Dienstag, 15.01.2008
 
 
Die Araber sollten aufhören zu jammern
 

Von Zvi Bar’el

Mit der Ankunft von US-Präsident George W. Bush in Riad hat der substantielle Teil seiner Nahostreise begonnen. Wenn es einen Ort gibt, an dem Punkte angeschnitten werden können ohne zu viel Visionen, Träume oder Tanztheater; eine Hauptstadt, in der was entschieden, auch umgesetzt wird; „ein warmes Haus“, in dem die Familie Bush, wie der Vater so der Sohn, persönliche Interessen verfolgen und in dem in Begriffen geredet wird, die allen etwas sagen (wie Geld, Besitz, Investitionen und auch Sicherheit) – dann ist es Riad. Wenn eine Lösung für das palästinensische Problem, für das irakische Dickicht, für die Krise im Libanon und das Verhältnis zum Iran gefunden wird - wird sie hier ihren Anfang und ihr Ende nehmen.

Dies ist das Land, das die Hegemonie über die panarabische Politik an sich gezogen hat, das die Grundbedingungen, roten Linien und die Kompromisspolitik der Staaten im Nahen Osten bestimmt. Von einem Land, das immer dem arabischen Konsens hinterher gehumpelt ist, der meist in Kairo und manchmal in Damaskus festgelegt wurde, hat sich Saudi-Arabien zu einem politischen Initiator entwickelt.


60 Jahre Israel

Die Feierlichkeiten haben begonnen…


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(Bank of Israel, 15.01.08)



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Israelische Cowboys im Wilden Westen


Eine Gruppe von sechs israelischen Männern wird in Kürze zu einer ungewöhnlichen Reise durch die USA aufbrechen, um in den amerikanischen Medien auf den 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels aufmerksam zu machen.

Die ‚Cowboys’ werden auf in Israel geborenen Pferden reiten und israelische Flaggen mit sich führen.

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Kibbutz-Volontär von palästinensischem Scharfschützen ermordet


Ein Freiwilliger des Kibbutz Ein Hashlosha ist heute Morgen bei einem Schussangriff aus dem Gaza-Streifen getötet worden.

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Dokumentation: Terror aus Gaza


Seit 2001 leidet der westliche Negev unter ständigem Raketen- und Mörsergranatenbeschuss.

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Die Araber sollten aufhören zu jammern

Von Zvi Bar’el

Mit der Ankunft von US-Präsident George W. Bush in Riad hat der substantielle Teil seiner Nahostreise begonnen. Wenn es einen Ort gibt, an dem Punkte angeschnitten werden können ohne zu viel Visionen, Träume oder Tanztheater; eine Hauptstadt, in der was entschieden, auch umgesetzt wird; „ein warmes Haus“, in dem die Familie Bush, wie der Vater so der Sohn, persönliche Interessen verfolgen und in dem in Begriffen geredet wird, die allen etwas sagen (wie Geld, Besitz, Investitionen und auch Sicherheit) – dann ist es Riad. Wenn eine Lösung für das palästinensische Problem, für das irakische Dickicht, für die Krise im Libanon und das Verhältnis zum Iran gefunden wird - wird sie hier ihren Anfang und ihr Ende nehmen. Dies ist das Land, das die Hegemonie über die panarabische Politik an sich gezogen hat, das die Grundbedingungen, roten Linien und die Kompromisspolitik der Staaten im Nahen Osten bestimmt. Von einem Land, das immer dem arabischen Konsens hinterher gehumpelt ist, der meist in Kairo und manchmal in Damaskus festgelegt wurde, hat sich Saudi-Arabien zu einem politischen Initiator entwickelt.

An Saudi-Arabien hat vergangene Woche der wichtige ägyptische Publizist und Forscher Mamoun Fandy, ehemals Mitarbeiter am Baker Institute, seinen eindringlichen Artikel mit dem Titel „Die Karten sind in den Händen der Araber“ gerichtet. Der Artikel wurde in der Zeitung Asharq Al-Aswat veröffentlicht, die von einem saudischen Prinzen kontrolliert wird, der über ein großes Medienimperium im Nahen Osten herrscht.

