Mittwoch, 25.01.2012
 
 
Zwanzig Jahre israelisch-chinesische Beziehungen
 

Unterzeichnung des Abkommens 1992 (Foto: GPO)

Israel und China haben am Dienstag den zwanzigsten Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen begangen. Am 24. Januar 1992 unterzeichneten die damaligen Außenminister David Levy und Qian Qishen das Abkommen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten.

China, zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates, ist für Israel seitdem ein sehr wichtiger Partner geworden. Doch die Beziehungen zwischen Israel und China gehen sehr viel weiter zurück als 20 Jahre – bereits vor tausend Jahren sind jüdische Händler aus Zentralasien über die Seidenstraße in die Stadt Kaifeng gelangt und haben dort eine Heimat gefunden.

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Fahrt zur Ausstellung "Kibbuz und Bauhaus" in Dessau

18. März
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(Bank Israel, 25.01.12)



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Peres empfängt Ashton

Präsident Peres hat die Hohe Kommissarin für Außen- und Sicherheitspolitik der EU zu einem Arbeitstreffen empfangen.  weiter
Prosor: Sicherheitsrat muss bei Iran-Embargo nachziehen

Ron Prosor, Botschafter Israels bei den UN, hat bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Situation im Nahen Osten eine Rede gehalten.  weiter
 
 


Zwanzig Jahre israelisch-chinesische Beziehungen

Israel und China haben am Dienstag den zwanzigsten Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen begangen. Am 24. Januar 1992 unterzeichneten die damaligen Außenminister David Levy und Qian Qishen das Abkommen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten.

China, zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates, ist für Israel seitdem ein sehr wichtiger Partner geworden. Doch die Beziehungen zwischen Israel und China gehen sehr viel weiter zurück als 20 Jahre – bereits vor tausend Jahren sind jüdische Händler aus Zentralasien über die Seidenstraße in die Stadt Kaifeng gelangt und haben dort eine Heimat gefunden.

Auch während schwieriger Zeiten in der jüdischen Geschichte hat China Juden Zuflucht geboten – während der Verfolgungen und Pogrome in Russland Ende des 19. Jahrhunderts und während der russischen Revolution, doch auch später während des Zweiten Weltkrieges, als 30.000 jüdische Flüchtlinge aus Europa in Shanghai aufgenommen wurden.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und China erleben in den letzten Jahren eine ständige Vertiefung. China ist für Israel zum drittgrößten Exportmarkt geworden, und der bilaterale Handel wächst bereits im siebten Jahr in Folge.


Unterzeichnung des Abkommens 1992 (Foto: GPO)

Neben der Botschaft in Beijing und den Konsulaten in Shanghai und Hong Kong hat Israel vor zwei Jahren ein drittes Konsulat in der südchinesischen Stadt Guangzhou eröffnet.

Beide Länder begehen den zwanzigsten Geburtstag mit Veranstaltungen im kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereich.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte: "Jahrtausende alte Gesellschaften gewährleisten eine starke Basis für zukünftige Kooperationen auf vielen Feldern. Ich glaube, dass Israel und China gemeinsam für den Frieden im Nahen Osten handeln können.

Es hat mich gefreut zu hören, dass China begonnen hat, weniger Öl vom Iran zu erwerben. […] Ich glaube, dass es möglich ist, iranisches Öl zu ersetzen, und ich hoffe, dass die chinesische Führung sich den europäischen Staaten anschließen und schnell handeln wird, um den Erwerb iranischen Öls ganz einzustellen."

(Außenministerium des Staates Israel, 24.01.12)

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Peres empfängt Ashton

Präsident Shimon Peres hat am Dienstag in seiner Residenz in Jerusalem die Hohe Kommissarin für Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Lady Catherine Ashton, zu einem Arbeitstreffen empfangen.

Zu Beginn des Treffens erklärte Peres zum  europäischen Öl-Embargo gegen den Iran: "Wir schätzen die jüngsten Resolutionen der EU. Ich verstehe, dass Sie diesen Prozess angeführt haben, und ich hoffe, er wird Früchte tragen. Alles, was früh und friedlich unternommen werden kann, ist besser als spät und gefährlich. Wir fühlen uns durch diesen Schritt sehr ermutigt und schätzen diesen Erfolg sehr, doch er löst nicht unser Problem."


Ashton und Peres (Foto: GPO)

Peres erklärte, da der Iran so häufig nur in Zusammenhang mit der Bombe gesehen werde, gerate häufig in Vergessenheit, dass er auch ein Zentrum des Terrors sei. Iran versorge die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon mit Waffen.

Ashton erklärte: Die Sanktionen "bedeuten, dass die Europäische Union zusammen steht und eine klare Botschaft an die Regierung des Irans sendet, dass wir zu Verhandlungen zurückkehren wollen und dass wir sie einladen, die Themen wieder aufzunehmen, die wir vor einem Jahr in Istanbul begonnen haben. "

(Präsidialamt, 24.01.12)

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Prosor: Sicherheitsrat muss bei Iran-Embargo nachziehen

Ron Prosor, der Botschafter des Staates Israel bei den Vereinten Nationen, hat am Dienstag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Situation im Nahen Osten eine Rede gehalten. Er betonte die Bedrohung durch einen nuklearen Iran und drängte die internationale Gemeinschaft, aktiv zu werden.

