühle, der teilweise auch von Instinkten geleitet wird, wird ein echter, tiefgreifender moralischer Diskurs geführt. Wie es bei solchen Diskursen in der Ideengeschichte der Fall ist, sagen beide Seiten auch sensible Dinge. Hillel und Schamai, Emanuel Kant und John Stuart Mill würden in diese Grundsatzdiskussion hervorragend hineinpassen.

Als Unterstützerin der Entscheidung für den Austausch aus Gründen, die ich aus dem Gesellschaftsvertrag und der zivilgesellschaftlich-republikanischen Tradition ableite, achte ich jene, die das Abkommen aus in anderen philosophischen Auffassungen verankerten Gründen ablehnen. So können sich beispielsweise beide Seiten auf den Utilitarismus berufen. Doch welche Konsequenzen sollten wir bedenken? Die zukünftigen Opfer oder die gesellschaftliche Solidarität? Was ist der Status des einzelnen, ist er ein Ziegelstein einer Mauer oder das Herzstück der Gesellschaft?

Es gibt nicht eine richtige Antwort. Eine tiefgehende Polemik zwischen vielen Teilnehmern wird eine bessere Entscheidung herbeiführen. Das ist es, was die Weisen der Mischna und die Lehrer der Gemara, Marcus Tullius Cicero und John Stuart Mill ungefähr gemeint haben.

Philosophen in Oxford und Princeton diskutieren die Frage nach dem Gewicht der unmittelbaren Lebensgefahr für einen spezifischen Menschen gegenüber einer zukünftigen Lebensgefahr für viele Anonyme. Bei uns ist diese Frage Realität, und ein ganzes Volk beschäftigt sich mit ihr.

Wir können bereits neugierig auf die zukünftigen israelischen Philosophen sein, die neue Kapitel in der Lehre der Moral schreiben, auf Basis der gravierenden Probleme der Gerechtigkeit, die unser Leben für uns bereithält. So war es im antiken Griechenland und im England der Früh-Moderne. Auch die israelische Situation im 21. Jahrhundert verlangt nach einem neuen philosophischen Denken. Eine Philosophie in ihrer drängenden, lebendigen und aktuellen Bedeutung, wie sie es in Griechenland und England war, eine Philosphie, die noch voll von Blut und Schlamm ist, doch kritisch und wohl begründet.

Es treffen so viele Problemstellungen aufeinander: Wie ist die Gewichtung zwischen Individuum und Allgemeinheit? Wofür sollte man sterben und bei was nicht nachgeben, bei was sollte man nachgeben und nicht dafür sterben? Was ist Niederlage, was ist Sieg?

Und es gibt so viele Assoziationen: "Soll ich meines Bruders Hüter sein?", "Dass nicht der Unbeschnittenen Töchter jauchzen."* Und die sich widersprechende Dichotomie von Zeev Jabotinsky: "Im Anfang war die Nation, und im Anfang war der Einzelne".

"Sagt´s nicht zu Gat" gilt für uns nicht mehr. Wir haben´s ja schließlich sogar in Gaza herausgerufen. Und wenn die Töchter der Philister jauchzen und dort auf den Straßen ihre Mörder-Helden umtanzen, dann ist bei uns die Freude mit Trauer vermischt, mit Furcht, doch auch mit einem stillen Stolz.

Denn die Diskussion selbst ist wie eine Ehrenurkunde für diese Gesellschaft. Auch hier hat das Prinzip des Diskussionskreises funktioniert. Es ist sehr wichtig, dass unser Diskurs auf den Straßen Aschkelons der internationalen Medien widerhallt. Es ist ein tiefgreifender und kreativer Diskurs. Auch Fragen von Leben und Tod werden hier beinahe immer mit der Zunge entschieden und nicht mit der Speerspitze. Und dies ist, eigentlich, keine schlechte Antwort auf die Frage, wer gewonnen hat.

* Oz-Salzberger bezieht sich im Folgenden auf 2. Samuel 1,20ff.

(Haaretz, 23.10.11)


(Foto: Beraniki)

Die Autorin ist Professorin für Geschichte an der Universität Haifa. Sie ist die älteste Tochter des Schriftstellers Amos Oz.

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.

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"Hatzalmania" in Leipzig ausgezeichnet

Der Dokumentarfilm "Hatzalmania" ("Life in Stills") von Tamar Tal wurde auf dem 54. Internationalen Dokumentar- und Animationsfilmfestival Leipzig mit der "Talent-Taube für einen herausragenden dokumentarischen Nachwuchsfilm" ausgezeichnet.

Der Film erzählt die Geschichte von Miriam Weissenstein und ihrem Enkel Ben. Er führt das Fotohaus der Großeltern weiter, die von Beginn an den Aufbau des jungen Staates Israel festhielten, in Bildern, die heute weltweit gefeiert werden. Nun soll das Geschäft einem Neubau weichen und die Patronin mit 96 Jahren von vorn anfangen. Es kommt der Moment, da Miriam Weissenstein, eine Frau mit Haaren auf den Zähnen, die alle und jeden ununterbrochen herunterputzt und die man besser nicht zur Feindin haben möchte, kurz davor ist, den Mut zu verlieren…


"Hatzalmania"

In der Begründung der Jury hieß es:

"Ein warmherziger Film, der das Individuum feiert, den einzelnen Menschen, seinen Reichtum und seine Komplexität. Regisseurin Tamara Tal gelingt es, uns die schönsten und spontansten Momente aus dem Leben einer Großmutter zu zeigen sowie Momente eines außerordentlichen Zusammengehörigkeitsgefühls zwischen den Familienmitgliedern. Dadurch wird der Zuschauer selbst schnell zum Familienmitglied.

Der Film zeigt darüber hinaus, dass eine positive Einstellung zum Leben sowie Humor die Ingredienzien sind, die uns am Leben erhalten und uns selbst tragische Momente überwinden lassen."
 
Mehr Informationen unter www.dok-leipzig.de/festival/filmfinder?film=Hatzalmania
und www.lifeinstillsfilm.com/.

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