Dienstag, 16.10.2012
 
 
Knesset aufgelöst
 

Präsident Peres während seiner Rede in der Knesset (Foto: GPO)
Bei der ersten Sitzung der Knesset nach der Sommerpause sind, wie erwartet, die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen zur 19. Knesset am 22. Januar beschlossen worden.

In dritter und abschließender Lesung stimmten 100 der 120 Abgeordneten am späten Montagabend für das Gesetz zur Auflösung der 18. Knesset, Gegenstimmen gab es nicht. Turnusgemäß hätten Neuwahlen eigentlich erst in etwa einem Jahr angestanden.

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(Bank Israel, 16.10.12)


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USB-Stick-Erfinder Dov Moran geehrt

Der Erfinder des USB-Sticks, Dov Moran, ist mit dem Kulturpreis der Eduard-Rhein-Stiftung  geehrt worden.
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Zensur beim Armeesender?

In dem Lied „Eine Sache der Gewohnheit" bezieht sich der Sänger Yizhar Ashdot auf das Leben als Soldat bei ZAHAL.
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USB-Stick-Erfinder Dov Moran geehrt
Der Erfinder des USB-Sticks, Dov Moran, ist am Samstagabend von der Eduard-Rhein-Stiftung im Ehrensaal des Deutschen Museums für seine Verdienste mit dem Kulturpreis der Stiftung geehrt worden. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 20.000 Euro dotiert.


Prof. Dr. Hans-Joachim Grallert und Prof. Dr. Rolf Gartz (Vorstand der Eduard-Rhein-Stiftung),
Dov Moran und der Laudator Prof. Dr. Michael Wolffson (Univ. der Bundeswehr, München)


Der in Tel Aviv geborene Dov Moran studierte am Technion in Haifa Elektrotechnik und gründete 1989 die Firma M-Systems, nachdem er zuvor mehrfach vergeblich versucht hatte, seine Idee der Verbindung von USB-Schnittstelle und Speicherkarte an große Firmen zu verkaufen. Durch die Gründung von M-Systems und deren erfolgreichen Verkauf für 1,6 Millarden US-Dollar an SanDisk im Jahr 2006 realisierte Moran eine Reihe von weiteren Entwicklungen, deren jüngste die 2011 gegründete intelligente TV-Plattform Comigo ist.

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman beglückwünschte den Geehrten beim anschließenden Essen mit den Preisträgern und dankte der Stiftung für die gelungene Veranstaltung. Prof. Dr. Michael Wolffsohn hielt die Laudatio für Dov Moran. Marianne Krüger-Jungnickel stellte Morans Alma Mata vor, das Technion in Haifa, dessen Grundsteinlegung vor 100 Jahren in diesem Jahr gefeiert wird.

(Deutsche Technion-Gesellschaft, 15.10.12)
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Zensur beim Armeesender?
Während in Deutschland über den Video-Clip des Sängers Joachim Witt diskutiert wird, durch den die Bundeswehr sich verunglimpft fühlt und dessen Indizierung zurzeit durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien erwogen wird, gibt es in Israel einen ähnlichen Fall: In dem Lied „Inyan shel hergel“ (Eine Sache der Gewohnheit) bezieht sich der Sänger Yizhar Ashdot auf das Leben als Soldat in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL).

Das Lied beginnt mit den Worten

Lernen zu töten
Ist eine Sache des Moments
Es fängt klein an
Und dann kommt es

Die ganze Nacht auf Patrouille
In der Altstadt von Nablus
Hey, was ist hier unsers
Und was gehört euch

Der Radiosender von ZAHAL hat nun eine Mitteilung herausgegeben, der zufolge er das Lied zukünftig nicht mehr spielen wird.  

Wir dokumentieren hierzu zwei Meinungen in Kommentaren auf unserer Website unter

http://bit.ly/GalazZensurI und http://bit.ly/GalazZensurII
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Zubin Mehta mit Ehrenmedaille des Präsidenten ausgezeichnet
Der Dirigent Zubin Mehta ist am Montag von Präsident Shimon Peres mit der Ehrenmedaille des Präsidenten ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung erhielt er für seinen außergewöhnlichen Beitrag zum kulturellen Leben in Israel.

