Dienstag, 03.01.2012
 
 
Missbrauch der Shoah ist ein ernstes Vergehen
 

Demonstration am Samstag (Foto: M. Sellem)

Von Menachem Rosensaft

Die abstoßende Demonstration von Ultraorthodoxen am Samstag in Jerusalem, die gelbe Sterne und nachgemachte KZ-Kleidung trugen, erinnern an die Feststellung Walt Kellys in dem bekannten "Pogo"-Comicstrip: "Wir haben den Feind gesehen, und es sind wir."

"Genauso hat es mit den Nazis angefangen – ganz langsam", erklärte bei der Demonstration ein amerikanischer Yeshiva-Student, der hartnäckig auf seinem Recht beharrte, Frauen und Mädchen diskriminieren und physisch misshandeln zu dürfen.

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(Bank Israel, 03.01.12)



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Tel Aviv – Unter den kreativsten Städten der Welt

Die "Rotman School of Management" untersucht bereits seit 2004 die Faktoren, die das Innovationspotential einer Nation bestimmen.  weiter
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Tel Aviv – Unter den kreativsten Städten der Welt

Die "Rotman School of Management" untersucht bereits seit 2004 die Faktoren, die das Innovationspotential einer Nation bestimmen. Der von ihr entwickelte "Global Creativity Index" konzentriert sich dabei vor allem auf die "drei Ts" Technologie, Talent und Toleranz.

Die "Globe and Mail" hat sich dieses Index´ bedient, um die Zukunft vorherzusagen. Tel Aviv lag dabei ganz vorne unter den ersten fünf Städten, denen laut der Zeitschrift eine blühende Zukunft im Kreativbereich bevorsteht.


Tel Aviv

Besonders beeindruckt haben dabei die vielen "exits" israelischer Startups im letzten Jahr. So gingen etwa "PicApp" und "PicScout" im April 2011 für zusammen 30 Millionen US-Dollar über den Ladentisch, bereits einen Moant später zahlte der amerikanische Chiphersteller "Broadcom" 313 Millionen Dollar für die Firma "Provigent". Google investierte 70 Millionen Dollar in den Kauf von "Snaptu", einem App-Entwickler.

Den vollständigen Artikel (auf Englisch) finden Sie hier: http://www.theglobeandmail.com/report-on-business/rob-magazine/the-worlds-most-creative-cities/article2286363/

(The Globe and Mail, 29.12.12)

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Missbrauch der Shoah ist ein ernstes Vergehen

Von Menachem Rosensaft

Die abstoßende Demonstration von Ultraorthodoxen am Samstag in Jerusalem, die gelbe Sterne und nachgemachte KZ-Kleidung trugen, erinnern an die Feststellung Walt Kellys in dem bekannten "Pogo"-Comicstrip: "Wir haben den Feind gesehen, und es sind wir."

"Genauso hat es mit den Nazis angefangen – ganz langsam", erklärte bei der Demonstration amerikanischer Yeshiva-Student, der hartnäckig auf seinem Recht beharrte, Frauen und Mädchen diskriminieren und physisch misshandeln zu dürfen.

Es muss betonten werden, dass dieser letzte Missbrauch von Symbolen des Holocaust und Nazi-Analogien nicht im leeren Raum entstanden ist. So zeigten etwa 1995 rechte Demonstranten auf Demonstrationen gegen politische Gespräche mit den Palästinensern Fotomontagen von Ministerpräsident Yitzhak Rabin in Naziuniform. Im Dezember 2004 verglichen Siedler die Entscheidung von Ministerpräsident Ariel Sharon, die Siedlungen im Gazastreifen zu räumen, mit dem Holocaust und kündigen an, sie würden von nun an orangene Davidsterne tragen (Orange war die Farbe der Protestbewegung gegen die Räumungen).


Demonstration am Samstag (Foto: M. Sellem)

Acht Monate später sahen sich Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) in Kerem Atzmona im Gazastreifen mit jüdischen Kindern konfrontiert, die einen Davidstern auf der Brust trugen und so Bilder von Juden evozierten, die von den Nazis in den Tod geschickt wurden.

