Freitag, 27.01.2012
 
 
Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag
 

Plakatwettbewerb Yad Vashem "Keeping the Memory Alive"
Heute wird weltweit der Opfer der Shoah gedacht. Der diesjährige Internationale Holocaust-Gedenktag legt den Fokus auf das Thema Kinder im Holocaust. 1.5 Millionen Kinder wurden während der Shoah ermordet. Einigen gelang es, sich zu verstecken, einige fanden dank Kindertransporten Zuflucht in anderen Ländern.

Die Rettung war jedoch die Ausnahme: Viele Kinder dienten in den Vernichtungslagern als Versuchsobjekte für grausame pseudo-medizinische Experimente, andere wurden entweder sofort vergast oder es drohte ihnen Zwangsarbeit bis zum Tod durch Erschöpfung. Vor allem kleine Kinder wurden gleich nach Ankunft in den Lagern in den Tod geschickt. 

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1 € - 4.9406 NIS (-0.121%)
1 CHF - 4.0928 NIS (-0.122%)
1 £ - 5.9165 NIS (0.230%)
1 $ - 3.7680 NIS (0.106%)

(Bank Israel, 27.01.12)



Gewitter und Regen
 
Jerusalem: 5/9°C
Tel Aviv: 10/16°C
Haifa: 10/15°C
Be’er Sheva: 8/15°C
Ein Gedi: 12/18°C
Eilat: 10/21°C




[UEBERSCHRIFT]
 
 


Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

70 Jahre – Ein Menschenleben

Der Gesandte und Geschäftsträger der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Emmanuel Nahshon, hat zum heutigen Internationalen Holocaust-Gedenktag einen Gastbeitrag für die Tageszeitung "Frankfurter Rundschau" geschrieben.

In den Beitrag heißt es unter anderem:

"[…] In den Jahren 2003 bis 2015 gedenken wir einer Reihe von Ereignissen, die den Titel ´70 Jahre…´ tragen und damit den Zeitraum abbilden, der seit den zwölf dunklen Jahren zwischen 1933 und 1945 bis heute vergangen ist.

Im Judentum hat dieser Zeitraum von 70 Jahren eine besondere Bedeutung. […] 70 Jahre stehen laut unserer historischen Überlieferung für ´ein Menschenleben´. […]

Ein Menschenleben ist vergangen seit den dunkelsten Stunden in der Geschichte der Menschheit. Die große Mehrheit der Zeugen und der Opfer der Shoa ist nicht mehr unter uns. Schon bald, in einigen Jahren, wird niemand mehr sagen können ´Ich war dort´, ´Ich habe es gesehen´. Diese Tatsache lädt eine immense Verantwortung auf die Schultern der jüngeren Generationen – in Israel, in Deutschland und anderswo auf der Welt. […] Respekt und Dialog sollten der gemeinsame Nenner all dieser Taten der Erinnerung sein.

[…]

Jedes Mal, wenn wir an einen Namen erinnern und ihn laut aussprechen, ist das eine Ehrerweisung. Wichtig ist dies nicht ausschließlich für das ermordete Opfer, noch wichtiger ist es vielleicht für uns selbst – für uns Juden als Nachkommen der Ermordeten, für die Deutschen und auch für die schwere Verantwortung, die wir gemeinsam tragen.

Einige wenige Deutsche haben in jenen dunklen Jahren den Mut gefunden, sich anders zu verhalten als die große Mehrheit ihrer Mitbürger. […] Sie haben den Lauf der Dinge nicht verändert, doch wir in Israel ehren sie als Helden – sie sind die ´Gerechten unter den Völkern´.

Es ist interessant, dass die meisten von ihnen einfache, bescheidene Menschen waren, nicht reich, berühmt oder mächtig. Sie handelten entsprechend ihrer tiefen moralischen Überzeugung. Sie betrachteten sich selbst nicht als außergewöhnliche Menschen – und doch sind sie es. In Zeiten des moralischen Bankrotts, des Fanatismus und des Hasses wird die Verteidigung fundamentaler menschlicher Werte zur Ausnahme. […]

Ein Menschenleben ist vergangen. Israel und Deutschland sind Freunde und Verbündete. Wir gestalten gemeinsam die Zukunft. Wir kooperieren in der Wissenschaft und Technologie. Wir kreieren gemeinsam Kultur und Kunst. Wir teilen dieselben Werte. Wir sind uns in vielem einig. Manchmal gehen unsere Meinungen auseinander. Am wichtigsten ist, dass wir die offenen Wunden der Vergangenheit respektieren und darauf basierend einen Dialog führen, der einen wichtigen Teil unserer Identitäten ausmacht. […]"

Den vollständigen Beitrag Emmanuel Nahshons in der Frankfurter Rundschau finden Sie hier: http://www.fr-online.de/meinung/gastbeitrag-70-jahre----ein-menschenleben,1472602,11521346.html

Die Rede von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu zum Internationalen Holocaust-Gedenktag (in englischer Übersetzung) finden Sie hier: http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/PMSpeaks/speechshoa240112.htm

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Wochenende: Berliner Kunst in Tel Aviv


Norbert Bisky: Schwarzmaler

Seit letztem Samstag stellt das Museum Tel Aviv im Helena Rubinstein Pavillon in einer Ausstellung mit dem Titel "Ani Berlinai"(Ich bin ein Berliner) Gegenwartskunst aus der deutschen Hauptstadt vor.

Mehr unter: http://www.tamuseum.com/en/about-the-exhibition/i-am-a-berliner

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Israel gratuliert Ägypten zur Bildung des neuen Parlaments

Israel hat Ägypten zur ersten Sitzung des neugewählten Parlaments gratuliert. In einer Nachricht des Außenministerium heißt es:

"Zur Eröffnungssitzung des ägyptischen Parlaments am 23. Januar gratuliert Israel dem ägyptischen Volk zu seinen Bemühungen für Freiheit, Demokratie und wirtschaftlichen Aufschwung.

Wir übermitteln dem neuen Parlament hiermit unsere Wünsche für konstruktive und fruchtbare Arbeit zum Wohle der ägyptischen Bevölkerung.

Wir vertrauen darauf, dass Ägypten weiterhin die Bedeutung von Frieden und Stabilität in unserer Region anerkennen wird."

(Außenministerium des Staates Israel, 26.01.12)

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Peres in Davos

Präsident Shimon Peres hat am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesprochen. Auf einem Panel, an dem auch der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Salam Fayyad teilnahm, lobte der Präsident die palästinensischen Fortschritte im Statebuilding.

Peres trat weiterhin für eine Fortsetzung der Verhandlungen ein. Dem widersprach dagegen Fayyad, der den Prozess für gescheitert erklärte.


Fayyad und Peres in Davos (Foto: AFP)

Die einzige Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt seien zwei Staaten für zwei Völker, so Peres, der in seiner späteren Rede vor allem vor der Bedrohung durch den Iran warnte. Er forderte Europa auf, Teheran mit noch härteren Sanktionen zu belegen. Die internationale Gemeinschaft müsse dem iranischen Einfluss im Nahen Osten ein Ende setzen.

Der Präsident erklärte, der Iran habe den Gazastreifen in eine Basis für Raketenangriffe gegen Israel verwandelt und die durch den Iran unterstützte Hisbollah beinahe zur Zerstörung des Libanon geführt. Der Iran, so Peres, sei der einzige Staat der Welt, der offen zur Vernichtung eines anderen Landes – Israel – aufrufe.

(Ynet, 27.01.12)

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