Bei der feierlichen Zeremonie erklärte Peres: „Sie sind nach Israel gekommen, als hier noch nichts war, um das Orchester zu dirigieren, und Sie haben sich in unser aller Herzen dirigiert. […] Sie haben mit Stolz den Staat Israel repräsentiert, und Sie haben aus unserem dramatischen Staat eine harmonische Symphonie gemacht, die stolz in der ganzen Welt erklingt. Ich weiß, dass Sie nicht für Medaillen oder Orden nach Israel gekommen sind. Sie sind nicht gekommen, weil Israel so ein großes Land ist oder man Ihnen hier besonders viel Geld geboten hätte. Sie sind aus dem Gefühl einer persönlichen Mission heraus zu uns gekommen, die ihren Geist und den Geist der indischen Kultur auszeichnet, aus der Sie kommen. Die Sprache der Musik ist keine wortlose Sprache. In der Musik steckt eine Botschaft von Frieden, eine Botschaft der Hoffnung.“


Zubin Mehta und Präsident Peres (Foto: GPO)

In seiner Dankesrede sagte Mehta: „Eine Umarmung von Präsident Peres ist die größte Auszeichnung, die ich mir wünschen könnte. Diese Umarmung dauert bereits 40 Jahre an. […] In den vergangenen 50 Jahren sind wir mit dem Orchester gewachsen und in der ganzen Welt aufgetreten. Wir sind auch aufgetreten, als Israel in der Welt nicht besonders beliebt war, und waren stolz darauf. Diese Auszeichnung ist für mich eine große Ehre, und was Israel mir über all die Jahre gegeben hat, kann ich nur durch Auftritte in der ganzen Welt zurückzahlen. Das Ensemble, das wir gegründet haben, und in dem Juden und Araber spielen, zeigt meinen Traum für dieses Land: Wenn ihr gemeinsam singen könnt, könnt ihr auch zusammen leben. Ich weiß und glaube, dass dies eines Tages geschehen wird.“

Zubin Mehta arbeitet seit 1969 mit dem Israelischen Symphonieorchester. Seit 1981 ist er dessen musikalischer Direktor auf Lebenszeit.

(Präsidialamt, 15.10.12)
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Knesset aufgelöst
Bei der ersten Sitzung der Knesset nach der Sommerpause sind, wie erwartet, die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen zur 19. Knesset am 22. Januar beschlossen worden.

In dritter und abschließender Lesung stimmten 100 der 120 Abgeordneten am späten Montagabend für das Gesetz zur Auflösung der 18. Knesset, Gegenstimmen gab es nicht. Turnusgemäß hätten Neuwahlen eigentlich erst in etwa einem Jahr angestanden.

Vor der Abstimmung war die Sitzung mit Reden von Präsident Shimon Peres, Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und dem Knesset-Vorsitzenden Reuven Rivlin eröffnet worden.


Präsident Peres während seiner Rede in der Knesset (Foto: GPO)

Rivlin, der erste Sprecher der Sitzung, nahm Bezug auf die Vorbehalte vieler Bürger gegenüber vorgezogenen Neuwahlen. Die Israelis, so der Knesset-Vorsitzende, hätten sich schon daran gewöhnt, dass Politiker aus den falschen Gründen Wahlen ansetzten. In diesem Fall jedoch sei es anders: „Diese Wahlen sind das unvermeidliche Ergebnis einer demokratischen, gesunden und notwendigen Debatte“, so Rivlin. „Diese Knesset setzt Neuwahlen an, weil sie dabei gescheitert ist, Entscheidungen zu wichtigen Themen zu treffen, die zuallererst mit der sozio-ökonomischen Debatte in Israel zu tun haben.“

Netanyahu sprach in seiner Rede einmal mehr das Thema Iran an und erklärte: „Wer die nukleare Bedrohung Israels durch den Iran kleinredet, ist es nicht wert, das Land auch nur für einen Tag zu regieren“. Auch Präsident Peres hatte zuvor bereits zum Iran gesprochen und erklärt, alle Optionen, auch die militärische, müssten weiter auf dem Tisch bleiben.

Bis zu ihrer Auflösung hat die 18. Knesset 614 Gesetze verabschiedet, mehr als jede andere vor ihr. Sie bestand 44 Monate, und ist damit eine der am längsten bestehenden in der Geschichte des Staates.

(Ynet, 16.10.12)
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Wer wird Shas-Vorsitzender?
Arie Deri bereitet Medienberichten zufolge seine Rückkehr an die Spitze der Shas-Partei vor. Das Internetportal Ynet berichtet, hinter den Kulissen tobe bereits seit Wochen ein Machkampf um die Parteispitze.


Rabbi Ovadia Yosef und Minister Eli Yishai (Foto: Ynet)

Der ehemalige Parteivorsitzende Arie Deri, der vor 13 Jahren die Partei verlassen musste, nachdem er wegen Korruption zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war, scheint, so wird es berichtet, Interesse daran zu haben, sich „sein“ Amt von seinem Nachfolger, dem gegenwärtigen Innenminister Eli Yishai, zurückzuholen.

Zitiert wird aus dem Umfeld Deris eine Aussage des geistigen Führers der Partei, Rabbi Ovadia Yosef. Dieser habe bei Deris Ausscheiden erklärt, Yishai erhalte die Parteiführung nur auf Zeit, bis Deri wieder zurückkehre. Ob diese Worte Ovadia Yosefs auch 13 Jahre später noch gelten, wird sich nun zeigen.

(Ynet, 16.10.12)
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