Donnerstag, 26.01.2012
 
 
Internationaler Holocaust-Gedenktag: Erinnerung und Lehre
 

Von Silvan Shalom

Der Beschluss der UN-Generalversammlung vor mehr als sechs Jahren, den Vorschlag Israels zur Einführung eines internationalen Gedenktages für die Opfer der Shoah anzunehmen, war ein einzigartiger Moment in der Geschichte der Vereinten Nationen. Die Einführung des internationalen Holocaustgedenktages erteilt jeder Form der Holocaustleugnung eine eindeutige Absage. Sie ist eine Ermutigung für Staaten, die Konzentrations- und Vernichtungslager auf ihrem Staatsgebiet als Gedenkstätten zu bewahren und das Auftreten von Fremdenhass und Gewalt gegen Andere aus ethnischen oder religiösen Motiven nicht zu dulden.

Der internationale Gedenktag für die Opfer der Shoah wird in Parlamenten und Schulen weltweit mit offiziellen Gedenkveranstaltungen begangen. Es ist wichtig, dass die Erinnerung an die Shoah und die Opfer auch in den kommenden Generationen bewahrt wird. Unsere Kinder müssen zu einem weiteren Glied in der Kette der Erinnerung werden, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

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1 € - 4.9466 NIS (0.871%)
1 CHF - 4.0978 NIS (0.921%)
1 £ - 5.9029 NIS (0.097%)
1 $ - 3.7640 NIS (-0.660%)

(Bank Israel, 26.01.12)



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11-Jahres-Rekord bei Hightech-Investitionen

Investoren haben 2011 insgesamt 2,14 Milliarden US-Dollar in 546 israelische oder mit Israel verbundene Hightech-Firmen investiert.  weiter
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11-Jahres-Rekord bei Hightech-Investitionen

Israelische und ausländische Investoren haben 2011 insgesamt 2,14 Milliarden US-Dollar in 546 israelische oder mit Israel verbundene Hightech-Firmen investiert. Dies zeigt ein Bericht des "Israel Capital Venture Research Center (IVC).


(Foto: Ynet)

Es handelt sich um die höchste Summe an Investitionen seit dem Dot-Com-Crash 2001. Die Zahl ist umso beeindruckender, als es sich um einen Zuwachs von 70% gegenüber 2010 und von 91% gegenüber 2009 handelt.

Die durchschnittliche Investition pro Firma betrug damit 3,92 Millionen US-Dollar, im Gegensatz zu 3,23 Millionen 2010 und 2,51 Millionen 2009.

(Ynet, 26.01.12)

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Internationaler Holocaust-Gedenktag: Erinnerung und Lehre

Von Silvan Shalom

Der Beschluss der UN-Generalversammlung vor mehr als sechs Jahren, den Vorschlag Israels zur Einführung eines internationalen Gedenktages für die Opfer der Shoah anzunehmen, war ein einzigartiger Moment in der Geschichte der Vereinten Nationen. Die Einführung des internationalen Holocaustgedenktages erteilt jeder Form der Holocaustleugnung eine eindeutige Absage. Sie ist eine Ermutigung für Staaten, die Konzentrations- und Vernichtungslager auf ihrem Staatsgebiet als Gedenkstätten zu bewahren und das Auftreten von Fremdenhass und Gewalt gegen Andere aus ethnischen oder religiösen Motiven nicht zu dulden.

Der internationale Gedenktag für die Opfer der Shoah wird in Parlamenten und Schulen weltweit mit offiziellen Gedenkveranstaltungen begangen. Es ist wichtig, dass die Erinnerung an die Shoah und die Opfer auch in den kommenden Generationen bewahrt wird. Unsere Kinder müssen zu einem weiteren Glied in der Kette der Erinnerung werden, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Als Außenminister Israels zu der Zeit, als die Entscheidung in der UNO verabschiedet wurde, hat mich diese Entscheidung sehr bewegt. Ich fühlte damals wie auch heute noch, dass sich ein Kreis geschlossen hatte und wir einen wichtigen Erfolg erzielt  hatten.  Ich nahm an der Sondersitzung der Generalversammlung zum Thema Shoah teil und habe, gemeinsam mit dem damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan, die Ausstellung zum Vernichtungslager Auschwitz eingeweiht, die bei den Vereinten Nationen gezeigt wird. Mir war klar, dass dieser Schritt eine wichtige Aussage enthält, die nicht nur die Vergangenheit des jüdischen Volkes betrifft sondern auch – und das ist nicht weniger wichtig – Einfluss auf seine Zukunft haben wird.

Die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft scheint beinahe selbstverständlich. Der Hass gegen Juden überhaupt und der Hass gegen Israel im Besonderen sind auch heute in der Welt präsent. Im Laufe der Jahre ändert sich das Umfeld, die Sprache wird angepasst und die Umstände sind andere – doch der gemeinsame Nenner bleibt immer erkennbar. Es sind derselbe Hass, dieselbe fanatische Rhetorik wie damals, als wir Zeugen dessen wurden, wohin sie führen können.

Der Antisemitismus ist und bleibt ein schreckliches Übel. Es scheint, als hätten viele in der freien Welt schon verstanden, dass dieser Hass, der so böse ist, nicht länger nur ein Problem des jüdischen Volkes und des Staates Israel ist. Jeder Bürger der westlichen Welt ist letztendlich ein Feind dieses zerstörerischen Geistes, und aus diesem Grund sollte jede Nation der freien Welt die Gefahr dieses Übels mit all ihren schwerwiegenden Konsequenzen für unsere Zukunft erkennen.

