Donnerstag, 28.06.2012
 
 
Lieberman verurteilt antisemitische Rede des iranischen Vizepräsidenten
 

Minister Lieberman (Foto: Archiv/GPO)

Die Tatsache, dass noch immer Repräsentanten der UN und europäischer Staaten Konferenzen in Teheran besuchten, wo antisemitische Bemerkungen schlimmster Art gemacht würden, legitimiere das Regime der Ayatollahs im Iran, das eine echte Gefährdung für den Weltfrieden darstelle, so Außenminister Avigdor Lieberman.

Lieberman reagierte damit auf eine antisemitische Rede des iranischen Vizepräsidenten Mohammad-Reza Rahimi, die dieser auf einer internationalen Anti-Drogen-Konferenz in Teheran gehalten hatte. Darin machte er das Judentum für den internationalen illegalen Drogenhandel verantwortlich.

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(Bank Israel, 28.06.12)



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Geld, Emotionen und Evolution verlieren

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Geld, Emotionen und Evolution verlieren

Finanzieller Verlust kann irrationales Verhalten hervorrufen. Wissenschaftler des Weizmann Instituts haben nun enthüllt, dass die Auswirkungen von Verlust sogar noch tiefer gehen:

Verlust kann unsere Ersteindrücke beeinträchtigen und unser Verständnis der realen Situation stören. Diese Erkenntnisse, die kürzlich im Journal of Neurosciences veröffentlicht wurden, könnten auch Implikationen für unser Verständnis neurologischer Mechanismen haben, die zu den posttraumatischen Stresssymptomen zählen.

Die Studie wurde von Dr. Rony Paz und seinem Studenten Offir Laufer aus dem Fachbereich Neurobiologie durchgeführt. Die Testpersonen wurden einem Lernprozess, der auf klassischer Konditionierung basierte und Geld involvierte, unterzogen. Sie mussten verschiedene Serien von Tönen, die aus drei verschiedenen Noten bestanden, anhören. Wenn sie eine Note hörten, wurde ihnen mitgeteilt, dass sie eine bestimmte Summe verdient haben. Nach einer zweiten Note sagte man ihnen, dass sie einen Teil ihres Geldes verloren haben. Nach einer dritten Note wurden sie informiert, dass ihr Bankkonto auf demselben Stand geblieben ist.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Testpersonen bei Noten, die Geldgewinn oder zumindest keinen Geldverlust bedeuteten, mit der Zeit ihre Lernfähigkeiten verbesserten und die einander ähnelnden Noten besser unterscheiden konnten. Hörten sie jedoch die „Geldverlust-Note“, wurden sie beim Unterscheiden der Noten schlechter.

Funktionelle MRI-Scans (fMRI) der Gehirnregionen, die in den Lernprozess involviert sind, zeigten auch einen emotionalen Aspekt: Die Amygdala, die mit Emotionen und Belohnung zu tun hat, war stark beteiligt.

Die Forscher bemerkten dabei auch Aktivität in einer anderen Region im Vorderhirn, welches die emotionale Reaktion abschwächt. Die Testpersonen, die eine stärkere Aktivität in dieser Region vorwiesen, wurden schlechter beim Unterscheiden der einzelnen Töne.

Paz erklärt dazu: „Die evolutionären Ursprünge dieses Verwischens unserer Fähigkeit zum Unterscheiden sind positiv: Wenn die beste Reaktion auf das Knurren eines Löwens schnelles Wegrennen ist, dann wäre es in der Tat kontraproduktiv zu versuchen, Unterschiede zwischen den einzelnen Knurrtönen zu suchen.

Ein ähnlich klingender Ton sollte uns zum Wegrennen veranlassen, ohne dass wir lange darüber nachdenken. Allerdings kann dieser selbe Verwischungsmechanismus auch heute in Stresssituationen aktiviert werden, die nicht lebensbedrohlich sind – wie etwa beim Verlust von Geld – und das wiederum kann uns schaden.“

Der Schaden kann sogar ziemlich ernsthaft sein: So kann er z.B. zu post-traumatischen  Stresssymptomen führen. Wenn die Leidtragenden nicht imstande sind, zwischen einem Reiz, der eine panische Reaktion hervorruft, und einem ähnlichen, nicht bedrohlichen Reiz zu unterscheiden, können sie starke emotionale Reaktionen in unangebrachten Situationen erleben. Dieses perzeptuelle  Verwischen könnte sogar über einen bestimmten Zeitraum andauern und eine breite Spannweite von Reizen einschließen.