Doch Nazi-Vergleiche stellt nicht nur die politische Rechte an. Im letzten Mai sprayte eine Gruppe von linken israelischen, palästinensischen und polnischen Aktivisten die Worte "Befreit alle Ghettos" auf Hebräisch und "Free Gaza and Palestine" auf Englisch auf die Überreste des Warschauer Ghettos.

Weiter geht es auf unserer Website: http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Kommentare/Pages/Missbrauch-der-Shoah-ist-ein-ernstes-Vergehen.aspx

(Jerusalem Post, 03.01.12)

Der Autor ist Lehrbeauftragter für Jura an der Cornell Law School. Seine Eltern sind Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen. Er ist Vizepräsident des "American Gathering of Jewish Holocaust Survivors and Their Descendants"

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.

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"Grunis-Gesetz" verabschiedet

Am Montag wurde in zweiter und dritter Lesung in der Knesset das sogenannte "Grunis-Gesetz" verabschiedet. Das Gesetz ändert die Mindestdienstzeit, die dem Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes bei seiner Ernennung noch bis zu seiner Pensionierung bleibt.


Asher Grunis (Foto: D. Belilty)

Bisher musste der Vorsitzende des Obersten Gerichts sich bei Amtsantritt mindestens drei Jahre vor der Pensionierung befinden. Das Höchstalter für die Pensionierung liegt bei 70 Jahre. Der Wunschkandidat der Regierung, Asher Grunis, wird jedoch bereits wenige Monate vor Beendigung einer möglichen dreijährigen Amtszeit seinen siebzigsten Geburtstag feiern.

(Ynet, 03.01.12)

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Israel unterstützt Chile bei Wiederaufforstung nach Brand

Das Außenministerium hat heute erklärt, mit Experten und Setzlingen bei der Wiederaufforstung des "Torres des Paine National Park" in Chile helfen zu wollen, der durch ein Feuer beschädigt worden war.

"Israel hat im vergangenen Jahr mit dem Karmel-Brand ein ähnliches Unglück erlebt, und die schmerzhafte Erinnerung lässt uns besonders an diesem gemeinsamen Schicksal teilhaben", erklärte der Sprecher des Außenministeriums. "Die tiefe Freundschaft, die das israelische Volk für Chile fühlt, ist stärker denn je zuvor. Aus diesem Grund sind wir daran interessiert, eine Delegation von Forstexperten zu entsenden, die ihren Kollegen auf dem Weg, auf dem sie können, assistieren sollen".

Das Feuer im "Torres des Paine National Park" war letzte Woche ausgebrochen. Ein israelischer Tourist ist verdächtig, für das Feuer verantwortlich zu sein. Daraufhin hatten chilenische Politiker Forderungen nach Entschädigungszahlungen erhoben.

(Ynet, 03.01.12)

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Israelische Forscher entwickeln Pestizid auf Ölbasis

Israelische Forscher haben einen Durchbruch erzielt: Sie haben ein pflanzliches, öl-basiertes, umweltfreundliches Pflanzenschutzmittel entwickelt.

Shmuel Gan-Mor, Leiter des Forschungsteams am Volcani-Institut, erklärte: "Das multispektrale Spray wirkt gegen Krankheiten, Insekten, Pilzbefall und Schädlinge wie Milben, Blattläuse und Mehltau."


Nicht nur schmackhaft im Salat (Foto: Shutterstock)

Neben dem offensichtlichen Vorteil einer fehlenden Gesundheitsgefährdung zeichnet sich das Mittel auch durch eine lange Haltbarkeit und vor allem niedrige Kosten aus: Die Herstellung kostet weniger als einen US-Dollar pro Liter.

Anwendbar ist das Mittel bei Gemüse wie Tomaten, Zucchini und Paprika aber auch Getreide einschließlich Weizen und Hafer.

(Ynet, 31.12.11)

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