Mittwoch, 13.03.2013
 
 
Peres spricht im Europäischen Parlament
 


Präsident Peres während seiner Rede (Foto: GPO)

Präsident Shimon Peres hat am Dienstag eine Rede im Europäischen Parlament gehalten. Er ist damit der erste israelische Staats- oder Regierungschef, dem diese Ehre zuteil wurde.

In der Rede sagte Peres unter anderem:

„Ich stehe hier vor Ihnen, brennende Erinnerungen im Herzen, große Hoffnungen in der Seele. Ich trage tiefen Schmerz wegen der Vergangenheit in mir. Und schaue vertrauensvoll in die Zukunft. […]

Ich habe meine Erinnerungen, doch ich trage meine Träume in mir. […]

Ich bin hier, um unsere Bewunderung für das veränderte Europa auszudrücken. Europa hat sich selbst nach dem schlimmsten der Weltkriege wieder aufgerichtet. Es hat sich von der Vergangenheit getrennt und ein neues Europa geschaffen."

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(Bank Israel, 13.03.13)



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Der Papst, den ich kannte

Kommentar von Oded Ben Hur

Zweitausend Jahre komplexer Geschichte zwischen Juden und Christen machen die Beziehungen zwischen dem Vatikan und Israel zu etwas außergewöhnlichem in den internationalen Beziehungen.

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Peres spricht im Europäischen Parlament

Präsident Shimon Peres hat am Dienstag eine Rede im Europäischen Parlament gehalten. Er ist damit der erste israelische Staats- oder Regierungschef, dem diese Ehre zuteil wurde.

In der Rede sagte Peres unter anderem:

„Ich stehe hier vor Ihnen, brennende Erinnerungen im Herzen, große Hoffnungen in der Seele. Ich trage tiefen Schmerz wegen der Vergangenheit in mir. Und schaue vertrauensvoll in die Zukunft. […]

Ich habe meine Erinnerungen, doch ich trage meine Träume in mir. […]

Ich bin hier, um unsere Bewunderung für das veränderte Europa auszudrücken. Europa hat sich selbst nach dem schlimmsten der Weltkriege wieder aufgerichtet. Es hat sich von der Vergangenheit getrennt und ein neues Europa geschaffen. Sie haben das geteilte Europa der vergangenen tausend Jahre in das vereinigte Europa von heute verwandelt. Sie haben Armeelager in Universitätscampus umgewandelt. Europa, das Rassismus kannte, bezeichnet ihn nun als Verbrechen. […]


Präsident Peres und der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz
(Foto: EC webcast)

Europa hat seine Fehler korrigiert und baut eine bessere Welt. Für uns wird das Europa der Shoah ein Europa, das unsere Wiedergeburt unterstützt.

Die Idee der Wiedergeburt Israels wurde auf europäischem Boden geboren. In den vergangenen tausend Jahren lebten mehr Juden in Europa als auf jedem anderen Kontinent. Doch in den vergangenen hundert Jahren wurden in Europa auch mehr Juden ermordet als in den vorangegangenen zweitausend Jahren. […]

Israel wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges aus der Asche geboren. […]

Israel hat ein Assoziationsabkommen mit Europa und unterhält enge Beziehungen mit der Europäischen Union auf beinahe allen Feldern. Ich bin hier, um Ihnen für Ihre Freundschaft zu danken, die auf gemeinsamen Werten, geographischer Nähe und einer langen Geschichte basiert. Religiös gesehen ist Israel die Wiege der drei großen monotheistischen Religionen. Wissenschaftlich ist es fortschrittlich, auch nach europäischen Standards. […]

Israel ist eine Insel in einem stürmischen Ozean. Wir müssen unsere Insel verteidigen. Und wir sind daran interessiert, das Meer zu beruhigen. Einige Menschen sagen, das wird Generationen dauern. Europa hat bewiesen, dass große Ereignisse in sechs Jahren erreicht werden können. […]

Gemeinsam mit meinem Partner Yitzhak Rabin habe ich die Fundamente für Frieden mit den Palästinensern gelegt. Jetzt müssen wir das fortsetzen. Den Friedensprozess erneuern. Wir müssen weiter mit der Palästinensischen Autonomiebehörde zusammenarbeiten. Ihre Wirtschaft unterstützen. Frieden erreichen. […]

Unsere Hand bleibt allen Ländern im Nahen Osten gegenüber zum Frieden ausgestreckt. […]

Europa war und bleibt ein wichtiger Partner für Frieden und gegen Terror. Nächste Woche werden wir Präsident Obama in Israel als willkommenen und geschätzten Gast begrüßen. Seine Unterstützung für unsere Sicherheit ist außergewöhnlich, und seine Hingabe zum Frieden ist unerschütterlich. Wir sind glücklich darüber, dass die Vereinigten Staaten und Europa jetzt zusammenarbeiten, Frieden unterstützen und Terror bekämpfen.

Die größte Gefahr in der Welt ist im Moment das iranische Regime. […] Niemand bedroht den Iran. Der Iran bedroht andere. Er bedroht die unabhängigen arabischen Länder. Er bedroht die Existenz Israels. Er schmuggelt Waffen in viele Länder, um ihre Stabilität zu erschüttern. […] Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten haben ihre Schlüsse gezogen und sich richtig entschlossen, wirtschaftliche Sanktionen zu erlassen. Sie haben klar gemacht, dass, wenn die Iraner darauf nicht eingehen, andere Optionen auf dem Tisch sind. […]

Das historische Sykes-Picot-Abkommen zwischen Frankreich und England hat den modernen Libanon als multikulturelles Land geschaffen, in dem Muslime, Christen und Drusen in Frieden zusammen leben. Heute zerstört die Hisbollahden Libanon, unterstützt vom Iran.