Wenn die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Washington so eng und warm sind, warum können die Araber sie dann nicht dazu nutzen, ihre Interessen voran zu bringen?, fragt Fandy. Warum vermag Israel seine Narrative zu verkaufen, nach der nur es allein nach Frieden strebt, die Araber hingegen nach Krieg? Wie kommt es, dass der Westen ihm aufmerksam zuhört, wenn Israel behauptet, dass es aus dem Frieden mit den Arabern (d.i. Ägypten und Jordanien) keinen strategischen Nutzen zieht? Und vor allem – wie können die Araber diesen Trend umkehren und die öffentliche Meinung im Westen zu ihren Gunsten wenden?

Auf die Frage „Was würde passieren, wenn einer der arabischen Führer, die Bush trifft, geschwind ein Treffen zwischen Bashar al-Assad, Olmert und Bush organisieren würde?“ antwortet Fandy: „Dies wäre der dramatische Schritt, der die öffentliche Meinung im Westen und in Israel in Bezug auf die Ernsthaftigkeit des Strebens der Araber nach Frieden ändern könnte, er könnte den gesamten Diskurs verändern.“

Fandy empfiehlt Saudi-Arabien, die palästinensische Riege zu einen und den Graben zwischen der Hamas und der Fatah zu schließen, und den arabischen Staaten, ihre Positionen in Bezug auf Fragen des Nahen Ostens mit Saudi-Arabien abzustimmen. Eine solche Koordination wäre auch für einen ernsthaften Umgang mit der israelischen Haltung gefordert, meint Fandy. „Es ist wirklich die Zeit gekommen, dass die Araber, insbesondere die Palästinenser, sich auch ernsthaft mit den strategischen Sorgen Israels auseinandersetzen. Die Frage der Beschaffenheit des palästinensischen Staates ist eine logische und legitime Frage; wird dieser Staat zur Stabilität in der Region beitragen oder zur Instabilität?“

Seiner Ansicht nach ist eine derartige neue arabische Einstellung die Trumpfkarte, die die Araber zurzeit in der Hand halten, und sie täten gut daran, diese Karte zu spielen, „anstatt die alte arabische Methode anzuwenden, nach der man Zeit bei Treffen verschwendet, auf denen die Labyrinthe des israelisch-arabischen Konflikts durchwandert und Klagen erhoben werden über die doppelbödige Politik der Vereinigten Staaten“.

Selbstverständlich gibt es zahlreiche arabische Kreise, für die Fandys Vorschlag Ketzerei bedeutet, und er weiß dies. Man macht ihm auch zum Vorwurf, „zu amerikanisch“ zu sein. Wenn aber eine einflussreiche saudische Zeitung, die die Regeln des Diskurses in Saudi-Arabien gut kennt, seine Worte am Vorabend des Bush-Besuchs veröffentlicht, sollte man sie ernst nehmen.

Man kann nicht wissen, welche Botschaft diese Woche - wenn überhaupt - aus Riad hervorgehen wird. Aber wenigsten die israelischen Friedensaktivisten, die die Regierung wegen des Zerstörens der Verhandlungen attackieren, die zu Recht die Worthülsen des Ministerpräsidenten zur Friedensvision verlachen und in der Hoffnung auf einen ermutigenderen Ersatz die Tage der Regierung zählen, sollten dem Ruf Fandys und seiner Kritik an den Arabern folgen. Denn gerade die Friedensaktivisten benötigen dringend einen arabischen Partner, König oder Präsident, der den ersehnten Schritt tun wird. Und es sollte erlaubt sein, ihnen die ketzerische Frage zu stellen: Wie kann es sein, dass man in den arabischen Staaten noch nicht die Existenz von israelischen Friedensaktivisten anerkennt? Wo ist euer arabischer Partner?

(Haaretz, 14.01.08)

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Israelische Cowboys im Wilden Westen

Eine Gruppe von sechs israelischen Männern wird in Kürze zu einer ungewöhnlichen Reise durch die USA aufbrechen, um in den amerikanischen Medien auf den 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels aufmerksam zu machen.

Die ‚Cowboys’ werden auf in Israel geborenen Pferden reiten und israelische Flaggen mit sich führen. Sie beabsichtigen, das Land von Norden nach Süden zu durchqueren und unterwegs in jüdischen und christlich-zionistischen Gemeinden halt zu machen.

