Montag, 28.01.2013
 
 
Netanyahu: Heute können und müssen wir uns verteidigen
 

Am Sonntag hat die Regierung bei der wöchentlichen Kabinettssitzung des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht, der jährlich am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, begangenen wird.

Netanyahu wies bei dieser Gelegenheit vor allem auf die Gefahren hin, die dem jüdischen Volk heute drohen. Er erklärte:

„Antisemitismus ist nicht verschwunden und – leider – trifft das auch auf den Wunsch zu, einen großen Teil des jüdischen Volkes und den Staat Israel zu vernichten."

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Regierung will Beduinendörfer anerkennen

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(Bank Israel, 28.01.13)



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Von den Flüssen Babylons nach Israel

Er war unter anderem Rabbiner und Schächter der jüdischen Gemeinde in Bagdad, deren meiste Mitglieder 2003 nach Israel auswanderten.   weiter
Jeden Tag ein arabisches Wort

Chanin Majadle (23), ursprünglich aus Baqa al-Gharbiya, heute wohnhaft in Tel Aviv, hatte genug.   weiter
[UEBERSCHRIFT]
 
 


Regierung will Beduinendörfer anerkennen

Das Kabinett hat den Plan von Minister Benny Begin für eine Formalisierung des Status‘ der Beduinendörfer im Negev angenommen.

Der Minister hatte seine Empfehlungen formuliert, nachdem er sich ausführlich mit Vertretern der Beduinen, sowie auch Organisationen und 1.000 Einzelpersonen beraten hatte.

Der Vorsitzende der Kommission, der pensionierte Oberste Richter Eliezer Goldberg, hatte in dem Bericht vorgeschlagen, „so weit wie möglich jedes der bisher nicht anerkannten Dörfer anzuerkennen, in dem es eine festzulegende Mindestzahl von Einwohnern gibt, und das Kommunenstatus erlangen kann; dies unter der Bedingung, dass eine solche Anerkennung nicht dem Entwicklungsplan für den jeweiligen Landkreis widerspricht.“


Das Dorf Umm al-Hiran im Negev (Foto: Ynet)

Nach Einschätzung der Kommission wird der Großteil der Beduinen, die heute in nicht anerkannten Siedlungen leben, nach deren Anerkennung dort weiterhin leben können.

Der Plan wird der 19. Knesset zur Abstimmung vorgelegt werden, sobald die Regierungsbildung abgeschlossen ist.

Die Regierung plant außerdem, 1,2 Milliarden Shekel (etwa 240 Millionen Euro) in einen Fünfjahresplan zu investieren, der die wirtschaftliche Entwicklung der Beduinen im Negev fördern soll. Darüber hinaus sollen mehrere Hundert Millionen Shekel für die Schaffung von Infrastruktur für die beduinischen Gemeinden bereitgestellt werden.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte dazu: „Ziel dieser historischen Entscheidung ist es, den illegalen Siedlungstätigkeiten der Beduinen ein Ende zu setzen und die Beduinen besser in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Alle Regierungen haben es bisher vermieden, dieses Thema anzugehen, doch diese mutige Entscheidung wird für Entwicklung und Wohlstand im Negev sorgen, zum Wohl all seiner Einwohner.“

(Amt des Ministerpräsidenten, 27.01.13)

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Von den Flüssen Babylons nach Israel

Er war unter anderem Rabbiner und Schächter der jüdischen Gemeinde in Bagdad, deren meiste Mitglieder 2003 nach Israel auswanderten – und noch 34 Juden dort zurückließen. Imad Levy war einer von ihnen – er hatte das Saddam-Regime erlebt und erlebte nun das Chaos, das darauf folgte. Sechs Anschläge überlebte er in den Jahren nach Saddam Hussein, zu dessen Zeit er gezwungen worden war, in der irakischen Armee zu dienen. 2010 erkannte Levy, dass es einfach nicht mehr weiter ging und verließ das Land – die älteste jüdische Exilgemeinde überhaupt.

Schon im Psalm heißt es, Juden haben an den Strömen Babels gesessen und in Erinnerung an Zion geweint. Dort ist der Babylonische Talmud entstanden. Doch beinahe 2.000 Jahre später, als der letzte Schächter der jüdischen Gemeinde Bagdads 2002 nach Israel ausgewandert war, blieben fast keine Juden mehr zwischen Euphrat und Tigris zurück. Damals entschloss sich Imad Levy, die Regeln für die rituelle Schlachtung zu lernen und wurde zum neuen Schächter der Gemeinde – und gleich auch zu deren Vorsitzenden.


Museum des Babyloninschen Judentums

2003 half er der Jewish Agency, die Auswanderung der letzten irakischen Juden zu organisieren. Er stellte die Kontakte zu den Gemeinden her und war Ansprechpartner für beide Seiten. „Die Gemeinde wurde danach immer kleiner. Die älteren Menschen starben, und die anderen waren ja schon ausgewandert“, erzählt Levy heute. Juden seien im Bagdad der Nach-Saddam-Ära wie Freiwild gewesen, niemand hätte es bedauert, wenn man ihn ermordet hätte. 2010 hielt der damals 45-Jährige es nicht mehr aus. Er ließ sich einen Reisepass ausstellen und gelangte über Jordanien nach Israel.