Die Hisbollah ist eine Terrororganisation. Nicht eine politische Bewegung. […] In jüngster Zeit wurden weltweit 20 durchgeführte oder geplante Terroranschläge der Hisbollah verzeichnet, unter anderem in Indien, Thailand, Georgien, Südafrika, den USA, Ägypten und Griechenland. Im vergangenen Monat hat die Regierung Bulgariens, eines EU-Mitglieds, erklärt, sie habe herausgefunden, dass der Terroranschlag in Burgas von der Hisbollah ausgeführt wurde. Fünf israelische Touristen und ein Bulgare hatten dabei ihr Leben verloren. […]

Wir rufen Sie auf: Nennen Sie Terror Terror. […] Die internationale Gemeinschaft muss die Hisbollah als Terrororganisation benennen. […]

Vor 18 Jahren kam ich nach Brüssel, um das Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Union und Israel zu unterzeichnen. Ich bin froh, dass die Realität meine Erwartungen übertroffen hat. Das Assoziationsabkommen ist eine Partnerschaft geworden. Und aus der Partnerschaft ist schon lange eine Freundschaft geworden.

Von diesem stabilen Grund aus schlage ich der Europäischen Union und Israel vor, zum Nutzen der Stabilität und des Wohlstands im Nahen Osten und der Entwicklungsländer insgesamt zu kooperieren.

Israel wird als Start-up-Nation bezeichnet. Ich glaube, dass der gesamte Nahe Osten eine Start-up-Region werden kann. […] Dies kann die beste Hilfe sein, die wir der jungen Generation in der arabischen Welt anbieten können, um den Herausforderungen des neuen Zeitalters zu begegnen. Ich habe einen Plan für ein Gemeinschaftsunternehmen für die Europäische Union zwischen nationalen Regierungen und globalen Konzernen vorgeschlagen, um diesen Herausforderungen entgegenzutreten. […] Erlauben Sie mir, auf Ihre Hilfe zu zählen. Wenn wir die Weisheit Europas und die Erfahrung Israels zusammennehmen, können wir die Herausforderungen von morgen bewältigen. […]

Wenn ich die Zukunft der Freundschaft betrachte, die Israel an die Europäische Union bindet, bin ich erfüllt von Hoffnung und Entschlossenheit. Hand in Hand werden wir ein besseres Morgen für die Generation von morgen bauen.“

(Präsidialamt, 12.03.13)

Eine Aufzeichnung der vollständigen Rede finden Sie unter http://bit.ly/PeresEUParlament0313

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Der Papst, den ich kannte

Von Oded Ben Hur, Jerusalem Post, 12.02.13

Zweitausend Jahre komplexer Geschichte zwischen Juden und Christen machen die Beziehungen zwischen dem Vatikan und Israel zu etwas außergewöhnlichem in den internationalen Beziehungen. Obwohl sie offiziell erst 1993 während der Vorbereitung für das Grundsatzabkommen geschlossen wurden, wurde der Samen für diplomatische Beziehungen bereits im Dokument Nostra Aetate von 1965 gesät, das das Zweite Vatikanische Konzil entworfen hatte (und dessen Paragraph 4 das jüdische Volk vom Vorwurf des Gottesmordes freispricht).

Weiter geht es auf unserer Website unter http://bit.ly/WSPapstBenHur

Der Autor ist israelischer Diplomat. Bis 2009 war er Botschafter Israels im Vatikan.

Die auf der Website veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.

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Christoph Waltz zu Besuch in Israel

Er ist eine internationale Berühmtheit, aber wenig bekannt ist, dass der zweifache Oscar-Preisträger Christoph Waltz auch Verbindungen zu Israel hat: Aus erster Ehe mit einer jüdischen Amerikanerin hat Waltz einen Sohn und zwei Töchter, Presseberichten zufolge leben der Sohne und eine Tochter in Israel.


Waltz in Jerusalem (Foto: Ynet)

Sicher scheint zu sein, dass die Tochter Miriam am Sonntag in Jerusalem geheiratet hat. Dem Internetportal Ynet zufolge lebt Miriam ultraorthodox. Bei der Hochzeit hätten Männer und Frauen zwar nicht getrennt gefeiert, aber auch nicht miteinander getanzt, so ein Gast gegenüber Ynet.

Waltz wurde am Sonntag mehrfach bei Rundgängen durch Jerusalem gesehen und fotografiert, bevor er abends zu der Hochzeitsfeier gelangte. Es war sein zweiter Besuch in Israel. Der Schauspieler war vor drei Jahren gemeinsam mit dem Regisseur Quentin Tarantino im Land gewesen, um seinen Film Inglourious Basterds vorzustellen.

(Ynet, 13.03.13)

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Streisand singt für Peres

Präsident Shimon Peres begeht in diesem Jahr im August seinen 90. Geburtstag und erhält im Juni bereits ein ganz besonderes Geschenk: Der Zeitung Yediot Acharonot zufolge hat die US-amerikanische Sängerin Barbra Streisand entschieden, am 15. oder 16. Juni ein Konzert in Israel zu geben – zu Ehren von Peres.


Barbara Streisand (Foto: bs)

Außerdem wird sie, so heißt es, an der Eröffnung der Presidential Conference am 18. Juni teilnehmen.

(Ynet, 11.03.13)

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