Dienstag, 12.02.2013
 
 
Peres zu Papst-Rücktritt
 

Präsident Shimon Peres hat sich am Montagabend zum angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. geäußert. Der Präsident erklärte:

„Die Entscheidung des Papstes zurückzutreten macht mich traurig.

Ich wünsche ihm ein langes und gesundes Leben.

Papst Benedikt besitzt die Tiefe eines großen Denkers, die Ernsthaftigkeit eines großen Gläubigen, die Leidenschaft eines Friedensstifters und die Weisheit, Veränderungen in der Geschichte anzunehmen, ohne dabei seine Werte zu wandeln.

Als Papst Benedikt XVI. Jerusalem und das Heilige Land besucht hat, habe ich ihn mit einem Wort begrüßt, dass unseren beiden Religionen gemein ist – Shalom."

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(Bank Israel, 12.02.13)



Wolkig, teils Regen

Jerusalem: 7/11°C
Tel Aviv: 9/18°C
Haifa: 12/18°C
Be‘er Sheva: 6/17°C
Ein Gedi: 14/22°C
Eilat: 11/22°C




[UEBERSCHRIFT]
 
 


Peres zu Papst-Rücktritt

Präsident Shimon Peres hat sich am Montagabend zum angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. geäußert.


Präsident Peres und Papst Benedikt beim Besuch des Papstes
im Heiligen Land im Mai 2009 (Foto: GPO)

Der Präsident erklärte:

„Die Entscheidung des Papstes zurückzutreten macht mich traurig. Ich wünsche ihm ein langes und gesundes Leben. Papst Benedikt besitzt die Tiefe eines großen Denkers, die Ernsthaftigkeit eines großen Gläubigen, die Leidenschaft eines Friedensstifters und die Weisheit, Veränderungen in der Geschichte anzunehmen, ohne dabei seine Werte zu wandeln.

Als Papst Benedikt XVI. Jerusalem und das Heilige Land besucht hat, habe ich ihn mit einem Wort begrüßt, dass unseren beiden Religionen gemein ist – Shalom. Unter seiner Führung war der Vatikan eine klare Stimme gegen Rassismus und Antisemitismus und eine ebenso klare Stimme für den Frieden. Die Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan waren nie besser, und der positive Dialog zwischen der katholischen Kirche und dem jüdischen Volk sind Zeugnis seines Glaubens an Dialog und Zusammenarbeit.“

(Präsidialamt, 11.02.13)

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Israelis in Not – Hilfe vom deutschen Konsul

Was macht eigentlich ein Israeli auf Bali, wenn er dort in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, von einer Naturkatastrophe betroffen ist oder in einer anderen Situation steckt, in der man gerne die heimische Botschaft anrufen würde? Bali gehört zu Indonesien, und wie bei einer Reihe anderer Länder bestehen zwischen dem südostasiatischen Staat und Israel keine diplomatischen Beziehungen, das heißt, es gibt vor Ort keine israelische Botschaft.



Israelischer Reisepass

Doch Rettung ist nahe: Es scheint, als könnten israelische Touristen in bestimmten Ländern bald auf konsularischen Beistand aus Deutschland hoffen. Wie die Zeitung Yedi’ot Acharonot berichtet, werden deutsche Vertretungen in Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten, zukünftig auch für israelische Staatsbürger zuständig sein, die sich dort aufhalten.

Ein erstes Abkommen für Hilfe in Notfällen soll in Kürze unterschrieben werden. Wie die Zeitung berichtet, handelt es sich um eine Vereinbarung, die im Zuge der 50-Jahrfeiern seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik 1960 geschlossen werden soll.

Israelis sollen sich demnach in den meisten Staaten der muslimischen Welt, sowie einigen lateinamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Ländern an die deutschen Vertretungen wenden können, wie neben Indonesien etwa Malaysia, Bolivien, Brunei, Marokko, Algerien, Mali und Dschibuti.

(Yedi’ot Acharonot, 11.02.13)

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Netanyahu: Die Lösung heißt zwei Staaten für zwei Völker

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat auf der Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations eine Rede gehalten, in der er vor allem die Herausforderungen angesprochen hat, vor denen Israel steht.

