Dienstag, 07.08.2012
 
 
Nach Anschlag im Sinai: Israel spricht Ägypten Beileid aus
 

Ort des Terroranschlags (Foto:IDF)
Das Außenministerium hat nach dem Terroranschlag im Sinai vom Sonntag Ägypten gegenüber offiziell seine Anteilnahme ausgedrückt. In dem Schreiben heißt es:

„Israel spricht Ägypten und dem ägyptischen Volk sein Beileid angesichts der Tötung ägyptischer Sicherheitskräfte durch Terroristen aus."


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Lonely Planet: Tel Aviv unter den Top 10 Party-Städten der Welt

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(Bank Israel, 06.08.12)



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Israels letzte Medaillenhoffnung

Heute um 15 Uhr startet mit Lee-El Korzits im Windsurfen Israels letzte Hoffnung auf Medaille.

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Gedenken an die 11 israelischen Opfer von „München 1972“

Gestern fand in London eine Gedenkzeremonie für die bei den Olympischen Spielen in München 1972 ermordeten israelischen Sportler statt.

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Lonely Planet: Tel Aviv unter den Top 10 Party-Städten der Welt
Der berühmte Reiseführer macht es nun offiziell: Tel Aviver haben mehr Spaß. Er platziert Israels “Weisse Stadt” unter die zehn dynamischsten Städte in der Kategorie Nachtleben und nennt es das „Miami des Mittelmeeres“.


Nachtleben in Tel Aviv (Foto:Tourismus-Ministerium)

Millionen der Touristen, die jedes Jahr Israel bereisen, wissen bereits, dass Tel Aviv eine der aufregendsten und pulsierendsten Städte der Welt hinsichtlich Nachtleben, Musik, Clubkultur und Strandleben ist.

Jetzt hat Lonely Planet Tel Aviv in die Top-Ten-Liste der besten Party-Städte neben Berlin, Las Vegas, Ibiza, Buenos Aires, Havanna, Lissabon, Montreal, Istanbul und Budapest aufgenommen. „Wenn Jerusalem Israels historische und klassische Hauptstadt ist, ist Tel Aviv ihr spass-verrückter jüngerer Bruder und die coolste Stadt meilenweit“, so Lonely Planet. „Wie im ganzen Mittelmeerraum wacht Israels Partyhauptstadt spät auf. Die endlosen Bars, Kneipen, und Cocktaillounges füllen sich erst nach Mitternacht, wenn auch die Tanzflächen der Nachtclubs bis zum Morgengrauen kochen. Heute mischt sich die internationale Szene mit den Israelis, um gemeinsam die Varietät aus Funk, Pop, House, Techno und Live-Acts jeder Art in den Hotspots der Stadt zu feiern. Tel Aviv hat ein hedonistisches, entspanntes Flair und ist stolz darauf schwulenfreundlich und aufgeschlossen zu sein.“

(Ynet, 07.08.12)
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Israels letzte Medaillenhoffnung
Die zwei Worte „letzte Hoffnung“ haben ein gewisses Gewicht. Sie klingen nach großer Verantwortung, dem Moment der Wahrheit und dem Gefühl, ein Desaster verhindern zu müssen. Es wäre kein Desaster, wenn Lee Korzits heute eine Medaille verpassen würde, aber es wäre sicher eine große Enttäuschung für die israelische Delegation, wenn die Windsurferin, die momentan an zweiter Stelle der Wertung steht, mit leeren Händen nach Hause geht. Mit keinen Medaillen auf dem Konto würde Israels Auftritt in London 2012 als Misserfolg eingestuft werden.


Lee-El Korzits (Foto: Follow Team Israel Olympics 2012, Facebook)

Die Medaille ist ihr noch nicht sicher. Sie trifft auf eine starke Konkurrenz, punktgleich mit der drittplatzierten Tuuli Petaja aus Finnland und einen Punkt vor der deutschen Moana Delle. Ihre Chancen, die erstplatzierte Spanierin Marina Alabau Neira noch einzuholen, sind minimal.

Die Entscheidung fällt heute Nachmittag ab 15 Uhr deutscher Zeit. Das ZDF berichtet live.

(Haaretz, 07.08.12)
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Gedenken an die 11 israelischen Opfer von „München 1972“

Bei der Gedenkzeremonie für die 11 getöteten israelischen Athleten bei den Olympischen Spielen von 1972, die gestern in London stattfand, sprach als israelische Repräsentantin die Ministerin für Kultur und Sport, Limor Livnat. Ihre Rede und auch die Aussagen des britischen Ministerpräsidenten David Cameron sowie des deutschen Außenministers Guido Westerwelle werden im Folgenden wiedergegeben.


Gedenktafeln für die ermordeten Israelis

„Sehr geehrter Ministerpräsident David Cameron,
verehrte Gäste und Familienangehörige der elf ermordeten israelischen Athleten.