Heute lebt Levy, ebenso wie sein Vater, der bereits 2003 ausgewandert war, in Ramat Gan. Er hat eine Ausbildung zum medizinischen Masseur gemacht und möchte jetzt so schnell wie möglich anfangen zu arbeiten. Und vor zwei Monaten hat er geheiratet. „Ich habe sie im Zentrum für das Erbe des babylonischen Judentums kennengelernt, wo sie arbeitet“, erzählt Levy über seine frischangetraute Ehefrau, deren Eltern ebenfalls im Irak geboren sind.

„In Bagdad gab es ja keine jungen jüdischen Frauen mehr. Die letzte jüdische Hochzeit fand dort 1978 statt.“

(Ynet, 27.01.13)

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Jeden Tag ein arabisches Wort

Chanin Majadle (23), ursprünglich aus Baqa al-Gharbiya, heute wohnhaft in Tel Aviv, reichte es: Ständig fragten sie ihre jüdischen Freunde, wie man dieses oder jenes Wort auf Arabisch sagt. Warum, dachte sie sich, sollte man das Ganze nicht ein wenig systematischer gestalten und eröffnete die Facebook-Seite „Kalima – Ein Wort am Tag“, die den Fans jeden Tag ein neues arabisches Wort beibringt.

Amal (Hoffnung), dschadid (neu) und Racha (Ruhe) waren einige der Wörter, die man dort bereits lernen konnte.

Majadle ist B.A.-Studentin für Nahost-Studien an der Universität Tel Aviv und hilft ihren Kommilitonen gerne beim Arabisch-Lernen. Die Seite sieht sie aber nicht nur als Zusammenfassung dieser Nachhilfestunden sondern auch als Mittel der Annäherung zwischen Juden und Arabern.

„Sprache ist eine Brücke“, so Majadle, die die Wörter nach aktuellen Anlässen aus Politik und Gesellschaft auswählt und auch immer in einem kurzen Text erläutert, warum sie sich für ein bestimmtes Wort entschieden hat.

Selbstverständlich braucht es zum Sprechen mehr als nur „Ein Wort am Tag“, aber Majadles Hauptanliegen ist es, die Nutzer miteinander ins Gespräch zu bringen. Und das scheint ihr zu gelingen: 3.618 Likes hatte die Seite, die erst vor fünf Tagen gegründet wurde, am Montag bereits. Und die Fans sind sowohl Juden als auch Araber.

(Ynet, 27.01.13)

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Netanyahu: Heute können und müssen wir uns verteidigen

Am Sonntag hat die Regierung bei der wöchentlichen Kabinettssitzung des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht, der jährlich am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, begangenen wird.


Ministerpräsident Netanyahu (Mitte) bei der Kabinettssitzung (Foto: GPO)

Netanyahu wies bei dieser Gelegenheit vor allem auf die Gefahren hin, die dem jüdischen Volk heute drohen. Er erklärte:

„Antisemitismus ist nicht verschwunden und – leider – trifft das auch auf den Wunsch zu, einen großen Teil des jüdischen Volkes und den Staat Israel zu vernichten. […] Eines der großen Länder der Erde betreibt systematische Holocaustleugnung. Es handelt sich […] um den Iran, der heute von den Vereinten Nationen aus und in anderen Foren die Leugnung der Shoah anführt, während er sich auf das vorbereitet, was für ihn der nächste Holocaust sein soll – die Zerstörung des jüdischen Staates. Unermüdlich arbeitet er an der Entwicklung von Atomwaffen, um dieses Ziel zu verwirklichen. Wir nehmen diese Drohungen ernst, und wir werden sie nicht wahr werden lassen. Dies ist unsere wichtigste Mission als Regierung und Volk. […]

Heute können die Juden sich verteidigen. Diese Fähigkeit findet ihren Ausdruck im Staat, im Militär und den Sicherheitsdiensten und in unserer Bereitschaft, gegen jene zu handeln, die gekommen sind, um uns zu zerstören. […]

Daher müssen wir um uns herum darauf schauen, was im Iran und in seinen Vasallenstaaten geschieht und was in anderen Regionen passiert, etwa mit den tödlichen Waffen in Syrien, das mehr und mehr auseinander bricht. […] Ich möchte daher die breitest- und stabilstmögliche Koalition bilden, um vor allem anderen den bedeutenden Sicherheitsbedrohungen entgegenzutreten, vor denen der Staat Israel steht […].“

Medienberichten zufolge wächst in Sicherheitskreisen die Sorge, dass syrische C-Waffen in die Hände der Hisbollah gelangen könnten. Mehrere Batterien des Raketenabwehrsystems Iron Dome wurden bereits an verschiedenen Orten im Norden Israels aufgestellt, unter anderem in der Region Haifa.

(Amt des Ministerpräsidenten/Haaretz, 27.01.13)

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