Er erklärte unter anderem:

„Vor kurzem habe ich mit [Frankreichs] Präsident François Hollande gesprochen und ihm gesagt, wie sehr ich die mutigen Schritte schätze, die Frankreich gegen den Terrorismus in Mali ergriffen hat. Ich sagte, wir stehen vor den gleichen Herausforderungen. Es sind häufig dieselben Menschen, sogar dieselben Waffen. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: […] Sie sind hier – nur wenige Hundert Meter entfernt, nicht Tausende Kilometer. Doch es gibt eine wichtige Lektion: Wenn man sie nicht Tausende Kilometer entfernt aufhält, kommen sie auch dort hin – nach Paris, nach New York und Washington, überallhin. […]


Ministerpräsident Netanyahu auf der Konferenz (Foto: GPO)

Wir benötigen [innere] Einheit, da wir vor riesigen Herausforderungen von außen stehen und vor großen inneren.

Die drei Herausforderungen von außen, vor denen wir stehen, beginnen mit dem Iran. […]

Als ich das letzte Mal bei den Vereinten Nationen war, habe ich eine rote Linie gezogen. Sie haben diese Linie noch nicht überschritten, die Zeit, bis das geschieht, ist jedoch kürzer geworden. […] Dies muss aufgehalten werden, im Interesse von Frieden und Sicherheit, im Interesse der ganzen Welt.

[…] Sie [die iranische Führung] müssen wissen, dass, wenn Sanktionen und Diplomatie scheitern, sie einer unglaublichen militärischen Bedrohung gegenüber stehen. Das ist unerlässlich. Etwas anderes wird nicht funktionieren. […]

Die zweite Herausforderung, vor der wir stehen, befindet sich in Syrien. [Syrien] hat ganz sicher in den vergangenen beiden Jahren schreckliche Tragödien mit großen menschlichen Verlusten erlebt. Doch in diesem wenig entwickelten Land befinden sich die am besten entwickelten Waffen der Welt. […] Ich habe es zuvor gesagt, und ich sage es wieder: Wir werden nicht zusehen, wie diese Waffen in die Hände von Terroristen fallen.

Und wir haben eine dritte Herausforderung, nämlich, einen stabilen und sicheren Frieden mit den Palästinensern voranzubringen. Ich glaube, dass der Rahmen für diesen Frieden das ist, was ich in meiner Rede an der Bar Ilan-Universität gesagt habe: zwei Staaten für zwei Völker – ein entmilitarisierter palästinensischer Staat, der den jüdischen Staat anerkennt. Ich glaube, um zu dieser Lösung zu kommen, müssen wir vertrauensvoll miteinander verhandeln. Das bedeutet, dass keine Vorbedingungen gestellt werden. In den vergangenen vier Jahren haben die Palästinenser leider immer wieder Vorbedingungen gestellt. Ich hoffe, dass sie diese Vorbedingungen nun beiseitelassen und wir an den Verhandlungstisch zurückkehren können, um nicht noch einmal vier Jahre zu verschwenden.

Diese drei Herausforderungen […] sind auch die großen Themen, die ich mit Präsident Obama besprechen möchte, wenn er hierher nach Israel kommt. Ich heiße ihn willkommen, ich glaube, dies ist eine wundervolle Gelegenheit, die strategische Beziehung zwischen Israel und den USA nochmals zu bestätigen. […]

Wir arbeiten sehr eng zusammen, enger, als es vielleicht von außen scheinen mag […]. Wir haben zusammen an Sicherheit, Diplomatie und geheimdienstlich gearbeitet. Die Vereinigten Staaten haben uns beim [Raketenabwehrsystem] Iron Dome unterstützt, und wir haben die USA in einigen sensiblen Angelegenheiten unterstützt.

Doch diese Beziehung beruht auf gemeinsamen Werten, und wir beide profitieren von ihr. Wenn Sie den Nahen Osten betrachten, und Sie sehen […] die große Macht der Freiheit der USA und dann die Treibsande des Nahen Ostens, dann sehen Sie einen festen Alliierten, auf den die USA sich verlassen können, und das ist der Staat Israel. […] Es muss Ihnen auch klar sein, dass, wenn wir uns in der Welt umschauen, wir einen großen Freund, einen großen Alliierten sehen – die Vereinigten Staaten von Amerika.