Nicht nur am offiziellen internationalen Gedenktag, sondern an allen Tagen des Jahres sind die Nationen der Welt verpflichtet, der schrecklichen und unbegreiflichen Ereignisse des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Nur eine Nation, die die Erinnerung an die Schrecken der Shoah bewahrt, an die Säuglinge, Kinder und Alten, an Frauen und Männer, die gefoltert und ermordet, die bei lebendigem Leib verbrannt wurden – nur eine Nation, die all das nicht vergisst, kann im Ernstfall so handeln, wie es angesichts dieses Weges des Hasses und der Hetze auch im 21. Jahrhundert notwendig ist.

Unsere Verpflichtung als Juden für das Gedenken an die Ereignisse der Shoah ist ein untrennbarer Teil unseres Seins, unseres genetischen Codes. Nur wenn wir uns weiterhin erinnern, können wir hoffen, dass wir alles uns Mögliche tun, um sicherzustellen, dass jene, die der Hölle entkommen sind und ihre Nachkommen in einer besseren Welt leben können.

(Yisrael Ha-Yom, 26.01.12)

Der Autor ist Minister für regionale Zusammenarbeit und für die Entwicklung des Negev und Galiläas

Diesen Text finden Sie auch auf unserer Website unter: http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Kommentare/Pages/Erinnerung-und-Lehre.aspx

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Bürgermeisterin von Herzliya auf Antrittsbesuch in Leipzig

Seit September 2011 sind Leipzig und Herzliya Partnerstädte, nun besucht Herzliyas Bürgermeisterin Yael German die sächsische Metropole. Eine siebenköpfige Delegation unter Germans Leitung hält sich auf Einladung ihres Amtskollegen Burkhard Jung in der Stadt auf.

Während des Besuchs traf und trifft die Bürgermeisterin viele engagierte Bürger Leipzigs, die sich um die Freundschaft beider Städte verdient gemacht haben: den Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Herzliya, Betreuer von Jugendaustauschprogrammen, Künstler und Vertreter der jüdischen Gemeinde.

Einer der Höhepunkte des Besuchs waren der Eintrag Germans in das Goldene Buch der Stadt Leipzig sowie ihre Rede vor dem Rat der Stadt.


Jung und German beim Eintrag in das Goldene Buch (Foto: Stadt Leipzig)

Hier hob sie hervor: "Diese Partnerschaft erfüllt uns mit Stolz – auf menschlicher, nationaler und kommunaler Ebene." Menschlich sei es wichtig, die Vergangenheit nicht zu vergessen und gleichzeitig in die Zukunft zu blicken. National müsse man trotz einseitiger Meldungen immer die Bedrohung Israels sehen. "Ich betone, dass sich unser Land nach Frieden sehnt." Sie zeigte dies in ihrer Rede am Beispiel Gilad Shalits auf: "Welches Land, das nicht für Frieden steht, hätte über 1.000 Terroristen freigelassen, um einen Sohn nach Hause zu holen?" Kommunal freue sie sich auf die vielen Dinge, die Leipzig und Herzliya voneinander lernen könnten. "Eine Bereicherung auf vielen Gebieten."

Auch Oberbürgermeister Jung hob diese für seine Stadt sehr besondere Partnerschaft hervor, auf die seit 2006 stetig hingearbeitet worden war.

Weitere Programmpunkte der israelischen Delegation sind der Besuch der jüdischen Gemeinde, ein Austausch mit Schülerinnen und Schülern, Unternehmensgespräche sowie die Teilnahme an den Feierlichkeiten anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages.

(Botschaft des Staates Israel, 25.01.12)

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Technion entwickelt Minisatelliten-Formation

Forscher des Technion planen den Bau einer Formation von drei Nano-Satelliten mit einem Gewicht von jeweils nur drei bis sechs Kilogramm.

Prof. Pini Gurfil, Leiter des Projekts, erklärte zu dem Vorhaben: "Dies ist das erste Mal weltweit, dass Forscher den Versuch unternehmen, drei Satelliten gemeinsam in einer kontrollierten Formation ins All zu senden. Bis heute war das nicht möglich, aufgrund von Größe und Gewicht der Satelliten und des Problems, dass man nicht mehrere in einer fixen Formation entsenden konnte, die dann für längere Zeit in dieser Formation im Weltall bleiben."


(Modell: Technion)

Die Entwicklung soll 2015 abgeschlossen sein. Das Technion hat aber bereits jetzt große Erfolge in der Entwicklung von Satelliten erzielt, deren Größe die eines Kühlschranks nicht übersteigen und damit deutlich billiger sind, als die in den USA oder Europa entwickelten größeren Pendants.

Ziel des Projekts ist es zunächst zu beweisen, dass die Satelliten in einer Höhe von 600 Kilometern während eines Jahres ihre Formation beibehalten können. Jeder der Satelliten ist dabei mit einem Bewegungssystem ausgestattet, das dabei helfen soll, ihn für längere Zeit im Weltall zu halten.

Sollte das Experiment gelingen, sollen die Nano-Satelliten vor allem zum Auffinden vermisster Personen genutzt werden.

(Jerusalem Post, 26.01.12)

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