Montag, 18.02.2013
 
 
Sieben syrische Aufständische in israelischem Krankenhaus behandelt
 

Israel und Syrien befinden sich offiziell seit Jahrzehnten im Kriegszustand, in kritischen Momenten sind jedoch manchmal ebenso unkomplizierte wie ungewöhnliche Maßnahmen gefordert.

Schon einige Male war der syrische Bürgerkrieg auf den Golanhöhen zu spüren, wenn Querschläger auf israelischem Gebiet einschlugen. Am Samstag dann wurde eine Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) Zeuge eines Gefechts auf der anderen Seite der Grenze, an dessen Ende fünf Verwundete im Alter von 20 bis 30 Jahren, allem Anschein nach Aufständische, in der Nähe des Sicherheitszauns zurückblieben.

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Die Reise nach Israel ist noch weit

Reise nach Israel

Mit der DIG
21.-31. Oktober 2013


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(Bank Israel, 18.02.13)



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Shmulik Kraus gestorben

Der Sänger und Komponist Shmulik Kraus ist am Sonntag im Alter von 78 Jahren im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv verstorben.  weiter
Peres empfängt US-Senatoren und –Kongressmitglieder

Präsident Shimon Peres hat eine Delegation von Senatoren und Kongressabgeordneten aus den USA empfangen.

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Die Reise nach Israel ist noch weit

Israel und Ägypten haben 1979 einen historischen Friedensvertrag geschlossen. Dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern weit davon entfernt sind, normal oder gar freundschaftlich zu sein, zeigt der Fall des Schriftstellers und Theaterautors Ali Salem.

Der 1936 geborene Salem hatte bereits die erste Reise Anwar al-Sadats 1977 nach Israel begrüßt und war einer der wenigen ägyptischen Intellektuellen, die zwei Jahre später den Friedensschluss mit dem Nachbarn unterstützten. 1994, nach Unterzeichnung der Osloer Verträge, reiste der bekannte Autor schließlich selbst mit dem Auto nach Israel, um das Land kennenzulernen. Sein im Anschluss an die Reise entstandenes Buch Richla illa Israil (Reise nach Israel) wurde ins Hebräische und Englische (A Drive to Israel: An Egyptian Meets His Neighbors) übersetzt und zum Bestseller.

Für Salem jedoch brachten die Reise und das Buch alles andere als Ruhm: Der Dichter wurde aus dem ägyptischen Schriftstellerverband ausgeschlossen (eine Entscheidung, gegen die er erfolgreich klagte) und mit einem Boykott belegt. Seine Stücke wurden in Ägypten nicht mehr aufgeführt, seine Artikel nicht mehr veröffentlicht; und während er in der westlichen und auch der übrigen arabischen Presse ein gefragter Gesprächspartner war, weigerten sich ägyptische Zeitungen, Interviews mit ihm zu führen.

Umso bemerkenswerter war daher die Entscheidung der Zeitung Al-Ahram, in der vergangen Woche ein längeres Interview mit Salem zu veröffentlichen, das die israelische Tageszeitung Haaretz in Auszügen wiedergibt.

Der Interviewer macht gleich zu Beginn deutlich, auf welcher Seite er in der Frage der in Ägypten nach wie vor indiskutablen „Normalisierung“ der Beziehungen zu Israel steht. „Was mich betrifft, so träume ich immer noch davon, dass wir Israel ins Meer werfen werden“, erklärt er seinem Gesprächspartner. Und leitet das Thema mit den Worten ein, zwar bewundere er das Talent Salems, allerdings sei er „nicht überzeugt, dass die Teufel [die Israelis] gute Brüder sein können, die Frieden wollen, oder bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen.“

Dass der Sturz Mubaraks an der grundsätzlichen Ablehnung des Friedens mit Israel unter ägyptischen Intellektuellen nichts geändert hat, zeigt auch ein Beschluss des Schriftstellerverbandes vom März 2012, in dem es heißt, „alle Formen der Normalisierung mit dem zionistischen Feind“ seien zwingend abzulehnen. So kommt es etwa auch zu Gerichtsprozessen um die Ernennung leitender Zeitungsredakteure und die Frage, ob diese sich etwa der „Normalisierung“ schuldig gemacht hätten, was eine solche Ernennung rechtlich ausschließen würde.

Der Interviewer Salems gibt sich denn auch alle Mühe, diesem doch wenigstens ein kleines Wort des Bedauerns über seinen vermeintlichen Fehltritt zu entlocken – jedoch erfolglos. „Den demokratischen Menschen gibt es nur im demokratischen Regime“, so Salem. „Und Israel ist ein solches. […] Letztendlich sind sie Menschen, die nicht anders sind als andere“. Eine der Fragen des Gesprächs lautet schließlich: „Wird Israel von der Erdoberfläche verschwinden?“ Salem beantwortet sie mit einem einzigen Wort: „Nein.“

(Haaretz, 16.02.13)

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Shmulik Kraus gestorben

Der Sänger und Komponist Shmulik Kraus ist am Sonntag im Alter von 78 Jahren im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv verstorben. Der Sänger war vor etwa 10 Tagen auf die Intensivstation des Krankenhauses eingeliefert worden, nachdem er sich mit der Schweinegrippe infiziert hatte.