Wir sind heute Abend zusammengekommen, um unsere elf gefallenen Helden zu ehren. Väter, Ehemänner, Brüder, Söhne. Söhne unseres Volkes. Olympische Söhne. Die Erinnerung an unsere in München von palästinensischen Terroristen ermordeten Sportler ist für immer in unserer kollektiven Seele verankert. Für uns ist unsere kollektive Seele etwas, was wir sehr persönlich nehmen.

König Salomon regierte in Israels Hauptstadt Jerusalem zu jener Zeit, als die ersten Olympischen Spiele im antiken Griechenland stattfanden. In seiner Weisheit sagte er: „Unter dem Himmel gibt es für alles eine Zeit.“ Erlauben Sie mir frei zu formulieren: Und es gibt eine Zeit zu sprechen, und es gibt eine Zeit zu schweigen.

Am 17. Juni 2012 berichtete das deutsche Magazin Der Spiegel, dass deutsche Neo-Nazis in das Massaker von München involviert waren. Der Bericht dokumentiert, wie die Terroristen des „Schwarzen Septembers“ logistische Unterstützung von lokalen Neo-Nazis erhielten.

Dies ist nicht überraschend. Es gibt eine Linie, die von Auschwitz nach München und von München nach Burgas führt, wo vor drei Wochen israelische Touristen ermordet wurden. Es ist der Mord an Juden, nur weil sie Juden sind. Jüdische Athleten, jüdische Touristen - einfach nur Juden.

Allerdings gibt es einen Unterschied. Es ist die gleiche Intention der Mörder, doch der Status der Opfer hat sich geändert.

1942 gab es keinen jüdischen Staat und die europäischen Juden wurden ausgelöscht. Es war eine Zeit, um zu sprechen, aber die Welt schwieg.

1972 gab es einen jüdischen Staat, einen Staat, der die Mörder zur Rechenschaft zog und darauf bestand, dass Recht geschieht.

Und 40 Jahre später, 2012, werden auch die Mörder von Burgas der Gerechtigkeit nicht entkommen können, denn angesichts von Terror gibt es keine Zeit zu schweigen.

Schweigen angesichts des Bösen ermöglicht den Sieg des Bösen. Und das Fehlen von Schweigen für die Opfer des Bösen ermöglicht dem Bösen einen moralischen Sieg.

Als die Olympischen Spiele zum ersten Mal im antiken Griechenland abgehalten wurden, waren die griechischen Stadtstaaten größtenteils im Krieg. Um die Spiele zu ermöglichen, wurde die „heilige Waffenruhe“ von allen Kriegsparteien akzeptiert, sodass die Spiele in Frieden stattfinden und die Menschen gefahrlos reisen konnten.

Die Mörder unserer Sportler haben nicht verstanden, was die Griechen schon vor zweieinhalb Jahrtausenden verstanden haben. Die Flamme der Olympischen Fackel soll erleuchten, nicht aufzehren. Die Olympiade will menschliche Errungenschaften voranbringen, Terror will sie zunichtemachen. Der Olympische Geist feiert das menschliche Leben, Terror feiert den Tod.

Jene, die das IOC gebeten haben, eine offizielle und öffentliche Schweigeminute zum Gedenken an die ermordeten Sportler abzuhalten, haben dies verstanden: Präsident Obama und der US Senat, die Parlamente von Deutschland, Australien und Kanada – leider wurden ihre Bitten abgelehnt.
Daher habe ich bei den Reden der Eröffnungszeremonie auf meine eigene Schweigeminute bestanden, aber ich war nicht allein. Millionen, überall auf der Welt, Sportfreunde und Menschenfreunde waren mit mir in stiller Trauer. Mit meiner Stille habe ich für sie gesprochen.

In ohrenbetäubender Stille sind wir zum Gedenken an unsere 11 ermordeten Athleten vereint. Sie haben uns die Fackel gereicht, und mit einem schweren aber zuversichtlichen Herzen tragen wir die Fackel weiter. Und die Zeit dazu ist gekommen, jetzt und für immer.“
Der britische Ministerpräsident David Cameron sprach ebenso wie der deutsche Außenminister Guido Westerwelle bei der Zeremonie zu den Anwesenden.


Cameron: „Heute Abend begehen wir den 40. Jahrestag eines der schwärzesten Tage in der Geschichte der Olympischen Spiele. Ein widerwärtiger Terrorakt, der alles, wofür die gesamte olympische Bewegung steht und alles, woran wir in Großbritannien glauben, verraten hat.