„Der jüngste IAEA-Bericht hat deutlich gemacht, dass der Iran an einem Atomwaffenprogramm arbeitet […] Nur der Druck einer vereinten internationalen Gemeinschaft kann den Iran in seinen nuklearen Bestrebungen aufhalten. […] Israel möchte die jüngsten Schritte der USA, der EU und anderer Staaten in dieser Hinsicht lobend erwähnen. Diese wichtigen Schritte müssen anhand ihrer Ergebnisse bewertet werden. Es ist an der Zeit, dass der Rest der internationalen Gemeinschaft und der UN-Sicherheitsrat sich diesen Bemühungen anschließen.“

Zum Thema Friedensprozess mit den Palästinensern erklärte Prosor: „Das größte Hindernis für den Frieden sind nicht die Siedlungen. Das größte Hindernis für den Frieden ist das so genannte ‚Recht auf Rückkehr‘. […] Sie werden nie einen Vertreter der Palästinenser von ‚zwei Staaten für zwei Völker‘ sprechen hören.“


Die Sitzung im Sicherheitsrat (Foto: UNO)

„Die Weigerung der Palästinenser, Israel als einen jüdischen Staat anzuerkennen, geht Hand in Hand mit einer Kultur der Aufhetzung in Moscheen, Schulen und den Medien. […] Ich rede dabei nicht nur von der Hamas im Gazastreifen, sondern auch von der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland, wo man keine Straße entlang gehen kann, ohne Terroristen und der Glorifizierung des Terrorismus zu begegnen“, so Prosor weiter.

„Der Weg zum Frieden ist klar. Die Internationale Gemeinschaft muss den Palästinensern unmissverständlich klar machen, dass unilaterales Vorgehen zu nichts führt und dass direkte Verhandlungen der einzige Weg nach vorne sind.“

„Jeder, der behauptet, die Hamas sei ein Partner für Frieden, sollte einmal den Gazastreifen besuchen. Das Gebiet ist weiterhin eine Abschussrampe für Raketen gegen israelische Zivilisten und Städte. Im vergangenen Jahr wurden 700 Raketen auf Israel abgefeuert, das sind durchschnittlich zwei Raketen pro Tag. […] Doch der UN-Sicherheitsrat hat noch nicht die Zeit oder den Willen gefunden, eine einzige Silbe der Verurteilung dieser Angriffe zu formulieren. Diese Stille ist betäubend. Keine Bevölkerung sollte unter einer solchen Terrorbedrohung leben müssen. Und von keiner Regierung sollte man erwarten, angesichts solcher Gewalt untätig danebenzustehen“, erklärte Prosor.

(Außenministerium des Staates Israel, 25.01.12)

Zur vollständigen Rede (auch als Video) auf Englisch: http://www.mfa.gov.il/MFA/Foreign+Relations/Israel+and+the+UN/Speeches+-+statements/Amb_Prosor_addresses_UN_Security_Council_24-Jan-2012.htm

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"Footnote" für Oscar nominiert

Der israelische Film "Footnote" ist für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. Das gab die Academy for Motion Pictures am Dienstag bekannt.

"Footnote", ein Film über die Konkurrenz zwischen Vater und Sohn, die beide Talmud-Gelehrte sind, hatte bereits in Cannes den Preis für das beste Drehbuch gewonnen.


Die "Footnote"-Crew in Cannes (Foot: Getty Images)

Für den Regisseur des Films, Joseph Cedar, ist es nicht die erste Oscar-Nominierung: Sein Film "Beaufort" war bereits 2007 nominiert.

"Footnote" tritt gegen "Nader und Simin – Eine Trennung" aus dem Iran, den belgischen Film "Bullhead", "In Darkness" aus Polen und den kanadischen "Monsieur Lazhar" an.

Die Oscars werden am 26. Februar verliehen.

(Ynet, 24.01.12)

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Events

Fahrt zur Ausstellung "Kibbuz und Bauhaus" in Dessau

Die Stiftung Bauhaus Dessau zeigt eine Ausstellung über die Kibbuz-Bewegung. Viele der sie prägenden Planer und Pädagogen kamen aus Europa, einige ihrer Architekten ließen sich am Bauhaus aus- oder weiterbilden. Nach ihrer Emigration aus NS-Deutschland legten sie den Grundstein der modernen Architektur in Israel. Der soziale Anspruch des Neuen Bauens wurde in den Kibbuzim in einmaliger Form verwirklicht.

Der Verein Givat Haviva Deutschland e.V. bietet am 18. März einen Tagesausflug zu der Ausstellung nach Dessau an.

Das Programm:
10:00 Abfahrt ab Berlin
Führung Jüdisches Dessau, ca. 90 min
Kleines Lunch-Buffet
Ausstellungsbesuch mit Führung und Kommentar durch Prof. Eli Zur (in leicht verständlichem Englisch, bei Bedarf wird übersetzt)
Ca. 17:30 Ankunft in Berlin

Unkostenbeitrag: Erwachsene 30,-, Schüler/Studierende 25,-

Anmeldung und nähere Informationen: elson@givat-haviva.net
Oder telefonisch: 030-93620140 (Mo-Fr 9.00 – 17.00 Uhr)

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