Wir stehen auch vor großen internen Herausforderungen. Die erste ist es, das Wirtschaftswachstum fortzusetzen […]. In den vergangenen vier Jahren […] hatten wir ein Wachstum von 4%. […]

Ich möchte die Arbeitsplätze sichern, die wir hier bereits geschaffen haben […]. Israel ist wahrscheinlich das einzige westliche Land, in dem es ein natürliches Bevölkerungswachstum gibt, wahrscheinlich ist das unsere Antwort auf die israelischen Kriege und den Holocaust. […]

Herausforderung Nummer zwei ist es, die gesellschaftlichen Lasten gerechter zu verteilen, die Last des Zivil- und Militärdienstes und die Last der Arbeit. […] Wir müssen das tun, ohne unsere Gesellschaft auseinanderzureißen. […]

Die dritte [Herausforderung] ist natürlich, die Lebenshaltungskosten zu senken. […]

Dies sind wichtige Aufgaben. Ich glaube nicht, dass sie einfach zu bewältigen sind, ich glaube, sie sind schwer. Aber ich glaube, sie sind zu bewältigen. […]“

(Außenministerium des Staates Israel, 11.02.13)

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Sarah Braverman verstorben

Sarah Braverman, eine der Gründerinnen des Frauencorps in den Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die letzte Überlebende der „Fallschirmspringer des Yishuv“, ist am Sonntag verstorben.

Braverman wurde 1918 in Rumänien geboren. Ihre Eltern waren Zionisten, und im Alter von 9 Jahren wurde sie bereits Mitglied im Shomer ha-Tzair.

1938 wurde sie von der Bewegung für die Einwanderung nach Eretz Israel ausgewählt, die meisten übrigen Mitglieder gelangten später illegal ins damalige Britische Mandatsgebiet Palästina.

Zunächst lernte sie Milchwirtschaft an der Landwirtschaftsschule bei Nes Ziona, nach kurzer Zeit jedoch wurde sie bereits zur Hagana, einer der Vorgängerorganisationen von ZAHAL, eingezogen. Schließlich hörte sie von der Gründung der Untergrundorganisation Palmach und meldete sich mit drei jungen Männern zusammen zum Dienst in der Organisation. „Ich hatte meinen Weg bei der Armee nicht geplant“, erzählte sie später in einem Interview. „Aber die Armee ist eine phantastische Geschichte und ein wundervoller Teil meines Lebens.“

Beim Palmach absolvierte sie verschiedene Kurse und wurde schließlich Ausbilderin. Bescheiden seien sie damals gewesen, schilderte sie in dem Interview sich und ihre Mitstreiterinnen, und hätten getan, was getan werden musste, ohne dafür Orden zu erwarten.

Später schloss sie sich den 37 „Fallschirmspringern des Yishuv“ an, die im Zweiten Weltkrieg in den Reihen der Briten kämpften. Die Frauen unter ihnen gingen ein besonderes Risiko ein, denn während Männer als Soldaten galten, die allenfalls in Kriegsgefangenschaft geraten konnten, galten Frauen automatisch als Spioninnen und wären zum Tode verurteilt worden, wenn man sie gefangen genommen hätte.


Gruppe der "Fallschirmjäger des Yishuv", Braverman links vorne

Vor Ort lebte die Gruppe häufig mit osteuropäischen Partisanen in den Wäldern und half Juden und britischen Kriegsgefangenen.

Nach Staatsgründung gründete Braverman im Auftrag des ersten Generalstabschefs Yaakov Dori das Frauencorps bei ZAHAL. „Ich fragte ihn auf Jiddisch, wie man das macht“, so Braverman in dem Interview. „Er sagte, er weiß es auch nicht, und wir sollen in zwei Tagen wiederkommen“. Schließlich verfassten Braverman und ihre Kameradin eine Liste mit den Namen von 35 Frauen, die sie aus verschiedenen Kursen bei der Hagana und der britischen Armee kannten. Diese überbrachten sie Dori, der anordnete, die neu gegründete Truppe mit Waffen und Ausrüstung zu versorgen.

Der Rest ist Geschichte: Das Frauencorps existierte innerhalb der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte bis 2001 und war für die Soldatinnen zuständig, bis seine einzelnen Abteilungen in die übrigen Teilstreitkräfte integriert wurden.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 11.02.13)

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