Nun da die Welt in London zusammen kommt, um die Spiele und die Werte, die sie repräsentieren, zu feiern, ist es richtig, dass wir innehalten und der 11 israelischen Sportler gedenken, die ihr Leben so tragisch verloren haben, als diese Werte in München vor 40 Jahren attackiert wurden.“

Westerwelle: „Vor 40 Jahren hat tödlicher Terror in meinem Land die Olympischen Spiele erschüttert. Die Bilder von München 1972 sind in das kollektive deutsche Gedächtnis eingebrannt. Die Opfer des abscheulichen Anschlags in München verdienen ein würdevolles Gedenken. Unsere Worte und unser Schweigen ist ihnen gewidmet.
Ich versichere Ihnen, dass Deutschland nicht vergessen wird. Deutschland schaut in Trauer zurück. Wir können die Toten nicht zurück ins Leben bringen, aber es ist unsere Pflicht, ihr Andenken zu ehren.“

(Außenministerium des Staates Israel, 07.08.12)

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Nach Anschlag im Sinai: Israel spricht Ägypten Beileid aus
Das Außenministerium hat nach dem Terroranschlag im Sinai vom Sonntag Ägypten gegenüber offiziell seine Anteilnahme ausgedrückt. In dem Schreiben heißt es:

„Israel spricht Ägypten und dem ägyptischen Volk sein Beileid angesichts der Tötung ägyptischer Sicherheitskräfte durch Terroristen aus. Dieser barbarische Angriff hat den Tod von Ägyptern verursacht; er hatte auch die Tötung von Israelis zum Ziel. Darüber hinaus war die Absicht auch, das Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten zu beschädigen.

Der Frieden zwischen den beiden Staaten ist und bleibt im gemeinsamen Interesse beider Völker, und Israel wird weiterhin im Geiste der Kooperation mit Ägypten zusammenarbeiten, um dieses wesentliche Interesse durchzusetzen und Sicherheit und Stabilität in der Region zu gewährleisten.“

(Außenministerium des Staates Israel, 06.08.12)
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Das Ziel der Dschihadisten: Ein israelisch-ägyptischer Krieg

Von Ron Ben-Yishai

Der Terroranschlag am Sonntagmorgen bei Kerem Shalom unterstreicht die bedeutenden Auswirkungen des Aufstands in der arabischen Welt: Salafistische Terroristen, die zum globalen Dschihad gehören, Waffenschmuggel aus dem Sinai, der Wunsch, Ägypten zu blamieren und Israel und Ägypten gegeneinander aufzubringen. Der Zwischenfall verdeutlicht auch, dass die Terroristen des Dschihad, für die der Sinai ein sicherer Rückzugsort ist, vorhaben, die Region zu entflammen, indem sie eine Situation schaffen, in der die ägyptische Armee scheinbar an einem Angriff auf Israel beteiligt ist. Die Terroristen planten offenbar, den anfänglichen Schock, den ihr Eindringen nach Israel verursacht hätte, dafür zu nutzen, einen israelischen Soldaten oder Bürger zu entführen.

Der Angriff vom Sonntag auf eine ägyptische Militärbasis offenbarte die militärische Erfahrung der Terroristen, ihre strategischen Fähigkeiten und ihre Kaltschnäuzigkeit. Die Qualität des Überfalls selbst hätte einer Armee-Elite-Einheit gut gestanden. Die Terroristen trugen offensichtlich Waffen, die aus Libyen stammten. Diese Waffen halfen ihnen, die ägyptischen Soldaten zu überwältigen, die den Grenzübergang Kerem Shalom sicherten und unzureichend bewaffnet waren. (…)

Der Globale Dschihad, im Gegensatz zu anderen Gruppierungen wie den Muslimbrüdern, hat die Herrschaft der salafistisch-wahabitischen Ausrichtung des Islam – die ihren Ursprung auf der Arabischen Halbinsel hat – zum Ziel. Sie wollen die Herrschaft zuerst in den muslimischen Ländern des Nahen Ostens und später der gesamten Welt durchsetzen. Bewegungen wie die Muslimbrüder haben relativ gemäßigte religiöse Ambitionen, die die nationalen Ziele der jeweiligen Länder berücksichtigen. Sie betreiben außerdem soziale Aktivitäten, um den Armen zu helfen. Die Dschihadisten haben nur ein Ziel – die Errichtung  „globaler islamischer Emirate“, die in Übereinstimmung mit dem Scharia-Recht regiert werden. (…)

Die israelische Armee und das ägyptische Militär setzen ihre Zusammenarbeit fort, um die dschihadistische Gefahr abzuwenden. In ihren kürzlichen Gesprächen mit hochrangigen ägyptischen Funktionären in Kairo unterstrichen US-Außenministerin Clinton und Verteidigungsminister Panetta die dringende Notwendigkeit, sich der Gefahr zu stellen, die von Al Kaida und dschihadistischen Gruppen in der Region ausgeht. Diese Gruppen gefährden nicht nur Israel und den Westen, sondern auch die neu-entstandenen muslimischen Ordnungen in Ägypten, Tunesien, Libyen, Jemen und anderen Ländern.

(Ynet, 06.08.12)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.

 

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