Paz beabsichtigt in Zukunft, diese Möglichkeit in einer Forschungsstudie zu untersuchen.

(Weizman Institut für Wissenschaft, 24.06.12)

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Lieberman verurteilt antisemitische Rede des iranischen Vizepräsidenten

Die Tatsache, dass noch immer Repräsentanten der UN und europäischer Staaten Konferenzen in Teheran besuchten, wo antisemitische Bemerkungen schlimmster Art gemacht würden, legitimiere das Regime der Ayatollahs im Iran, das eine echte Gefährdung für den Weltfrieden darstelle, so Außenminister Avigdor Lieberman.

Lieberman reagierte damit auf eine antisemitische Rede des iranischen Vizepräsidenten Mohammad-Reza Rahimi, die dieser auf einer internationalen Anti-Drogen-Konferenz in Teheran gehalten hatte. Darin machte er das Judentum für den internationalen illegalen Drogenhandel verantwortlich. Rahimi sagte einem Bericht der New York Times zufolge, der Talmud lehre „jeden zu vernichten, der sich den Juden widersetze.“ Er führte demnach weiterhin aus, dass es keine zionistischen Drogenabhängigen gäbe und der Iran jeden bezahlen werde, der auch nur einen einzigen abhängigen Zionisten finde. Da es sie nicht gäbe, sei dies der Beweis für ihre Verbindung zum Drogenhandel.

Darauf bezugnehmend erklärte Außenminister Lieberman, die internationale Gemeinschaft verstehe nicht die große Gefahr, die vom iranischen Regime für den Weltfrieden ausgehe. Hitler habe ebenfalls „verrückte“ Dinge gesagt und es geschafft es seinen Plan umzusetzen.

(Außenministerium des Staates Israel und JPost, 27.06.12)

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Westerwelle für Schweigeminute in London

Wie die Zeitung "Times of Israel" berichtet, hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle sich dem Aufruf nach einer Schweigeminute bei den Olympischen Spielen in London für die Opfer des Olympia-Massakers von 1972 in München angeschlossen.

Westerwelle habe in einem Brief an IOK-Präsident Jacques Rogge erklärt, das Attentat von München sei nicht nur ein Angriff auf das israelische Team sondern auf die olympische Idee gewesen, so die Zeitung.

Der Außenminister schrieb außerdem, es gehe nicht darum, einen Schatten auf die Londoner Spiele zu werfen sondern zu einem angemessenen Zeitpunkt an die Katastrophe vor 40 Jahren zu erinnern.

Der stellvertretende Außenminister Danny Ayalon hatte im Mai eine Kampagne mit dem Titel „Just One Minute“ gestartet, um das Internationale Olympische Komitee dazu zu bewegen, bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in London eine Schweigeminute im Andenken an die bei dem Attentat bei den Spielen in München 1972 ermordeten israelischen Sportler einzulegen.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag und auch der US-Senat haben sich dieser Bitte ebenfalls angeschlossen.

Das Olympische Komitee hat das Anliegen bisher abgelehnt.

(Times of Israel/gruene-videos.de, 27.06.12)

Mehr Informationen zur Kampagne von Vize-Außenminister Danny Ayalon: http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Just-one-Minute.aspx

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Israelische Kirschen auf iranischen Märkten?

Israelische Kirschen werden im Iran verkauft – dies jedenfalls berichteten dem Internetportal Ynet zufolge iranische Medien in den vergangenen Tagen.

Ynet berichtet, ein Kilo wahrscheinlich aus Israel kommender Kirschen ginge für 4.500 Toman (etwa 2,30 Euro) über die Ladentische iranischer Obsthändler.


Kirschen (Foto: Roybb95)

Die iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ zitierte den Vorsitzenden der Teheraner Produkt-Gesellschaft, der bestätigt, dass israelisches Obst tatsächlich im Land verkauft würde.

Der Import israelischer Waren ist iranischem Recht zufolge verboten. Bereits im Jahr 2009 tauchten jedoch im iranischen Handel Orangen auf, die israelische Herkunftslabels trugen.

(Ynet, 27.06.12)

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