Shmulik Kraus (Foto: privat)

Kraus, einer der Gründerväter des israelischen Pop, wurde in Jerusalem geboren und begann seine Karriere als Sänger bereits in den 1950er Jahren. Später gehörte er zu der Gruppe Lul um Arik Einstein, Uri Zohar und Yonathan Gefen und sang in verschiedenen Formationen, darunter unter anderem mit Einstein als Ha-Chalonot ha-gvohim. Gleichzeitig schrieb und komponierte er unzählige Lieder, von denen viele in Israel zu den Evergreens gehören.

(Haaretz, 17.02.13)

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Peres empfängt US-Senatoren und –Kongressmitglieder

Präsident Shimon Peres hat am Sonntag in seinem Amtssitz eine koalitionsübergreifende Delegation von Senatoren und Kongressabgeordneten aus den USA empfangen.

Peres erklärte zu dem bevorstehenden Besuch von US-Präsident Barack Obama: „Wir sind sehr aufgeregt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten Israel besuchen wird. Beim wichtigen Thema der israelischen Sicherheit hat Präsident Obama sowohl großes Verständnis als auch aktive Unterstützung gezeigt.“


Seantor Cardin und Präsident Peres (Foto: GPO)

Der Präsident widmete sich in seiner Ansprache ausführlich dem Thema Iran und der Bedrohung durch eine mögliche nukleare Bewaffnung des Landes. Darüber hinaus nahm er auch auf die Menschenrechtslage im Iran Bezug. „Sie hängen Menschen, weil sie homosexuell sind, und sie hängen Menschen ohne Gerichtsverfahren. Sie sperren sie ein und schießen auf Demonstranten“, erläuterte Peres.

Senator Ben Cardin, der die Delegation leitet, erklärte unter anderem: „Wir glauben, dass Sicherheit nicht nur auf physischer Sicherheit beruht, sondern auch auf ökonomischer und auf Menschenrechtsthemen. Unser Besuch unterstreicht, wie wichtig die Beziehung ist, nicht nur für Israel, sondern auch für die USA. Wir sind hier, um diese Beziehung zu untermauern.“

(Präsidialamt, 17.02.13)

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Sieben syrische Aufständische in israelischem Krankenhaus behandelt

Israel und Syrien befinden sich offiziell seit Jahrzehnten im Kriegszustand, in kritischen Momenten sind jedoch manchmal ebenso unkomplizierte wie ungewöhnliche Maßnahmen gefordert.


Der Sicherheitszaun zwischen Israel und Syrien (Foto: Ynet)

Schon einige Male war der syrische Bürgerkrieg auf den Golanhöhen zu spüren, wenn Querschläger auf israelischem Gebiet einschlugen. Am Samstag dann wurde eine Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) Zeuge eines Gefechts auf der anderen Seite der Grenze, an dessen Ende fünf Verwundete im Alter von 20 bis 30 Jahren, allem Anschein nach Aufständische, in der Nähe des Sicherheitszauns zurückblieben.

Die Einheit versorgte die Verletzten notfallmedizinisch und entdeckte bald darauf zwei weitere Verwundete. Alle sieben Syrer wurden in das Krankenhaus Ziv in Safed gebracht.


Notaufnahme des Ziv-Krankenhauses in Safed (Foto: Ynet)

Einer der Syrer ist schwer verletzt und wurde notoperiert. Die Übrigen haben mittelschwere Verletzungen durch Schüsse und Granatsplitter erlitten.

(Haaretz, 17.02.13)

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Events



DIG-Studienreise: „Israel – auf den Spuren der Vergangenheit – mit dem Blick in die Zukunft“
, 21.-31. Oktober 2013

Die Deutsch-Israelische-Gesellschaft Stuttgart/Mittlerer Neckar organisiert vom 21.-31. Oktober 2013 eine Studienreise nach Israel. Die Themenreise mit dem Titel: ISRAEL – AUF DEN SPUREN DER VERGANGENHEIT – MIT DEM BLICK IN DIE ZUKUNFT wirft einerseits einen Blick in die Vergangenheit: Während der Fahrt werden die wichtigsten archäologischen Ausgrabungen, biblischen Städten wie auch die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Gleichzeitig liegt der Schwerpunkt der Reise jedoch auch auf der Zukunft des Landes: Welche Antworten findet Israel auf die wachsenden Umweltfragen und fehlenden Wasservorkommen in der Region? Wie funktioniert die Integration der noch immer aus zahlreichen Ländern kommenden Einwanderer? Und wie verändern der arabische Frühling und die neue politische Realität in den arabischen Nachbarländern die Zukunftsaussichten des Judenstaats?

Abgerundet wird das Programm durch kleine Naturwanderungen in Nationalparks und Naturschutzreservaten sowie einer Wüsten-Safari durch das mächtige Wadi Zinn.

Mehr erfahren Sie unter http://bit.ly/digokt13

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