„Wir werden es locker nehmen“, sagt Uri Peleg, ein Rancher von den Golanhähen, der den Trip organisiert hat.“ Wir sind alle hoch erfahrene Reiter, und hätten einen sehr viel raueren Weg wählen können. Aber wir planen, etwa 19 Km am Tag zu reiten und die Landschaft zu genießen.“

Das Hauptziel der Reise besteht darin, auf den 60. Geburtstag Israels hinzuweisen, wobei jeder der sechs Reiter eine Dekade repräsentieren soll. „Wir wollen den Amerikanern die schöne Seite des die Natur liebenden Israels zeigen, wo es auch Cowboys und Abenteurer gibt.“

Für die Finanzierung der Reise hoffen die Reiter auf Unterstützung durch die israelischen Außen- und Tourismusministerien.

(Yedioth Ahronot, 15.01.08)

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Kibbutz-Volontär von palästinensischem Scharfschützen ermordet

Ein Freiwilliger des Kibbutz Ein Hashlosha ist heute Morgen bei einem Schussangriff aus dem Gaza-Streifen getötet worden. Der 20jährige Carlos Chavez aus Ecuador war bei der Feldarbeit, als ihm ein Scharfschütze der Izz al-Din al-Qassam-Brigaden in den Rücken schoss.

Yochi Kopler, ein Bewohner des Kibbutz, der sich mit dem Opfer auf dem Feld befand, als die Schüsse fielen, berichtet: „Wir flohen vor dem Feuer und unterwegs hörte ich den Volontär auf Spanisch schreien: ‚Die Bastarde haben mich von hinten getroffen!’ Ich sah, dass es ihn am unteren Rücken erwischt hatte und dass er blutete, zog in ins Auto und fuhr schnell zur Krankenstation.“ Währenddessen habe das Feuer unaufhörlich angedauert.

Die für Freiwillige im Kibbutz zuständige Annie Rotman erzählt, dass Chavez mit einer Gruppe von Volontären aus Südamerika gekommen sei, um in Israel zu arbeiten und zu reisen. Er habe sich in Israel verliebt und wollte in der Armee dienen.

Abgesehen von dem tödlichen Schussangriff sind heute bereits wieder fünf Kassam-Raketen und fünf Mörsergranaten aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf den westlichen Negev abgefeuert worden; eine davon landete in den südlichen Ausläufern von Ashkelon. Verletzt wurde dabei niemand.

(Yedioth Ahronot, 15.01.08)

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Dokumentation: Terror aus Gaza

Seit 2001 leidet der westliche Negev unter ständigem Raketen- und Mörsergranatenbeschuss. Insgesamt wurden bis November 2007 bereits 2383 Kassam-Raketen und 2500 Mörsergranaten auf Ortschaften in Südisrael abgefeuert.  20 Menschen kamen dadurch ums Leben, knapp 600 wurden verletzt. Die psychischen Folgeschäden für die ca. 200 000 Einwohner der Region sind beträchtlich.

Unter dem folgenden Link findet sich eine ausführliche Dokumentation der Raketenbedrohung in deutscher Sprache: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/rocket_threat_g.pdf

(Intelligence and Terrorism Information Centre/ Israel Intelligence Heritage & Commemoration Centre, Dezember 2007)

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Events
60 Jahre Israel
Die Feierlichkeiten haben begonnen…


Im Mai 2008 wird der Staat Israel seinen 60. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass finden auch in Deutschland das ganze Jahr über unzählige Festveranstaltungen statt.

Eine gelungene Auftaktveranstaltung war der Berliner Presseball, zu dem sich am vergangenen Samstag 1500 Gäste einfanden, darunter auch Israels Botschafter Yoram Ben-Zeev (oben) und Israels Gesandter Ilan Mor mit Ehefrau Ora (unten).


Foto: Margit Schmidt

Auf der Website der Botschaft des Staates Israel kann man sich über aktuelle Termine und die verschiedensten Facetten Israels informieren: www.israel.de

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Wir vergessen euch nicht

Ehud Goldwasser, vor 553 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 553 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 569 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit über einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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